Unfruchtbarkeit: Ursachen und Behandlung

Bei manchen Paaren will es mit der Schwangerschaft auf natürlichem Wege einfach nicht klappen: Sie gelten als dann unfruchtbar. Künstliche Befruchtung und Hormontherapie sind Möglichkeiten, um doch noch schwanger zu werden und sich den Kinderwunsch zu auf Umwegen zu erfüllen.

Unfruchtbarkeit

Das sind die häufigsten Gründe für Unfruchtbarkeit

Unfruchtbarkeit ist für viele Frauen eine der schlimmsten Diagnosen überhaupt. Für die meisten Betroffenen bricht erstmal eine Welt zusammen, wenn sich der Kinderwunsch nicht einstellt oder sie gar als unfruchtbar gelten. So blöd das in dieser Situation auch klingen mag: Sie sind nicht allein, wenn Sie nicht gleich schwanger werden. Und auf Ihrem Weg durch die Kinderwunschzeit gibt es sowohl Antworten auf die Frage, warum es nicht gleich klappt, als auch Hilfestellungen was gegen Unfruchtbarkeit hilft: vom Mönchspfeffer bis zur künstlichen Befruchtung oder einer Hormontherapie.
Was tun, wenn die natürliche Familienplanung auch nach ein, zwei oder mehr Jahren nicht fruchtet? Auf der Suche nach einer Antwort sollten beide Partner gemeinsam das Gespräch sowohl mit einem Gynäkologen als auch mit einem Andrologen oder Urologen suchen.
Als Ursache für Unfruchtbarkeit können zurückliegenden bakterielle oder virale Erkrankungen bei der Frau ein Auslöser für Eileiterschäden oder Hormonstörungen sein. Dadurch kann der Zyklus der Frau stark schwanken oder es gar nicht erst zum Eisprung kommen, beim Mann kann die Anzahl der Spermien zu gering oder ihre Qualität nicht ausreichend sein. Lest hier 10 Irrtümer über Unfruchtbarkeit.

Es gibt jedoch noch viele weitere diagnostizierbare Ursachen von Unfruchtbarkeit. Meistens können die Ärzte herausbekommen, woran es im Einzelfall liegt: An verschlossenen Eileitern, Endometriose, Fehlbildung der Gebärmutter, Entzündungen der Fortpflanzungsorgane, einer mangelhaften Ausschüttung der Hormone Östrogen und Progesteron – es gibt viele Ursachen für Unfruchtbarkeit. Auch die schlechte Spermaqualität des Mannes kann der Grund sein. Trotzdem findet sich bei etwas mehr als zehn Prozent aller Paare mit unerfülltem Kinderwunsch kein medizinischer Grund.
Liegt eine Diagnose für Unfruchtbarkeit vor, gibt es verschiedene Behandlungsformen. Basis ist die genaue Zyklus-, Körper- und Hormonbeobachtung der Frau sowie eine Spermienanalyse (Spermiogramm). Frauen wird bei unerfülltem Kinderwunsch als Behandlung gegen die Unfruchtbarkeit oft eine Hormontherapie empfohlen, vor allem bei einem fehlenden Eisprung, gestörter Eizellreifung, hormonellen Störungen wie Gelbkörperschwäche oder erhöhtem Prolaktinwert. Eine direkte Einflussnahme auf die Samenzellen des Mannes ist dagen nicht möglich. Allerdings gibt es mittlerweile - teilweise sogar rezeptfreie - Medikamente auf der Grundlage von Mikronährstoffen, die der Mann zur Samenzellreifung benötigt.
Eine gute Option bei Unfruchtbarkeit kann eine Kinderwunschpraxis sein. Ihr Frauenarzt informiert Sie näher.
Eine weitere Chance bei Unfruchtbarkeit bietet die „künstliche Befruchtung“. Dabei unterscheidet man die Möglichkeiten der Insemination (Samenübertragung), In-vitro-Fertilisation (IVF) sowie Intrazytoplasmatischen Spermieninjektion (ICSI).
Und der sanfte Weg? Auch viele alternative Heilmethoden sollen sich beim Schwanger werden schon bewährt haben, unter anderem sollen auch Mönchspfeffer-Präparate aus der Apotheke bei Unfruchtbarkeit helfen. Doch belegbare „Erfolgsquoten“ über die Heilpflanze gibt es ebenso wenig wie über die fruchtbarkeitssteigernde Wirkung von Homoöpathie, Traditioneller Chinesischer Medizin, Akupunktur und Hypnose.