Schwanger trotz Periode - geht das?

- Kennt ihr auch die Geschichten von Frauen, die behaupten, nichts von einer Schwangerschaft bemerkt zu haben? Und die dann völlig erstaunt sind, dass sie nach vermeintlichen Bauchkrämpfen plötzlich ein Baby in den Händen halten oder zumindest erst nach einigen Monaten erfahren, dass sie guter Hoffnung sind? Kann doch nicht sein, haben wir uns gedacht und wollen diesem Phänomen mal nachgehen: Schwanger trotz Periode - geht das?

Schwanger trotz Periode, wie kann das sein?

Schwanger trotz Periode?

Einnistungsblutung oder Periode?

Eine Einnistungsblutung, auch Nidationsblutung genannt, ist typisch in den Anfängen einer Schwangerschaft. Mit einer Periode im herkömmlichen Sinne hat sie jedoch nichts zu tun. Vielmehr sorgt eine Einnistungsblutung im wahrsten Sinne des Wortes dafür, dass sich die befruchtete Eizelle in die Gebärmutter einnisten kann. Viele Frauen halten sie dennoch für ihre Regel und glauben danach, dass sie schwanger trotz Periode wurden.

Es gibt aber noch weitere Anzeichen, dass es sich um eine Einnistungsblutung handelt: Sie findet im Zyklus früher statt als die Periode, nämlich circa vier bis sechs Tage nach der Befruchtung der Eizelle und nicht etwa 14 Tage nach dem Eisprung. Außerdem ist sie oft deutlich schwächer ausgeprägt und heller oder rötlicher als die Periode. Dennoch solltet ihr eine vermeintliche Nidationsblutung nicht als Bestätigung einer Schwangerschaft werten, sondern lieber einen Test machen oder zum Arzt gehen.

Blutung ist hormonbedingt

Das mit den Hormonen ist ja immer so eine Sache, denn sie können uns ganz schön durcheinander bringen. Während einer Schwangerschaft ist das natürlich noch wahrscheinlicher, deswegen kann es auch trotz Befruchtung der Eizelle zu einer Blutung kommen. Zwar ist sie nicht so stark wie eine normale Periode, dennoch kann es passieren, dass manche Frauen sie für eine halten - und wenig später berichten: Schwanger trotz Periode? Mir ist das passiert!

Auch im normalen Zyklus können immer mal wieder Zwischen- oder Schmierblutungen auftreten. Auslöser kann zum Beispiel Stress sein. Wenn ihr aber sowieso schon befürchtet, dass ihr schwanger sein könntet, macht lieber einen Test und geht auf Nummer sicher. Sollten die Blutungen ungewöhnlich lange andauern oder von Schmerzen begleitet werden, weiß euer Arzt Rat.

Schwanger trotz Pille

Das Wichtigste vorweg: Die Periode während der Einnahme der Antibabypille ist keine natürliche Monatsblutung, sie wird durch Hormone gesteuert - und trotz Verhütung kann man schwanger werden. Die Pille ist das bisher sicherste Verhütungsmittel für die Frau: Bei richtiger Einnahme wird nur circa eine von 1000 Frauen schwanger. Sie wirkt über eine Kombination aus Östrogen und Gestagen, zwei Hormone, die normalerweise die Reifung der Eizelle und den Eisprung regeln. Die Pille simuliert eine Schwangerschaft - gaukelt dem Körper also vor, dass die Gebärmutter bereits von einem befruchteten Ei besetzt ist und keine weiteren Eier mehr produziert werden müssen. Vorsicht ist geboten, wenn ihr die Pille vergessen oder ihr zum Beispiel einen Magen-Darm-Virus habt. Dann nämlich kann es passieren, dass die Wirkstoffe der Pille nicht richtig vom Körper aufgenommen werden und eine Blutung einsetzt, die ihr fälschlicherweise für eure Periode haltet. Und schwupps ist das mit dem schwanger Werden trotz Pille gar nicht mehr so weit hergeholt.