Konfliktlösung: 5 Tipps für's richtige Streiten

- Konflikte gibt es in jeder Beziehung – und das ist auch gut so. Selbst die glücklichsten Pärchen streiten sich hin und wieder. Auseinandersetzungen müssen nicht zwangsläufig das Ende einer Beziehung bedeuten, sondern sie können sie sogar stärker machen. Es kommt lediglich darauf an, mit Konflikten richtig umzugehen …

Und wenn ihr auch noch so überglücklich und verliebt seid, irgendwann wird es garantiert krachen zwischen euch und eurem Partner. Damit ihr auch während und nach dem Streit noch überglücklich und verliebt seid, solltet ihr euch mal mit dem Thema Achtsamkeit beschäftigen. In der buddhistischen Lehre und in der Meditationspraxis gilt Achtsamkeit nämlich als eine wichtige Methode zur Verminderung von Leiden (zum Beispiel durch Konflikte). Davon können vor allem Pärchen profitieren. Forscher konnten sogar nachweisen, dass Paare, die gemeinsam ihre Achtsamkeit trainieren, bedeutend zufriedener sind. Die Achtsamkeitsexperten von 7mind, einer Meditationsapp fürs Smartphone, die siebenminütige Meditationen zu Themen wie Beziehung, Angst, Kreativität, Konzentrationsfähigkeit oder Schlafproblemen anbietet, haben uns deshalb fünf Tipps gegeben, wie Pärchen richtig streiten und Konflikte lösen können.  

1. Gelassen bleiben!

Gelassenheit ist die beste Prävention für Streit. Also geht nicht gleich an die Decke, wenn euer Partner mal wieder die Zahnpasta offen liegen lässt. Oft lässt sich überflüssiger Streit vermeiden, wenn man ruhig und gelassen bleibt und kurz in sich geht: Muss man den Partner deswegen wirklich gleich anschreien oder reicht es, ihn darum zu bitten, die Zahnpasta künftig nach dem Benutzen aufzuräumen? Der österreichische Neurologe Viktor Frankl nannte das den "Raum zwischen Reiz und Reaktion“, der es uns ermöglicht, zu entscheiden, wie wir bei einem Konflikt am besten handeln.

2. Achtsam sein!

Wenn ihr nicht wollt, dass euer Streit eskaliert, ist eine bewusste, achtsame Kommunikation unerlässlich. Wenn gerade die Fetzen fliegen, fallen schnell fiese Anschuldigungen, die vielleicht gar nicht fair sind. Statt euren Partner auszuschimpfen für etwas, das er falsch gemacht hat, solltet ihr ihm lieber mitteilen, was ihr euch von ihm wünscht. Euer Gegenüber wird darauf viel besser reagieren als auf wütende Vorwürfe.

3. Mitgefühl haben!

Zu einem Streit gehören immer zwei Parteien. Bei einem Konflikt ist es deshalb so wichtig, empathisch zu sein und Mitgefühl mit dem Partner zu haben. Der Streit belastet nicht nur euch selbst, sondern auch euer Gegenüber. Wie geht es ihm dabei, wenn ihr ihm gemeine Sachen an den Kopf werft? Und wie fühlt ihr euch, wenn er euch verletzt hat? Um sich in Streitsituationen zu verdeutlichen, dass man es immer noch mit einem geliebten Menschen zu tun hat, ist Mitgefühl für euren Partner und – ganz wichtigauch für euch selbst von großer Bedeutung. Das hilft dabei, eine Eskalation zu vermeiden.

4. Positiv sein!

Im Streit sind wir ja selten sachlich. Da fallen manchmal harte Worte, die großen Schaden anrichten können. So neigt unser Gehirn dazu, negative Erfahrungen stärker zu bewerten, als positive. Tatsächlich braucht unser Gehirn fünf positive Bemerkungen einer nahestehenden Person, um eine einzig negative auszugleichen. Versucht im Streit also positiv zu bleiben. Klar, euch nervt etwas, das euer Partner getan hat, aber fokussiert euch nicht nur darauf. Findet auch etwas, wofür ihr ihn loben könnt. Positiv zu sein und bleiben ist der beste Ausweg aus der Negativspirale!

5. Beim Thema bleiben!

Konflikte können wie Treibsand sein – man verfängt sich immer tiefer in ihnen und auf einmal werden uralte Fässer aufgemacht. Dass das nicht zielführend ist, liegt auf der Hand. Wenn es zum Streit kommt solltet ihr deshalb beim Thema bleiben. Diskutiert den Kern des Konfliktes, nicht eine Bemerkung, die euer Partner vor zwei Monaten gemacht hat. Gelassenheit, Achtsamkeit, Empathie und eine positive Einstellung helfen dabei, auf das eigentliche Thema fokussiert zu sein. So könnt ihr ein kleines Problem nach dem anderen lösen, bevor alle kleinen Probleme zu einem Riesenproblem werden.