Oxytocin - das Kuschelhormon

- Oxytocin ist ein typisches Frauenhormon, das beim Orgasmus, bei der Geburt, beim Stillen, bei zärtlicher Berührung und sogar beim Singen ausgeschüttet werden kann. Als Spray machte es die Menschen in wissenschaftlichen Studien sogar mitfühlender! Wir haben uns über das sogenannte "Kuschelhormon" schlau gemacht und euch die wichtigsten Fakten zusammengetragen!

Wir haben uns über das "Kuschelhormon" Oxytocin schlau gemacht.

Oxytocin bedeudet übersetzt "schnell gebärend" und ist ein Neuropeptid aus der Gruppe der Proteohormone. Das Hormon wird in der Hirnanhangsdrüse gespeichert und hat im ganzen Körper Rezeptoren, an denen es "andocken" kann. Am dichtesten sind die Rezeptoren im Gehirn im Mandelkern (Amygdala), dem Schlüsselareal für die Verarbeitung von Emotionen.

Oxytocin ist ein typisches Frauenhormon. Es löst bei der Geburt die Kontraktionen der Gebärmutter aus und leitet somit die Wehen ein, außerdem stimuliert es den Milchaustritt aus der Mutterbrust. Forscher glauben, dass das die Mutter-Kind-Beziehung besonders prägt. Oxytocin ist an beinahe allen Prozessen im Körper beteiligt, die mit Sex und Geburt zu tun haben.

Oxytocin wird beim Stillen ausgeschüttet

Doch nicht nur das. Oxytocin wird ebenfalls bei zärtlichen Berührungen und vermehrt beim Orgasmus ausgeschüttet. Das "Kuschelhormon" senkt Angst- und Stresssymptome und macht uns emotional kompetenter - das haben Wissenschaftler mit Hilfe eines mit Oxytocin angereicherten Nasensprays bei ihren Probanden - auch den männlichen! - herausgefunden. Aus diesen Gründen rückt das Hormon vermehrt in den Fokus der Medizin. Es könnte dazu dienen, soziale Phobien und Autismus zu mindern, legen neueste Studien nahe.

Nach Verabreichung von Oxytocin fiel es Probanden leichter, Vertrauen zu fassen und selbst nach einem Vertrauensbruch nicht die Zuversicht in andere zu verlieren.

Oxytocin wird auch als "Treuehormon" bezeichnet. Es stärkt das Vertauen zu den Mitmenschen, macht bindungsfähiger und beruhigt. Es könnte sogar Oxytocin sein, dass uns Frauen manchmal Sex mit Liebe verwechseln lässt. Oft genug hat man sich nach einer Beziehung gefragt, was man eigentlich an dem Ex-Freund attraktiv oder anziehend fand. Vielleicht war schlicht und ergreifend das Oxytocin schuld...