Der seltsame Fall des Benjamin Button

- Ein Kind stirbt. Der Vater, ein Uhrmacher, wünscht sich, die Zeit rückwärts laufen zu lassen. Und so beginnt die wohl schönste Liebesgeschichte im Kinojahr 2009: "Der seltsame Fall des Benjamin Button", mit Brad Pitt und Cate Blanchett. Alle Infos plus Trailer bei Jolie.de

Ein Epos der Liebe: Brad Pitt und Cate Blanchett in

Die Liebenden treffen sich endlich in der Lebensmitte: Benjamin Button (Brad Pitt) und Daisy (Cate Blanchett) in "Der seltsame Fall des Benjamin Button" (Bild: Warner)

Benjamin Button (Brad Pitt) kommt als 80-jähriger Greis auf die Welt - ein Häufchen Elend in der Wiege, mit morschen Knochen und schrumpeliger Haut. Bald schon wird klar, das kleine Findelkind, vom Vater ungewollt, altert rückwärts. Und so verbringt der Greis mit dem jugendlichen Geist seine Kindheit im Altersheim.

Benjamin Button - und mit ihm der Zuschauer - lernt schnell, was Tod und Verlust bedeuten, aber auch, welche Kraft in der Liebe steckt. Denn das außergewöhnliche Männlein wird von seiner Ziehmutter Queenie (Taraji P. Henson, ebenfalls für einen Oscar nominiert) geliebt. Und bald schon knüpft der junge Greis ein freundschaftliches Band mit Daisy, der Enkelin einer "Mitbewohnerin".

Alle paar Jahre treffen sich die beiden wieder, der alte Benjamin und die junge und wunderschöne Daisy (Cate Blanchett). Beide erleben den zweiten Weltkrieg, beide machen Erfahrungen mit der Liebe und dem Tod - und beide kommen nicht voneinander los. Sie treffen sich in der Lebensmitte, was uns eine im Sterben leigende Daisy als Greisin in der Retrospektive erzählt.

Diese Erzählerin nimmt den Zuschauer mit auf eine abenteuerliche Lebensgeschichte - und rührt ihn damit zu Tränen. Die auf einer Kurzsgeschichte von F. Scott Fitzgerald ("The Great Gatsby") basierende Story des Benjamin Button wurde von Regisseur David Fincher ("Fight Club") elegant und souverän in die heutige Zeit eingebettet. Sie spielt in New Orleans - und während Daisy die Geschichte erzählt, tobt draußen bereits Hurricane Katrina.

Man könnte jedes Detail dieses Films loben, nicht zuletzt die sagenhafte Schönheit der beiden Hauptdarsteller und des märchenhaften Sets, die sich manchmal über den Plot schiebt und Staunen macht.

Fincher zeigt den "seltsamen Fall des Benjamin Button" mit einer Hingabe, die beweist, dass Kino Kunst ist, ohne dabei abzuheben. Da erzählt der greise Zimmernachbar von Benjamin bei jeder Gelegenheit, dass er sieben Mal vom Blitz getroffen wurde - und am Ende des Films hat der Zuschauer allen sieben elektrisierenden Erlebnisse kurz beigewohnt und ist entzückt wegen dieser charmanten cineastischen Inszenierung einer Nebenfigur.

Von der Puffmutter bis zum alkoholkranken Seemann, in "Der seltsame Fall des Benjamin Button" wird jede Figur mit Wärme und Liebe gezeichnet. Das treibt einem die Tränen in die Augen - und man verlässt den Kinosaal mit dem Gefühl, dass mit dem Herzen zu sehen auch heute noch eine gute Idee wäre für mehr Glück.

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