Verstehen Frauen was von Sport?

- Frauen und Sport? Das geht natürlich sehr gut. Denn schließlich funktioniert ja auch die Kombi "Männer und Sport". Theoretisch jedenfalls. In der realen Welt allerdings scheinen viele Menschen immer noch ein Problem damit zu haben, wenn sich Frauen zu Sport, ihrem Lieblingsverein oder aktuellen Sportereignissen äußern. So geschehen aktuell bei Schauspielerin Ashley Judd, die sich herbe Beschimpfungen auf Twitter anhören musste. Grund: Sie twitterte über Sport.

Sportfan gegen Cyber Bullying: Ashley Judd

Feuert ihr Team leidenschaftlich an: Schauspielerin und Sport-Fan Ashley Judd.

March Madness in den USA

In den USA steht der Monat März traditionell ganz im Zeichen der March Madness, dem größten und wichtigsten Turnier im College-Basketball. Welche Universität wird auf welche Ausgangsposition gesetzt und muss gegen welches Team antreten? Gibt es sogenannte "Cinderella"-Stories, bei denen es kleine Colleges oder Universitäten, die über eine Wildcard zur March Madness gekommen sind, weit schaffen? Ganz Amerika rätselt und fachsimpelt und tritt gerade jetzt als loyaler Fan seiner Alma Mater auf.

Wie arg sich Ashley Judd über den Beginn von March Madness freut, seht ihr im Video.

Ashley Judd: Rüde Beschimpfungen auf Twitter

So machte es auch Schauspielerin Ashley Judd, die während der Saison den Kentucky Wildcats, dem Team ihrer Uni, die Daumen drückt und selbst regelmäßig zu Spielen in der Halle ist. Jetzt twitterte sie einige Kommentare während des Spiels ihres Teams und prompt überrollte sie eine Welle mit rüden Beschimpfungen - von männlichen Usern. Zwei Beispiele:

Ashley Judd gegen Cyberbullying

Doch was ist das Problem? Dass sich eine Frau für Sport interessiert und ihre Meinung zu einem aktuellen Sportereignis kundtut? Unser letzter Stand ist, dass Twitter eben genau dafür da ist: Meinungen zu teilen. Man muss ihnen nicht zustimmen, aber Cyberbullying ist nie okay. Und dafür steht auch Ashley Judd ein. Sie wird rechtliche Schritte gegen all jene Twitter-User einleiten, die sie aufgrund ihrer Basketball-Tweets bedroht und beschimpft haben.

Ihre Meinung zum Thema Sport wird sie auch weiterhin auf den sozialen Netzwerken verbreiten. Und damit geht sie den vollkommen richtigen Weg, denn auch als Frau ist es absolut legitim, sich für die "Männerdomäne" Sport zu interessieren, sich auszukennen und zu fachsimpeln. Das sollten auch Männer endlich verstehen.

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Go Ashley!