Liebeskummer: Was er mit euch macht

Wer kennt ihn nicht, den großen Schmerz, der sich nach und während einer Trennung einstellt. Liebeskummer kann so schlimm sein. Und wenn es gerade eine von euch erwischt haben sollte, dann seid ihr hier richtig aufgehoben, oder zumindest schon mal zehn Minuten abgelenkt. Wir haben euch alle wichtigen Studien zum Thema Liebeskummer zusammengefasst, eingerahmt von den schlimmsten Herzschmerzsongs soll euch das ein bisschen über die Trennung hinweg helfen.

Liebeskummer

Hier erfahrt ihr alles aber auch wirklich ALLES über Liebeskummer!

Die 8 Phasen von Liebeskummer

So, jetzt erst mal Butter bei die Fische: Was passiert eigentlich mit uns, wenn wir unter Liebeskummer leiden? Gott sei Dank hat sich auch damit schon eine Studie beschäftigt. Hier kommen die acht Stadien einer Trennung:

1. Leugnen

Ganz á la, das kann doch nicht wahr sein. Oder auch: Das ist doch jetzt nicht wirklich passiert... Zu akzeptieren, dass man soeben verlassen wurde, ist in dieser Phase beinahe undenkbar.

2. Trauer und Verzweiflung

Wenn dann die Akzeptanz Einzug hält, dann ist die Trauer groß. Die große Leidensphase ist damit eingeläutet und wir heulen uns die Augen aus. Außerdem überkommt uns das Verlangen nach Kontakt zum Ex, weil wir uns so einsam fühlen.

3. Angst

Und dann kommt die Angst. Die Angst, wir würden für immer alleine bleiben, nie wieder Liebe finden und WIE soll es überhaupt ohne Ihn weitergehen.

4. Wut

Der Arsch! Der weiß gar nicht, was er an mir hatte... Ich hab was Besseres verdient. - Diese Phase tut gut und damit wird die Befreiungsphase eingeläutet. Es wird schon ein bisschen besser.

5. Selbstzweifel und Schlud

Dann wird es nochmal hart. Wir beginnen an uns selbst zu zweifeln. Hätten wir uns anders verhalten, vielleicht wäre er dann geblieben. Und wenn wir Schluss gemacht haben, dann stellen wir uns in dieser Phase die Frage, ob unsere Entscheidung wirklich richtig war.

6. Eifersucht

Plötzlich spukt in unserem Kopf die Vorstellung von Ihm mit einer anderen und wir drehen beinahe komplett durch. Was, wenn er jetzt schon eine Neue hat?

7. Verwirrung

Diese Phase tritt vor allem dann ein, wenn wir besonders lange mit unserem "Ex" zusammen waren. Wir sind verwirrt und neigen dazu, uns selbst und unsere Taten zu hinterfragen. Auch kommt ein Gefühl der Unvollständigkeit auf.

8. Befreiung

Und dann kann es ganz schnell gehen: Man fühlt sich irgendwie befreit. Bemerkt, dass die negativen Gedanken verebben und man sich plötzlich wieder über kleine Dinge freuen kann. Geschafft.

Was tun bei Liebeskummer?

Und was macht man wenn man noch in den frühen Phasen von Liebeskummer steckt? Gebt euch Zeit, das Beziehungsende zu verarbeiten - alleine. Auch wenn ihr im Guten auseinandergegangen seid, ist es bei Liebeskummer erstmal wichtig, den "Ex" zu meiden. Lasst eure Gefühle zu, sprecht mit Freunden oder führt Tagebuch. Das hilft euch dabei, eure Gefühle zu verarbeiten. Nehmt euch Zeit für euch alleine, um wieder zu emotionalen Kräften zu kommen. Was ihr auf gar keinen Fall bei Liebeskummer tun solltet? Stürzt euch mit einem gebrochenem Herz nicht sofort in das nächste Abenteuer oder eine neue Beziehung. Rebound-Beziehungen halten in den seltensten Fällen. Also seid nicht unfair zu anderen und erspart euch selbst den Stress und Kummer!

Haben Männer oder Frauen den größeren Liebeskummer?

Den Briten sei Dank, gibt es auch dazu ein Studie. Diese zielt etwas mehr auf den evolutionären Aspekt ab. An der Universität von Binghamton und London wurden 5.705 Menschen aus 96 Ländern gebeten ihren körperlichen und emotionalen Schmerz nach einer Trennung auf einer Skala von eins (kein Schmerz) bis zehn (unerträglicher Schmerz) einzuordnen. Dabei stuften Frauen ihren emotionalen Schmerz höher ein (6,84) als Männer (6,58). Unter emotionalen Schmerz wurden Gefühle wie Angst, Trauer und Depression verbucht.

Auch der physische Schmerz wurde von Frauen höher eingestuft als von Männern. So wiesen Frauen Zustände wie Schlaflosigkeit, Panikattacken und Appetitlosigkeit im Schnitt eine 4,21 zu und Männer eine 3,75.

Haben Männer also seltener Liebeskummer?

Anscheinend schon. Doch die Forscher begründen diese Erkenntnis mit einem evolutionären Aspekt. Während die Frau auch nach kurzer Zusammenkunft schwanger werden kann und sich dadurch ihr Leben komplett verändern kann, bleibt ein Mann eher unbehelligt davon und kann nach dem Akt ohne weiteres die Segel streifen. Deshalb suchen sich Frauen Männer unterbewusst danach aus, gegebenenfalls auch mit ihnen zusammenzubleiben. Umso schmerzhafter ist dann eine Trennung.

 

Das passiert im Körper bei Liebeskummer

Ob ihr es glaubt oder nicht, auch euer Körper leidet bei einem Beziehungsende. Neben Depressionen und Appetitlosigkeit, den gängigen Nebenerscheinungen von Herzschmerz, können auch noch andere Gebrechen auftreten. So kann man auch unter körperlichen Schmerzen leiden. Warum? Laut einer Studie auf medicalnewstoday.com reagiert das Gehirn bei Liebeskummer wie bei physischem Schmerz. Weshalb man regelrecht von Herzschmerz ausgehen kann. Auch kann der Stress einer Trennung den Körper so schwächen, dass das Immunsystem beeinträchtigt wird. Und das ist nicht alles: Tatsächlich kann es bei einer Trennung auch zu richtigen Entzugserscheinungen kommen. Im Journal of Neurophysiology wurde eine Studie veröffentlicht, die besagt bei einer Trennung werde derselbe Teil des Gehirns aktiviert, der auch bei Kokainsucht aktiviert wird.

Beeinflusst die letzte Trennung die neue Beziehung?

Natürlich tut sie das. So können gerade Betrogene nur schlecht wieder Vertrauen fassen und die, die gerade betrogen haben, ziehen sich gerne erstmal zurück und trauen sich selbst nur noch schlecht über den Weg. Paare, die freundschaftlich auseinander gegangen sind können oftmals schlecht loslassen und halten sich noch immer ein Türchen offen, vielleicht klappt es ja doch nochmal. 

Fazit: Eine Trennung ist einfach immer scheußlich, aber vielleicht haben euch diese ganzen Erkenntnisse ja schon etwas weitergebracht oder wenigstens ein bisschen vom Kummer abgelenkt. Kopf hoch, bald kommt Phase 8!