Schwangerschaftsübelkeit – das hilft gegen das flaue Gefühl

Etwa die Hälfte bis zwei Drittel aller Schwangeren hat mit ihr zu kämpfen: Schwangerschaftsübelkeit in den ersten zwölf Schwangerschaftswochen. Wie Sie gut durch diese Zeit kommen und was am besten hilft, verraten wir Ihnen hier.

Schwangerschaftsübelkeit

Leiden Sie unter Schwangerschaftsübelkeit? Dann lesen Sie, wie es erträglicher wird. Halten Sie durch! (Bild: Getty Images)

Während der Frühschwangerschaft (1.-12. Woche), insbesondere zwischen der 6. und 12. Woche werden viele Frauen von morgendlicher Schwangerschaftsübelkeit geplagt – in schlimmen Fällen hält das flaue Gefühl den ganzen Tag an. Schwangerschaftsübelkeit wird meist von einem hohen Hormonspiegel ausgelöst, dem Schwangerschaftshormon HCG (Human Choriongonadotropin) – Grund für Schwangerschaftsübelkeit soll der Schutz des Kindes sein. Die gute Nachricht ist jedoch, dass sich die Hormone nach der 12. Woche meist eingependelt haben bzw. sich der Körper daran gewöhnt hat, und somit auch die Übelkeit verschwindet. Ganz selten gibt es jedoch Betroffene, die über die gesamte Schwangerschaft damit zu kämpfen haben. Damit Sie die Zeit trotzdem gut herumbekommen und Ihre Schwangerschaft ohne ständige Übelkeit genießen können, haben wir ein paar Tipps für Sie zusammengestellt:
1. Vermeiden Sie zu starke Gerüche bzw. Düfte, insbesondere Kaffee, Zigarettenrauch, Parfüm und stark bzw. scharf gewürzte Speisen.

2. Viele Frauen mögen plötzlich den Geschmack von Eiern, Fisch oder Fleisch nicht mehr, insbesondere den Geschmack von fetthaltigen Speisen. Probieren Sie vorsichtig aus, was Sie noch vertragen und verbannen Sie ansonsten diese Lebensmittel für eine Zeit lang von Ihrem Speisezettel.

3. Teilen Sie die Mahlzeiten in mehrere kleine Portionen auf und essen Sie immer wieder über den Tag verteilt. So muss der Magen nicht gleich gegen große Mengen rebellieren und behält die kleinen eher bei sich.

4. Vielen Frauen hilft Ingwer-Tee gegen die lästige Übelkeit. Ingwer gilt allgemein als "gut gegen Übelkeit". Doch Vorsicht, in der zweiten Schwangerschaftshälfte wirkt er austreibend - da gilt dann: Finger weg von Ingwer!

5.Essen und trinken Sie eine Kleinigkeit, während Sie noch im Bett liegen (abends bereits vorbereiten, nicht aufstehen!). Beginnen Sie mit einem Schluck Wasser oder einem Getränk Ihrer Wahl, dessen Geruch Sie mögen.

6. Falls Sie Flüssigkeiten nicht hinunter bekommen, versuchen Sie, möglichst wasserhaltige Lebensmittel (Obst, Gemüse) zu essen, z. B. Melone, Gurke.

7. Akupressurpunkt am Handgelenk aktivieren: Den Akupressurpunkt Kei-Nuan finden Sie, indem Sie die Handfläche nach oben drehen und drei Finger breit hinter der Handgelenksfalte abmessen. Direkt dahinter in der Mitte liegt der Punkt. Es gibt dafür auch sogenannte Sea Beads - das sind Armbändchen mit einem Plastikknopf, der diesen Punkt stimuliert (gibt's in Apotheken).

8. Ätherische Öle wie Pfefferminze oder Zitrone können ebenfalls helfen. Versuchen Sie es zunächst mit 1-2 Tropfen in einem Wasserschälchen und atmen Sie den wohltuenden Duft ein.

9. Bei Hyperemesis gravidarum (extreme Form von Schwangerschaftsübelkeit mit fortwährendem Erbrechen) gibt es verschreibungspflichtige Medikamente, die unbedenklich für Ihr Kind sind. Fragen Sie Ihren Gynäkologen.