100 nackte Frauen für Donald Trump

- 100 Frauen stehen komplett unbekleidet vor dem Austragungsort der Republican National Convention in Cleveland, wo der umstrittene Milliardär und Politiker Donald Trump im Rahmen der amerikanischen Präsidentschaftswahlen als der offizielle Kandidat für die republikanische Partei vorgestellt wird. Nur Spiegel bedecken die sonst nackten Körper der Frauen. Was sich für viele Männer nach Paradies anhören muss, war für Donald Trump wohl eher ein Albtraum.

Fotoprojekt

Die Freiwilligen des Fotoprojekts von Künstler Spencer Tunick waren bis auf ein paar runde Spiegel völlig unbekleidet.

Grund: Verantwortlich für die nackten Frauenkörper vor dem Convention Center in Cleveland ist Spencer Tunick. Der berüchtigte Fotokünstler hatte die Frauen dazu aufgerufen, aus Protest gegen Trump und die republikanische Partei für ein Fotoprojekt die Hüllen fallen zu lassen. Tunick, der schon auf der ganzen Welt medienwirksam Akt-Models in Szene gesetzt hat, möchte mit der Aktion erstmals nicht nur ein künstlerisches, sondern auch ein politisches Statement setzen. „Ich habe zwei Töchter und eine Frau. Ich kann die Hetze der Republikaner gegen Frauen und Minderheiten nicht nachvollziehen“, so Spencer Tunick gegenüber dem Pressedienst AFP.

Girl Power für die USA

Fotoprojekt

Sie beten nicht gerade die Sonne an, sondern protestieren für das Fotoprojekt "Everything She Says Means Everything" von Spencer Tunick.

Das Fotoprojekt mit dem Titel „Everything She Says Means Everything“ soll kurz vor der Wahl des neuen Präsidenten der USA am 8. November 2016 veröffentlicht werden. Laut Spencer Tunicks Webseite spielen die runden Spiegel, die die nackten Frauen dabei halten, eine wichtige Rolle: „Sie projizieren das Wissen und die Weisheit von fortschrittlichen Frauen sowie das Leitbild der ‚Mutter Natur‘ auf das Convention Center, das Stadtbild und den Horizont über Cleveland“.  

Mehr als 1.800 Frauen haben sich beworben, um an Spencer Tunicks neuestem Fotoprojekt teilzunehmen. Unter den 100 Auserwählten war zum Beispiel die 55-jährige Kunstprofessorin MaPo Kinnord aus New Orleans, die nicht nur ein Fan von Tunicks Arbeit als Künstler ist, sondern auch hinter der politischen Botschaft des Projekts steht. Laut MaPo Kinnord lehnt „Everything She Says Means Everything“ Republikaner ab, die dem amerikanischen Volk Angst vor Minderheiten wie Muslimen und Immigranten einreden wollen. „Wir müssen jetzt komplett nackt und furchtlos sein“, erklärte sie deshalb gegenüber AFP.