Regelschmerzen und PMS - was ihr dagegen tun könnt

Ein Drittel bis die Hälfte aller Frauen im gebärfähigen Alter wissen, was jeden Monat wieder auf sie zukommt: Von leichten Stimmungsschwankungen bis hin zu depressiver Verstimmtheit, Bauchschmerzen und Wassereinlagerungen, Müdigkeit, Erschöpfung oder einfach schlechter Laune. PMS, das prämenstruelle Syndrom, wir meist begleitet von Regelschmerzen vorm Einsetzen der Periode. Einige Frauen merken die Veränderungen in den Tagen vor ihrer Regelblutung stärker, andere weniger. Wir verraten, wie ihr die Tage vor den Tagen nahezu schmerzfrei übersteht!

Frau mit PMS

Regelschmerzen sind für Frauen kein Zuckerschlecken. Was ihr gegen die Symptome tun könnt, erfahrt ihr hier.

Das so genannte "prämenstruelle Syndrom" hat viele Gesichter und Erscheinungsformen. Wer betroffen ist, wird in der zweiten Zyklushälfte, also in den 14 Tagen vor Einsetzen der Menstruation, davon befallen. Drei bis acht Prozent davon sogar so stark, dass sie unter PMDS, der prämenstruellen dysphorischen Störung leiden und sie sogar in ihrem Job und ihrem sozialen Umfeld durch die Regelschmerzen wesentlich beeinträchtigt werden. Was könnt ihr tun, um euch besser zu fühlen? Wir haben hilfreiche Tipps gegen PMS für euch zusammengestellt.

Das hilft gegen PMS:

1. Führt ein Zyklustagebuch, in dem ihr neben den Beschwerden auch andere Ereignisse (z. B. einen größeren Streit) festhaltet. So behaltet ihr den Überblick über den Zeitpunkt, wann genau die Symptome auftreten.

2. Vermeidet in den Tagen vor der Menstruation salzreiche Speisen, Alkohol, Koffein und zuviel Schokolade. Insbesondere Koffein entzieht dem Körper Wasser und verstärkt dadurch bestimmte Symptome.

3. Am besten man trinkt viel stilles Mineralwasser, so dass der Körper wichtige Nährstoffe erhält. Kamillen- und Melissentee sind ebenfalls zu empfehlen, da sie beruhigende Wirkstoffe enthalten.

4. Gegen Bauch- und Rückenschmerzen während der Periode hilft ein heißes Bad. Ein Badezusatz (z.B. Lavendel) trägt zur Entspannung bei.

5. Auch wenn es schwer fällt – beweget euch! Entspannender Sport wie Spazierengehen, leichtes Joggen, Schwimmen und Radfahren erhöhen die Durchblutung und lösen Krämpfe in der Gebärmutter. Allerdings nicht übertreiben, dann passen Sport und Periode gut zusammen!

6. Das beste Mittel gegen das PMS Symptom schlechte Laune: Gute Laune! Überwindet den inneren Schweinehund und rafft euch zu einem Stadtbummel mit der besten Freundin auf, kocht ein leckeres Gericht anstatt zur Fertigpizza zu greifen oder leiht die Lieblings-DVD aus.

7. Entspannungsübungen (Autogenes Training, Yoga) helfen bei Gereiztheit und Empfindlichkeit. Auch zuhause könnt ihr abschalten: Legt ruhige Musik ein, schließt die Augen und konzentriert euch für zehn Minuten nur aufs Ein- und Ausatmen.

8. In besonders schweren Fällen von PMS ist eine medikamentöse Behandlung abzuwägen. Hierbei können Schmerzmittel, hormonelle Verhütungsmittel, eine Behandlung mit Hormonen oder wasserausschwemmenden Mitteln eingesetzt werden. Dazu muss jedoch unbedingt gynäkologischer Rat eingeholt, und die Stärke und Dauer der Anwendung ärztlich abgeklärt werden.

9. Achtet auf eine genügende Magnesium-, Kalzium-, Vitamin A- und D- sowie Zinkzufuhr. Magnesium hilft bei Migräne, Verdauungsproblemen und Ängstlichkeit, Kalzium spielt eine Schlüsselrolle bei der Vermittlung von Botschaften im Gehirn (Stimmungsschwankungen!) und wirkt am besten zusammen mit Vitamin D, Zink unterstützt das Immunsystem und arbeitet besonders effizient in Kombination mit Vitamin D. Mineralstoffe und Zyklus sind also eine gute Kombi um den PMS-Snydromen aus dem Weg zu gehen.

10. An pflanzlichen Stoffen verspricht insbesondere das Johanniskraut Linderung der Symptome. Achtung: Darf nicht zusammen mit der Pille angewandt werden!
Johanniskraut dient seit Jahrhunderten als Mittel zur Wundheilung. In der Kosmetik werden Johanniskrautextrakte als durchblutungsfördernde Badezusätze und für pflegende und hautregenerierende Präparate verwendet.

PMS hat viele Gesichter

Der Zusammenhang zwischen dem seelischen Befinden und dem Menstruationszyklus ist schon seit der Antike bekannt – ein Heilmittel gibt es leider bis heute nicht. Das liegt vor allem an den über 100 Symptomen, die mit dem PMS auftreten … Besonders häufig sind Kopf- und Unterleibsschmerzen, Abgeschlagenheit, Reizbarkeit und Weinerlichkeit.

Auch plötzliche auftretende Akne (der verhasste Menstruationspickel ...), Rückenschmerzen, Schwellungen im Gesicht, am Bauch und den Beinen sowie Schlaf- und Konzentrationsprobleme sind typische Anzeichen für PMS – wenn die Symptome in besagtem Zeitfenster auftreten. Einen Test, der PMS eindeutig diagnostiziert, gibt es nicht, denn die genaue Ursache ist bisher unbekannt. Klar ist, dass die Sexualhormone Östrogen und Gestagen eine Schlüsselrolle spielen, aber warum die eine Frau betroffen ist und eine andere nicht, ist damit nicht zu erklären.
Auch wenn es aufgrund der Vielzahl und unterschiedlichen Stärke der Symptome keine Standardtherapie gibt, kann man einiges gegen PMS tun.