Neue Studie besagt, dass die Pille vor Krebs schützt

Die Anti-Baby-Pille ist nicht nur eines der sichersten Verhütungsmittel, sondern soll einer neuen Studie nach angeblich auch gegen Krebs schützen. Wir erinnern uns: Vor einigen Jahren noch stand die Pille eher im Verdacht, das Krebsrisiko zu erhöhen. Aber nein: eine neue Studie gibt Entwarnung! Worum es in der Studie geht und welche Krebsarten gemeint sind, erfahrt ihr hier.

Sie sollen nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft schützen, oder bei Pickeln helfen - nein, die Substanzen der Antibabypille sollen auch die Wahrscheinlichkeit einer Krebserkrankung senken. Zumindest wollen das die Autoren des Artikels Lifetime cancer risk and combined oral contraceptives: the Royal College of General Practitioners’ Oral Contraception Study, der im American Journal of Obstetrics and Gynecology veröffentlicht wurde, herausgefunden haben.

Wer die Antibabypille nimmt, hat seltener Krebs

Die Wissenschaftler haben demnach Daten von 46.000 Frauen ausgewertet, die seit dem Jahr 1968 mit der Antibabypille verhütet haben. Und tatsächlich soll sich gezeigt haben: Eierstocktumore, Dickdarmkrebs und Tumore an der Gebärmutterschleimhaut traten seltener bei Frauen auf, die die Pille nahmen.

In einem Interview von Werner Bartens in der SZ schreibt die Autorin der Studie Lisa Iversen der Pille sogar einen schützenden Effekt noch bis zu 30 Jahre nach Absetzen der Pille zu. Der Schutz gegen Brustkrebs konnte leider bisher nicht bewiesen werden.

Doch neben weiteren recht angenehmen Fähigkeiten, wie besserer Haut oder größeren Brüsten erhöht die Einnahme der Antibabypille auch das Risiko von Stimmungsschwankungen und Depression und führt immerhin bei 5-7 von 10.000 Frauen mit "Pillen der zweiten Generation" zu Thrombosen (bei "Pillen der dritten Generation" sind es 9-11), so Bartens in der SZ.

Eine Thrombose kann aber auch bekommen, wer sich zu wenig bewegt oder raucht.  Welche Pillen sich wie verhalten, könnt ihr in unserem großen Pillen-Vergleich herausfinden: