Beyonce: Neue Doku

- (19. Februar 2013) - Pop-Sensation Beyonce hat in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen TV-Sender HBO eine von ihr produzierte Dokumentation gefilmt, die am 16. Februar 2013 ausgestrahlt wurde. In "Life is but a Dream" zeigt sich die Sängerin nicht nur im privaten Umfeld und mit Baby Blue Ivy, sondern thematisiert auch Gerüchte um ihre Schwangerschaft, eine Fehlgeburt und ihre Beziehung zu Ehemann Jay-Z. Sehen wir hier das wahre Gesicht der Beyonce?

In her own words.

In her own words. "Life is but a Dream" heißt die Dokumentation von und über Beyonce.

Beyonce Doku

Zu Beginn der 85-minütigen Dokumentation sehen wir Beyonce als sexy Superstar auf der Konzertbühne, nur um nach einem harschen Cut direkt einen Blick auf Beyonce als fragile Person werfen zu können, die über die Trennung von ihrem Vater als ihren Manager spricht.

Aufgenommen mit einer Webcam und auf ungeschminkt geschminkt. Der nächste Take zeigt eine fröhliche Beyonce, die per Privat-Helikopter zu einem Termin eingeflogen wird.

Beyonce zwischen zwei Welten

Und so wiederholt sich während der Dokumentation das Raster: Beyonce als schillernde Figur der internationalen Musik-Szene. Schön, erfolgreich, mit Jay-Z an ihrer Seite, immer perfekt gestylt und mit politisch korrekten Antworten aufwartend.

Im Kontrast dazu zeigen Kurzinterviews oder mit Klaviermusik unterlegte Landschaftsaufnahmen die "private" Seite von Beyonce. Mit ruhiger Stimme und effektvollen Pausen zwischen ihren Sätzen erklärt sie uns ihre Welt, ihre Gedanken und spricht auch über ihre Ängste.

Beyonce spricht über Blue Ivys Geburt

Natürlich wird auch die Schwangerschaft mit Baby Blue Ivy thematisiert. Nach einer Fehlgeburt, die sie in ein tiefes Loch warf, war Blue Ivy für Beyonce und Jay-Z das größte Glück.

Böse Gerüchte um eine gefakte Schwangerschaft mit falschem Babybauch (wir erinnern uns alle an das Interview im australischen TV, als der hochschwangeren Beyonce beim Platz nehmen der Bauch einklappte) und eine Leihmutter trafen Beyonce hart.

Um die Echtheit ihrer Schwangerschaft zu bestätigen, wird in "Life is but a dream" ein schwangerer Schatten von Beyonce gezeigt.

Kritische Stimmen werden laut

Für viele Zuschauer war das nicht genug der Beweise. Schließlich hätte man per Videobearbeitung spielend das Profil von Beyonce auf einen schwangeren Körper setzen können. Auch Beyonces vage Ausführungen über die Schwangerschaft mit Baby Blue Ivy sind für viele wenig glaubwürdig.

In einem Interview mit der amerikanischen "Vogue" berichtete Beyonce, dass sie während der Presswehen nicht an sich selbst und vermeintliche Schmerzen dachte, sondern sich wie ein Trainer für ihr ungeborenes Kind fühlte. Als Trainer musste sie ihrem Kind den Weg ans Licht der Welt bereiten und feuerte deshalb kräftig an.

Außerdem sei die Geburt "spaßig" gewesen und die Schwangerschaft "ganz toll". Etliche Leserinnen dieses Interviews, die selbst schon Mutter sind, können da nur mit dem Kopf schütteln. Für sie zeigen Beyonces Aussagen die Idealvorstellung von Schwangerschaft und Geburt einer Frau, die selbst noch nie schwanger gewesen sein kann.

Denn eine Geburt sei alles andere als "spaßig" und eine Schwangerschaft zum größten Teil auch nicht "ganz toll".

Beyonce: Gerüchte reißen nicht ab

Die Gerüchte um eine gespielte Schwangerschaft von Beyonce reißen also nicht ab. Wir sagen: Ob vorgetäuscht oder nicht, wir sollten uns bewusst sein, dass alles, was wir je von Beyonce sehen werden, nur das ist, was sie uns sehen lassen will.

Ob das Gezeigte und Gesagte der Realität entspricht, oder dazu dient, ein bestimmtes Bild zu erzeugen, darüber entscheidet nur sie.