Interview mit Morten Harket: "Ich backe Plätzchen"

- Der Ex-a-ha-Sänger ist gerade auf Promo-Tour für seine aktuelle Single "I’m the one" und verriet im Interview mit Jolie.de unter anderem, wie er das schlimmste Weihnachten seines Lebens verbracht hat.

Morten Harket ist jetzt solo unterwegs!

Morten Harket ist jetzt solo unterwegs!

Jolie.de: Deine aktuelle Single heißt "I’m the one" und klingt wie ein netter Love-Song, dabei geht es eigentlich um etwas anderes, oder?

Morten Harket: Stimmt, genau der Kontrast gefällt mir daran: Eine verspielte Melodie und dazu eher ernste Lyrics. Es geht in dem Song darum, rauszufinden, wer man ist und dass es auf diesem Weg okay ist, Fehler zu machen. Der Mensch ist eben ein komplexes Wesen und muss im Umgang mit anderen Menschen Kompromisse machen. Das ist aber nur in Ordnung, wenn man ehrlich zu sich selbst ist und seine Entscheidungen bewusst trifft.

Morten Harket, eine Ikone? Klar doch:

Jolie.de: Im Video zu "I’m the one" spielt eine Drag Queen die Hauptrolle – was willst du uns damit sagen?

Morten Harket: Sie – oder er – ist ein extremes Beispiel für genau diese Message. Erst wenn du weißt, wer du bist, kannst du guten Gewissens zu anderen Menschen oder Dingen „ja“ oder „nein“ sagen.

Jolie.de: Stell dir vor, du könntest für einen Tag in die Rolle einer Frau schlüpfen – was würdest du tun?

Morten Harket: Sorry, aber das kann ich mir nicht vorstellen, wirklich nicht! Ich liebe Frauen für das, was sie sind, sie faszinieren mich und ich habe Respekt vor ihnen. Aber ich bin ein Kerl und glücklich damit, also lassen wir’s doch einfach, wie es ist (lacht).

Jolie.de: Du warst mit deinem Solo-Album „Out of my hands“ auf Europa-Tour und tourst bald durch Südamerika. Wie fühlt es sich an, nach so vielen Jahren mit a-ha jetzt solo auf der Bühne zu stehen?

Morten Harket: Na ja, ich bin halt jetzt alleine und kann tun und lassen, was ich will (lacht). Nein im Ernst, es geht alles so schnell, ich arbeite schon wieder an einem neuen Album, das anders klingen wird als „Out of my hands“, das war so etwas wie ein „Übergangs-Album“ zwischen a-ha und mir selbst. Es ist eine spannende Entwicklung und ich kann es nicht erwarten, die neuen Songs vorzustellen.

Jolie.de: Erzähl uns was über deine Heimat Oslo. Wo kann man dort zum Beispiel gut essen?

Morten Harket: Da fragst du leider den Falschen (lacht). Meine Freundin kocht so gut, dass ich kaum auswärts essen gehe, nirgendwo schmeckt es besser als daheim.

Jolie.de: Hm, kannst du uns dann wenigstens sagen, wo man in Oslo abtauchen kann?

Morten Harket: Gute Frage! Am besten vermutlich an Heilig Abend, da ist die Stadt echt tot, weil alles zu hat und jeder zu Hause ist.

Jolie.de: Du auch?

Morten Harket: Ja, natürlich! Ich habe nur ein einziges Mal in meinem Leben Weihnachten woanders verbracht und das waren die schlimmsten Tage, an die ich mich erinnern kann.

Jolie.de: Wieso das?

Morten Harket: Ich war damals noch ziemlich jung und habe ein Mädchen bei seiner Familie in Griechenland besucht, aber sie hatte keine Zeit für mich.

Jolie.de: Keine Zeit für DICH??

Morten Harket: Ja, irgendwas ist da schiefgelaufen. Jeder war beschäftigt und ich habe mich total einsam und verlassen gefühlt. Ich habe gelitten wie ein Hund…

Jolie.de: Okay, und wie feierst du sonst Weihnachten?

Morten Harket: Ganz traditionell. Ich habe ein großes, altes Haus und da gibt es viel zu tun. Ich dekoriere, ich backe Plätzchen, alles ganz normal.

Jolie.de: Du backst selbst?

Morten Harket: Natürlich! Das gehört doch dazu, dass man überall mitmacht und sich nicht einfach bedienen lässt.

Jolie.de: Dann bedanken wir uns für das Gespräch und wünschen dir schon mal schöne Weihnachten!

Morten Harket: Danke, das wünsche ich euch auch!

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Interview: Alexandra Graef