Wir haben mit Beth Ditto gesprochen und sie hatte einen Ratschlag für uns, den jede Frau hören sollte

Sie ist Model, Modedesignerin, ehemaliges Mitglied der Über-Band Gossip und startet jetzt auch solo durch: Beth Ditto. Zum Launch ihres ersten Soloalbums „Fake Sugar“ haben wir mit der Sängerin gesprochen  und sie hatte einen Ratschlag für uns, den jede Frau hören sollte!

Beth Ditto

Beth Ditto startet jetzt als Solo-Künstlerin durch!

Am 16. Juni 2017 ist Beth Dittos erstes Soloalbum "Fake Sugar“ erschienen. Zu diesem Anlass haben wir mit der Sängerin über ihr neues Album, ihre Arbeit als Solokünstlerin und ihre Rolle als Vorbild für Frauen auf der ganzen Welt gesprochen:

Wie würdest du dein Album "Fake Sugar“ beschreiben?

Es ist ein Country-Album, back to basics. Genau darum ging es mir. Ich wollte ein Album machen, das nicht cool ist, trendy oder hip. Für mich ist es sehr einfach, uncool zu sein. Deshalb ist "Fake Sugar“ eine Gegenbewegung zu allen, die zu sehr darauf achten, wie sie auf andere wirken.

Welcher Song des neuen Albums liegt dir am meisten am Herzen?

Ich liebe den Song "Fake Sugar“. Es hat sich so einfach angefühlt, diesen Song aufzunehmen. Er hört sich auch überhaupt nicht cool an, worum es mir bei dem Album ja ging.

"Fake Sugar“ ist dein erstes Soloalbum. Wie war es, ganz alleine zu arbeiten?

Gossip hat sich einfach auseinanderentwickelt. Die Arbeit in einer Band kann sehr einengend sein, als Solokünstler hatte ich mehr Optionen. Deshalb war ich bei den Aufnahmen für "Fake Sugar“ auch wie ein Kind im Süßigkeitenladen. Ich konnte ALLES haben. Wenn ich ein Saxophon wollte, habe ich ein Saxophon bekommen.

Wofür möchtest du nach deiner Zeit bei Gossip als Solokünstlerin bekannt sein?

Ich möchte einen Beitrag leisten. Ich möchte, dass meine Fans wissen, dass ich mich angestrengt habe. Dass ich versuche, die Welt besser zu verlassen, als ich sie vorgefunden habe.

Du bist nicht nur Sängerin, Model und Designerin, sondern setzt dich auch für LGBTQ-Rechte ein und dienst vor allem vielen Frauen, die keine Size Zero tragen, als Vorbild. Wie gehst du mit deiner Rolle als Vorbild um?

Mich berührt das sehr. Es wäre schön gewesen, wenn ich als Kind ein Vorbild gehabt hätte, das offen über seinen Körper und seine Gefühle spricht. Deshalb liebe ich Punk Rock so sehr, denn dort habe ich genau das gefunden. Dadurch habe ich gelernt, dass es wichtigere Dinge gibt, als einem gewissen Schönheitsideal zu entsprechen.

Welchen Rat hast du an junge Frauen, denen dein Selbstbewusstsein (noch) fehlt?

Meine Mama hat früher immer gesagt: "Sie können dich nicht umbringen und aufessen. Sie können über dich reden, aber sie können dir nichts antun.“ Für mich bedeutet das, dass man sich nur so weit von seinem Umfeld kontrollieren lassen kann, wie man es zulässt. Was ich daraus gelernt habe? Konzentriere dich auf das Positive, sei realistisch und genieße dein Leben. Hasse deinen Körper nicht, denn dein Körper ist nicht dein Feind. Du bist gut, so wie du bist. Wenn du das nicht glaubst, dann läuft in der Gesellschaft etwas schief. Lass dich davon nicht unterkriegen. Du hast keinen Einfluss darauf, wie dich die Leute wahrnehmen, aber du kannst beeinflussen, wie du dich selbst wahrnimmst. Menschen können von dir halten, was sie wollen. Am Ende zählt nur, wie du über dich selbst denkst. Daran musst du arbeiten! Und eines halte ich mir immer vor Augen: Wenn mich schlechte Gedanken überkommen, dann sind das keine natürlichen Gedanken, sondern Dinge, die mir von der Gesellschaft eingeredet werden.

Amen, Schwester!