Paramore-Frontfrau Hayley Williams spricht offen über ihren Kampf mit Depressionen

- Depressionen sind auf dem Weg zur Volkskrankheit zu werden. Dennoch suchen viele Betroffene keine Hilfe. Deshalb feiern wir Paramore-Frontfrau Hayley Williams, die in einem Interview ganz offen über ihre Erfahrungen mit Depressionen gesprochen hat und so vielen Betroffenen neuen Mut und Hoffnung schenkt. Hier lest ihr Hayleys Geschichte!

Paramore-Frontfrau Hayley Williams

Hayley Williams hat gelernt mit ihrer Krankheit zu leben. Dadurch gibt sie vielen Betroffenen neuen Mut.

Laut dem Bundesministerium für Gesundheit leiden weltweit circa 350 Millionen Menschen unter einer Depression. Allein in Deutschland sind laut Statista fast 11 Prozent der Bevölkerung von dieser Krankheit betroffen, Tendenz steigend. Doch aus Scham oder anderen Gründen lässt sich laut Weltgesundheitsorganisation nur rund die Hälfte aller Betroffenen behandeln. Deshalb ist es umso wichtiger, der Stigmatisierung dieser Krankheit entgegenzuwirken. Paramore-Frontfrau Hayley Williams hat jetzt ihren Beitrag dazu geleistet, wofür wir die Sängerin sehr bewundern.

So hat die 28-Jährige in einem Interview mit dem amerikanischen Musikmagazin The Fader ganz offen über ihren eigenen Kampf mit Depressionen gesprochen. In dem Interview erzählt Hayley Williams ganz frei und ungehemmt, wie schwer es sein kann, mit dieser Krankheit zu leben:

Zum ersten Mal in meinem Leben, habe ich das Licht am Ende des Tunnels nicht mehr gesehen. Ich habe gehofft, dass alles einfach aufhören würde. Ich war nicht selbstmordgefährdet, ich wollte mir nicht das Leben nehmen. Es war einfach hoffnungslos. Was bringt das alles noch? Ich glaube, ich habe nicht verstanden, wie gefährlich Hoffnungslosigkeit ist. Alles tut weh.

Schwerliegende Worte, nicht wahr? Doch Hayley Williams hat zum Glück bemerkt, dass sie diese Krankheit nicht alleine bezwingen kann. So gibt sie im Interview zu, dass es manchmal notwendig ist, sich Hilfe zu holen, eine Therapie zu machen und einfach einen Tag nach dem anderen zu meistern. Wie sie das schafft? "Eines Tages werde ich nicht mehr hier sein und ich muss akzeptieren, dass Morgen nicht garantiert ist. Also frage ich mich: Ist mein Leben heute zufriedenstellend? Wenn ich kein Morgen mehr bekomme, was habe ich mit meinem Heute angestellt? Habe ich alles richtig gemacht?

Wir sind sehr beeindruckt von Hayley Williams offenem Umgang mit ihrer Krankheit und sind ihr dankbar dafür, dass sie dadurch anderen Betroffenen vielleicht Hoffnung und Mut geschenkt hat, um sich in Behandlung zu begeben. Denn grundsätzlich sind viele Fälle von Depression nämlich sehr gut behandelbar, entweder medikamentös durch die Einnahme von Antidepressiva oder psychotherapeutisch.

Ihr oder eine Person, die euch wichtig ist, leidet an Depressionen? Einen Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten, die Krankheit zu bekämpfen, bietet die Stiftung Deutsche Depressionshilfe