Pap-Test: Alle Infos zur Krebsvorsorge

- Der Pap-Test gehört zum Untersuchungsprogramm bei der jährlichen Krebsvorsorge für Frauen. Er ist wichtig, denn mithilfe des Pap-Tests können schon Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Wir haben für euch recherchiert, wie der Pap-Test funktioniert, wie sicher er ist und was die Ergebnisse des Pap-Tests bedeuten.

Wie funktioniert ein Pap-Test und was bedeuten die Ergebnisse? Wir klären auf!

Wie funktioniert ein Pap-Test und was bedeuten die Ergebnisse? Wir klären auf!

Kennt ihr das auch? Vorsorgeuntersuchungen wie die beim Gynäkologen vergessen wir ganz gerne. Ein wichtiger Punkt bei der jährlichen Krebsvorsorge ist der Pap-Test, bei dem untersucht wird, ob ihr an Gebärmutterhalskrebs erkrankt seid oder Vorstufen vorhanden sind.

Von PAP1 über PAP3D (auch PAP IIId genannt) bis hin zu HPV, PAP4 und Pap5 erklären wir euch die ganzen Abkürzungen beim PAP-Abstrich unten genau!

In den meisten Fällen ist das Ergebnis unverdächtig und auch wenn es auffällig ist, heißt das nicht automatisch, dass ihr Krebs habt. Oft sind auch nur akute Entzündungen an einem auffälligen Abstrich schuld. Weshalb die Vorsorge so wichtg ist: Mit dem Pap-Test kann euer Arzt bereits Krebsvorstufen feststellen – also Zellveränderungen der Gebärmutterhalsschleimhaut aufspüren – aus denen sich Krebs entwickeln könnte.

10 Fragen und Antworten zum Pap-Test
  • Wie funktioniert der Pap-Test?

    Der Arzt entnimmt mit einem kleinen Bürstchen oder einem Wattestäbchen Schleimhautzellen vom Muttermund. Den sogenannten Abstrich streicht er auf ein Glasplättchen, färbt ihn ein und untersucht ihn dann unter dem Mikroskop auf Veränderungen. Der Abstrich wird eingefärbt, um die Form und das Aussehen der Zellen gut erkennen und beurteilen zu können. Einige Frauen empfinden die Untersuchung als unangenehm, sie tut in der Regel aber nicht weh.

  • Wie sicher ist der Pap-Test?

    Der Pap-Test gilt als erfolgreichster „Krebstest“ aller Zeiten und hat eine Treffsicherheit von 80 bis 90 Prozent. Da es einige Jahre dauert, bis sich aus einer Krebsvorstufe tatsächlich Krebs entwickelt, ist es wichtig regelmäßig zur jährlichen Vorsorgeuntersuchung zu gehen, in deren Rahmen der Pap-Test durchgeführt wird. Dann können Krebsvorstufen rechtzeitig erkannt und behandelt werden, sodass sich Krebszellen erst gar nicht bilden können.

  • Was bedeutet das Ergebnis Pap I?

    Alles okay, die Zellen sehen vollkommen gesund aus. Ein neuer Abstrich wird erst bei der nächsten Vorsorgeuntersuchung gemacht. Diesen Befund haben meistens Mädchen und Frauen, die noch keinen Sex und auch noch keine Infektion hatten.

  • Was bedeutet das Ergebnis Pap II?

    Auch hier besteht kein Grund zur Sorge. Die Zellen zeigen zwar leichte entzündliche Veränderungen, die sind aber unverdächtig und gutartig (das heißt kein Krebs). Gründe dafür gibt es viele, zum Beispiel eine Infektion mit Chlamydien oder anderen Bakterien oder Pilzen, das Tragen einer Spirale oder hormonelles Ungleichgewicht. Der nächste Abstrich wird entweder nach einem Jahr bei der nächsten Routine-Kontrolle oder nach Abschluss der Behandlung (zum Beispiel nach der Antibiotika-Behandlung bei einer Chlamydien-Infektion) gemacht. Die meisten Frauen haben diesen Befund.

  • Was bedeutet das Ergebnis Pap IIw oder Pap IIk?

    "W“ steht für "wiederholen“, "k“ steht für "kontrollieren“. Der Arzt macht einen neuen Abstrich, weil der erste verunreinigt ist (zum Beispiel durch Blut) oder weil im Abstrich nicht genug Zellen vorhanden sind. In beiden Fällen wird der erste Abstrich als "nicht sicher“ eingestuft, das heißt aber nicht, das Verdacht auf Krebs besteht.

  • Frage 6: Was bedeutet das Ergebnis Pap III?

    Der Abstrich ist nicht eindeutig. Die Zellen sind stark entzündet und/oder verdächtig verändert, es wurden aber keine Krebszellen gefunden. Der Grund dafür kann eine akute Entzündung sein, das Ergebnis kann aber auch ein Hinweis auf eine Krebsvorstufe sein.

  • Was bedeutet das Ergebnis Pap IIID?

    "D“ steht für "Dysplasie“. Dysplasie ist der medizinische Fachausdruck für veränderte Zellen am Gebärmutterhals. Die Ursache für die Veränderung kann zum Beispiel eine HPV-Infektion (Humane Papilloma-Viren) sein. Das ist eine sexuell übertragbare Virusinfektion. In den meisten Fällen ist sie vollkommen harmlos und heilt aus, ohne dass sie überhaupt bemerkt wird.

  • Was bedeutet das Ergebnis Pap IVa?

    Die Zellen der Gebärmutterschleimhaut sind schwer verändert. Bei solchen Veränderungen sprechen Ärzte von Krebsvorstufen, die sich nicht von alleine zurückbilden. Das betroffene Gewebe wird deshalb mit einem kleinen operativen Eingriff vollständig entfernt. Wenn ihr regelmäßig zur Routine-Kontrolle bei eurem Gynäkologen geht und euer Befund immer unauffällig ist, ist es sehr unwahrscheinlich, dass ihr plötzlich das Test-Ergebnis Pap IVa habt. In den allermeisten Fällen wurde davor schon Pap III oder Pap IIID festgestellt.

  • Was bedeutet das Ergebnis Gruppe IVb?

    Der Abstrich zeigt schwere Veränderungen und es besteht Verdacht auf Krebs im Frühstadium. Der Tumor kann aber auch bereits weiter fortgeschritten sein. Der Arzt wird das Ergebnis sofort mit weiteren Untersuchungen (wie einer Gewebeentnahme) abklären und je nach Ergebnis die Behandlung einleiten.

  • Was bedeutet das Ergebnis Pap V?

    Im Abstrich wurden Zellen eines bösartigen Tumors nachgewiesen. Der Arzt entnimmt sofort eine Gewebeprobe (zum Beispiel bei einer ambulanten Biopsie) um zu bestimmen, wie weit sich die Zellen im Gewebe des Gebärmutterhalses ausgebreitet haben.