Der Streit um die EMAs

An Allerheiligen hat Ruhe zu herrschen - zumindest in München. Per se kein Problem. Doch just an diesem Feiertag, dem 1. November, will MTV in München eine Riesen-Sause veranstalten: Die "European Music Awards" stehen an, und Moderator Snoop Dogg wird sicher kein Trauerspiel daraus machen...

Darf Mika singen? Die Kirche sieht das nicht so gern an Allerheiligen (Bild: Getty Images)

Darf Mika singen? Die Kirche sieht das nicht so gern an Allerheiligen (Bild: Getty Images)

Die Kirche ist gegen die EMAs, weil an Allerheiligen - sogar per Gesetz - bestimmte Unterhaltungsveranstaltungen verboten sind. Doch MTV hatte sich rechtzeitig um eine Genehmigung bemüht, so Unternehmenssprecherin Marie-Blanche Stössinger: "Leider gab es dieses Jahr hinsichtlich des Veranstaltungstermins der MTV Europe Music Awards in München keine terminliche Alternative und wir sind den Verantwortlichen der Stadt München dankbar, dass sie uns trotz des Feiertages am 1. November eine Ausnahmegenehmigung für die Veranstaltung erteilt haben und es so ermöglichen, dass die MTV Europe Music Awards in der bayrischen Hauptstadt stattfinden können. Selbstverständlich respektiert MTV gleichzeitig die Position der Kirche; durch die Verleihung der MTV Europe Music Awards soll niemand beim Kirchgang oder beim Friedhofsbesuch beeinträchtigt werden."

Das Erzbistum München will dennoch die Stadtväter von der Unvereinbarkeit der EMAs mit Allerheiligen überzeugen. Oberbürgermeister Christian Ude war jedoch sehr stolz, die EMAs nach München geholt zu haben, daher ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bei den EMAs in München werden Justin Timberlake, die Foo Fighters und MIKA die Olympiahalle rocken.