Fashion & Fame: Jurorin Emma Brown im Interview

- Emma Brown ist das neue TV-Gesicht ,das sich angehende Modedesigner merken sollten: Am Donnerstag, 20. Januar, um 20.15 Uhr geht es los mit "Fashion& Fame" , der neuen ProSieben-Show für Nachwuchsdesigner. Unter dem Motto "Design Your Dream" können sieben angehende Designer eine eigene Kollektion gewinnen. Neben Designer Philipp Plein sitzt auch die britische Designerin Emma Brown, die mit ihrem gleichnamigen Label wunderschöne Taschen herstellt, in der Jury. Wir haben die sympathische Wahlmünchnerin vor ihrem TV-Debüt interviewt.

Emma Brown in Fashion & Fame

Emma Brown sitzt in der Jury von "Fashion & Fame" und verspricht: Es wird spannend! (Bild: ProSieben)

Jolie.de: Hallo Frau Brown, sind Sie eigentlich aufgeregt, am Donnerstag startet Ihre Sendung "Fashion & Fame"?

Emma Brown: Nein, ich freu mich einfach. Ich glaube, es wird eine unglaublich spannende Sendung.

In "Fashion & Fame" werden jede Woche andere Outfits kreiert. Was macht Ihrer Meinung nach guten Stil aus?
Jeder Mensch muss wissen, was gut zu ihm passt. Eigentlich hat doch jeder etwas sehr Schönes an sich. Man sollte seine Vorzüge und damit seine Persönlichkeit hervorheben - das ist für mich guter Stil. Die Menschen sollten mit einer Haltung durch die Weltgeschichte gehen, und das was sie tragen mit Selbstbewusstsein präsentieren.

Wir müssen auch nicht jeden Trend mitmachen. Wir sind alle keine Models und oft stehen uns die Sachen einfach nicht .

In "Fashion & Fame" wird ein ganz neues Label gegründet - "GoldCut". Zu welchem Typ wird "GoldCut" passen?
Mit dem Label können sich viele Leute identifizieren, denn es ist für jeden etwas dabei: eine coole Jeans, eine schicke Jacke, ein tolles Sommerkleid...

Wird Philipp Plein seinen Look mit einbringen?
Nein, Philipp hat natürlich schon seinen ganz eigenen Stil kreiert. GoldCut spricht ein eher breites Publikum an, vor allem, was die Preise angeht: Ein Damenoberteil kostet zum Beispiel um die 29 Euro.

Die Gewinnerteile jeder Sendung "Fashion& Fame"sind ja danach sofort bei otto.de zu bestellen. Haben Sie schon ein Lieblingsteil?
Ja, das hab ich, aber das wird noch nicht verraten. Ich werde bestimmt auch ab und zu ordern (lacht).

Wonach wurden die sieben Kandidaten, die bei "Fashion & Fame" um die eigene Kollektion kämpfen, ausgewählt?

Wir haben sehr unterschiedliche Typen: Bonnie hat ihr Atelier in London und macht nur Männermode, Stefan sitzt in Budapest und schneidert eher couturige Sachen, David ist sehr Sportswear-lastig. Und Sarah hat in der Schneiderei ihrer Mutter gelernt und hat noch überhaupt keine Designausbildung. Dadurch kommt ein bunter Mix zusammen. Das macht es auch so interessant. Jeder unserer sieben Kandidaten geht anders an die Aufgabe heran. Wir konnten völlig unterschiedliche kreative Arbeitsweisen beobachten.

Worauf legen Sie denn als Jurorin von "Fashion & Fame"am meisten Wert?

Mir ging es darum, innovatives Design zu sehen. Die Designer müssen Teile entwerfen, die gut in die Kollektion passen - und zwar mit dem Material, das sie zur Verfügung gestellt bekommen haben. Wenn man ein hochwertiges Leder hat, muss man auch wissen, wie man das verarbeitet. Und sie müssen an die Zielgruppe von GoldCut denken. Was würde die gerne tragen?

In den üblichen Castingshows freuen sich die Zuschauer ja oft auch auf ein paar Streitereien und Zickereien zwischen den Kandidaten. Wie ist das bei "Fashion & Fame"?
Bei uns geht es nicht darum, jede Woche jemanden rauszuwerfen, sondern das, was unsere Kandidatinnen entworfen haben, zu beurteilen. Es gibt jede Woche ein Gewinneroutfit. Das schlechteste Outfit wird zwar vernichtet, aber die Person wird eben nicht "vernichtet".
Aber klar, wenn man junge Leute zusammenschmeißt, die sich nicht kennen, gibt es immer mal Reibereien. Aber davon bekommen wir als Jury nicht viel mit. Uns interessiert das Produkt.

Wie funktioniert denn dann das Auswahlverfahren?

In der vorletzten Folge legen wir die drei talentiertesten Designer fest. Die müssen uns in einer großen, glamourösen Modeschau in Mailand eine 12-teilige Kollektion präsentieren. In der letzten Folge gibt es einen Gewinner, der Chefdesigner von GoldCut wird.


Die Liste der Gastjuroren von "Fashion & Fame" ist ziemlich eindrucksvoll: Pierre Sarkozy, Peaches Geldof, Franziska Knuppe, Aura Dione, Alice Dellal und Mischa Barton sind mit dabei. Wer hat Sie am meisten beeindruckt?
Die sind alle toll. Jede Entscheidungsshow ist auch von den Gastjuroren geprägt. Peaches Geldof zum Beispiel ist unglaublich lebendig und hat viel zu sagen. Franziska Knuppe dagegen weiß sehr viel über Mode.

Sie sind ja selbst Designerin sowie Dozentin an der Akademie für Mode und Design in München sowie dem College of Fashion in St. Petersburg. Welchen Tipp geben Sie angehenden Modedesignern?
Angehende Modedesigner müssen viel und hart arbeiten können. Man braucht einen langen Atem, um erfolgreich zu sein. Wenn man sich aber treu bleibt, hart arbeitet und etwas Glück hat, kann man durchaus seinen Weg gehen.

(Sehen Sie noch mehr aktuelle Taschen aus Emma Browns Sommerkollektion 2011 hier)

Was ist der größte Irrglaube bei angehenden Modedesignern?

Modedesigner hört sich unglaublich glamourös an. Der Beruf hat aber viele Seiten, die überhaupt nicht glamourös sind. Wenn man als Designer arbeitet und sein eigenes Label hat, dauert die Kreativphase vielleicht nur vier Wochen im Jahr. Das Drumherum macht viel mehr Arbeit: Vertrieb, Verkauf, PR, Marketing, Produktion. Das ist das Wesentliche und das ist sehr anstrengend und überhaupt nicht glamourös.

Man sitzt als Designer nicht die ganze Zeit an einem tollen Schreibtisch im Büro, malt tolle Skizzen, und nach zwei Tagen hängt da ein tolles Kleid, das jeder haben will. So ist es überhaupt nicht.

"Fashion & Fame" läuft immer donnerstags, um 20.15 Uhr bei ProSieben.

Mehr Infos zu Fashion & Fame gibt es hier

Direkt im Anschluss an Fashion & Fame startet die neue Staffel von Die Model-WG - alle Infos hier