Alles über TV-Koch Christian Lohse: Restaurant, Familie, Frau - so ist er privat

- "Du bist das größte Arschloch, das ich je gesehen habe", Christian Lohse (50), der privat immer so nett wirkt, war nicht immer der liebenswerte TV-Koch von nebenan. Der Mann, der gelassen und gemütlich wirkt, der Kollegen wie Tim Mälzer und Roland Trettl mit ostwestfälischer Gelassenheit in die Schranken weist. Nein, Fernsehkoch Christian Lohse, der bei vox in "Grill den Profi" und "Kitchen Impossible" auftritt und in der Sat.1-Show "The Taste" Kochtalente coacht, war ein ziemlich harter Hund in der Küche. Seine zwei Michelin-Sterne hat sich Lohse mit unerbittlichem Ehrgeiz erkocht – nicht immer zum Wohle seiner Angestellten. Diese Zeiten sind vorbei, mittlerweile kann Christian Lohse auch sein Privatleben genießen.

Wehe, wenn er explodiert: Christian Lohse galt in der Küche als Vulkan.

Wehe, wenn er explodiert: Christian Lohse galt in der Küche als Vulkan.

Der am 5. Mai 1967 in Bad Oeynhausen geborene Christian Lohse hat schon früh seine Leidenschaft für die Küche entdeckt. Sein Vater war ein passionierter Hobbykoch, von den Buletten seiner Mutter schwärmt der Zwei-Sterne-Koch noch heute. Mit zwölf Jahren soll der kleine Christian den Guide Michelin auswendig gelernt und die Namen der wichtigsten Küchenchefs gekannt haben. Dass der große Herr Lohse darin eines Tages selber auftauchen würde, konnte er da noch nicht ahnen.

Die wollen doch nur Kochen: Christian Lohse (zweiter von rechts) trifft sich im Fernsehen regelmäßig mit seinen Kollegen Tim Raue (links), Tim Mälzer und Roland Trettl (rechts).

Die wollen doch nur Kochen: Christian Lohse (zweiter von rechts) trifft sich im Fernsehen regelmäßig mit seinen Kollegen Tim Raue (links), Tim Mälzer und Roland Trettl (rechts).

Seine Ausbildung zum Koch hat er aber trotzdem erst nach einem "Probestudium" in Geschichte und Französisch begonnen. Natürlich in Frankreich: Dass Christian Lohse ein Fan der französischen Küche ist, dürfte sich mittlerweile herumgesprochen haben. "Schuld" daran ist seine Familie, die Lohse in Teilen als frankophil beschreibt. Also ging er nach Dijon und kehrte nach einigen Lehr-und Wanderjahren nach Deutschland zurück, in seine Heimatstadt.

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Christian Lohse: Deutschlands bester Koch

Nun mag Lohe, ein Stadtteil Bad Oeynhausens, nicht gerade der Nabel der Welt sein, aber Christian Lohse machte doch sein Restaurant "Windmühle" auf und erkochte sich mit nicht einmal 30 Jahren zwei Michelin-Sterne. Das ging nur auf Kosten des Privatlebens und von Freundschaften: Mit den Worten "Du bist das größte Arschloch, das ich je gesehen habe", so verriet Lohse dem Zeit-Magazin, habe ihm ein alter Freund die Freundschaft aufgekündigt. "Ich war damals ein ziemlich schlimmer Finger. Nicht nur mit verbalen Verletzungen, sondern auch mit körperlichen Attacken."

Irgendwann ging es so nicht weiter, Lohse ging pleite und zog nach Berlin, wo er das berühmte Restaurant "Fischers Fritz" führte. Dort ist er Anfang 2018 ausgestiegen, sodass dem Vater einer Tochter nun mehr Zeit für das Private bleibt. Und das kann Christian Lohse ziemlich gut genießen, wie er der Zeitschrift "Bild der Frau" verriet: "Ich gehe gern zu Sportveranstaltungen. Am liebsten bin ich beim Rugby, das ist wirklich eine ganz faszinierende Sportart."

So genießt Christian Lohse sein Privatleben

Manchmal genieße er es aber auch, einfach mal nichts zu tun und den Tag mit seiner Frau zu verbringen. Oder er schmökert in den 2000 Büchern seiner privaten Bibliothek. "Und wissen Sie, wofür ich mich tatsächlich auch so richtig begeistern kann? Wenn ich beim 'Monopoly' bescheiße." Wenn Christian Lohse das mit seiner ostwestfälischen Gelassenheit sagt, ist er doch wieder der liebeswerte TV-Koch von nebenan.