Gil Ofarim im Interview

Bei der Vorstellung des Dyson Supersonic Haartrockner in München haben wir den Let’s Dance Gewinner Gil Ofarim getroffen und mit ihm über seinen künstlerischen Werdegang, seine Teilnahme bei der Tanzshow und die vielen Gerüchte, die gerade über ihn durch die Medien schwirren, gesprochen. 

Gil Ofarim

Gil Ofarim bei der Vorstellung des Dyson Supersonic Haartrockner in München

Gil Ofarim ist mit seinen fast 35 Jahren bereits ein alter Hase im Showbusiness. 1997 eroberte er die Charts (und Teenie-Herzen im ganzen Land) mit seinem Song Round ´n‘ Round (It Goes). Danach folgten diverse Singles und TV-Rollen, bis es etwas ruhiger um den einstigen Mädchenschwarm wurde … was sich durch seinen Sieg bei Let’s Dance 2017 wieder schlagartig geändert hat. Jetzt steht der glücklich verheiratete Vater von zwei Kindern wieder mitten im Scheinwerferlicht – Schlagzeilen und Gerüchte inklusive. Wie es dem Sänger dabei geht, hat er uns bei der Präsentation des Dyson Supersonic Haartrockners (den er übrigens super findet, da sein Sohn, der eine ähnlich volle Mähne wie Gil Ofarim hat, vor dem extraleisen Haartrockner keine Angst hat) im Interview verraten.

Wie kam es zu deiner Teilnahme bei Let’s Dance?

Die erste Anfrage zur Teilnahme bei Let’s Dance kam schon vor sechs Jahren. Damals hatte ich noch Bedenken. Zwischendrin kamen immer wieder neue Anfragen, aber ich war mir immer noch nicht ganz sicher. Schließlich hatte ich dann Lust auf die Teilnahme, hatte aber keine Zeit, bis es dann dieses Jahr ENDLICH geklappt hat.

Wie hast du die Teilnahme bei Let’s Dance empfunden?

Es war eine sehr wichtige, großartige Erfahrung für mich. Ich habe jetzt eine neue Leidenschaft, und ich dachte nicht, dass ich neben der Musik, der Schauspielerei und dem Wort noch Platz für eine neue Leidenschaft haben würde.

Was hat du durch deine Zeit bei Let’s Dance gelernt?

Wenn man Tänzer werden will, muss man sich darauf einstellen, dass man vielleicht ruhmreich sein wird, aber nie viel Geld verdienen wird. Und ab Mitte 30 bist du körperlich verkrüppelt. Das war es dann. Das ist etwas, das man aus Leidenschaft macht, was mir sehr imponiert. Denn ich mache Musik auch aus Leidenschaft, und nicht, weil ich davon reich werden möchte. Für mich ist der Applaus mein Erfolg, egal ob drei oder 3.000 Leute klatschen.

Seit deinem Sieg bei Let’s Dance interessieren sich die Medien und Fans noch viel mehr für dich. Wie hat sich dein Leben dadurch verändert?

Ich habe vor Let’s Dance nichts anderes gemacht, als jetzt. Ich habe Songs aufgenommen, Alben geschrieben, geschauspielert und war auf Tournee. Ich habe jetzt nur das Glück, dass mehr Leute das wissen.

Natürlich gibt es jetzt auch fiese Schlagzeilen und Gerüchte über dich, zum Beispiel, dass du und deine Tanzpartnerin Ekaterina Leonova eine Affäre hätten. Was sagst du zu diesen Gerüchten?

Ich habe schon vor meiner Teilnahme bei Let’s Dance gewusst, dass uns das nachgesagt werden würde. Genau deswegen wollte ich eigentlich mit einem Mann tanzen, ich hätte das richtig cool gefunden. Aber das hat leider nicht geklappt und ich durfte stattdessen mit einer großartigen Frau tanzen, die mir sehr Leid tut. Sie ist seit fünf Jahren bei Let’s Dance und jedes Jahr wird ihr dasselbe nachgesagt. Warum? Weil sie eine fantastische Tänzerin ist, weil sie sehr hübsch ist und weil sie gut ist. Ich finde das gemein, denn es limitiert sie auf eine Sache. Diese Gerüchte, die sich irgendwelche Redakteure ausdenken, stellen ihre großartigen Choreografien und ihre tänzerische Leistung in den Schatten. Aber Ekaterina kann darüber lachen, meine Frau kann darüber lachen und auch ich lache darüber.

2017 ist dein 20-jähriges Bühnenjubiläum. Was ist heute anders als früher?

Wenn ich heute auf Tour gehe, kann ich das viel bewusster genießen, als mit 14. Mit fast 35 ist man gefestigt im Leben, man ist erwachsen, man sieht gewisse Dinge und weiß, was echt ist und was fake ist.

Wenn du auf dein erstes Album zurückblickst, was geht dir durch den Kopf – bist du stolz oder schämst du dich dafür?

Eine Zeitlang habe ich mich dafür geschämt. Ich dachte: ich bin jetzt viel besser, viel künstlerischer. Heute sehe ich das anders. Mein erstes Album war nicht banaler, es war nur einfacher. Mittlerweile bin ich sogar richtig stolz darauf. Ich hatte vor kurzem einen Auftritt und habe ganz spontan Round’n’Round angestimmt. Ich fand das so geil, ich werde es wieder machen, wenn ich nächstes Jahr auf Tour gehe.

Was können wir noch von dir erwarten?

Ende des Jahres gehe ich mit Walt Disney und einem 70 Mann Orchester auf Tour, wo ich in den größten Hallen in Deutschland, Österreich und der Schweiz performen werde. Danach trete ich mit meiner Band auf und die Tournee wird "20 years“ heißen – da spiele ich alles, von Round’n’Round bis Still Here, meiner letzten Single.