Libido - Alles über das sexuelle Verlangen

Die Libido beschreibt unsere sexuelle Leidenschaft und ist bei Männern und Frauen unterschiedlich ausgeprägt. Manche haben mehr Lust auf Sex, andere weniger. Manche leiden sogar an sexueller Lustlosigkeit - das kann mehrere Gründe haben. Erfahrt hier alles über die Libido, echte Lust-Killer, wie ihr euer sexuelles Verlangen steigern könnt und was die Pille damit zu tun hat.

Lust auf Sex? Die Libido ist für unseren Sexualtrieb verantwortlich.

Lust auf Sex? Die Libido ist für unseren Sexualtrieb verantwortlich.

Was ist die Libido?

Kennt ihr das: Ihr seht einen heißen Typen und würdet ihm am liebsten sein T-Shirt vom Leib reißen und sofort mit ihm in die Kiste hüpfen? Oder ihr sitzt neben eurem Freund auf der Couch und bekommt plötzlich Lust auf Sex? Daran ist eure Libido schuld.

Die Libido ist eine Art sexuelle Energie die mit unserem Sexualtrieb zusammenhängt. In erster Linie sind Geschlechtshormone für unsere Libido und damit für unser sexuelles Verlangen verantwortlich. Der Begriff kommt aus der Psychoanalyse, wird aber heute auch in der Alltagssprache benutzt um Lust, Verlangen und Begierde zu beschreiben. Bei Männern steuert die Menge an Testosteron und bei Frauen das Östrogen die Triebkraft. Unsere Lust auf Sex ist tagesform-abhängig und nicht jeden Tag gleich. Männer haben aber insgesamt einen stärkeren Sexualtrieb als Frauen und unsere Libido kann auch abhängig von unserem Menstruationszyklus schwanken.

Lust-Killer: Warum habe ich keine Lust auf Sex?

Das man manchmal einfach keine Lust auf Sex hat ist völlig normal, keiner von uns ist allzeit bereit wie ein Duracellhäschen. Wenn der Zustand dauerhaft ist, kann das mehrere Gründe haben. Bis in die 70ger Jahre nannte man die Libidostörung Frigidität und die mangelnde Lust auf Sex galt als typisch weibliche Eigenschaft. Das ist natürlich völliger Quatsch, Männer und Frauen klagen nämlich gleichermaßen über Unlust.

Bei der Lust auf Sex gibt es kein normal oder unnormal! Wer keine Lust auf Sex hat aber glücklich und zufrieden damit ist, der hat keine Libidostörung. Öfter heißt ja auch nicht automatisch besser, in manchen Bereichen des Lebens zählt die Qualität und nicht die Quantität. Problematisch wird es nur, wenn die Unlust zum Leiden wird, d.h. wenn ihr einen Mangel oder eine Veränderungen wahrnimmt, die beim Glücklichwerden stört.

Das kann mehrere Gründe haben. Wer Stress in der Arbeit von Termin zu Termin hetzt und Abends noch schnell zum Sport geht, der hat wahrscheinlich zuhause keine Lust mehr auf Bettakrobatik.

Paare die viel Streiten, bei denen die Intimität fehlt oder bei denen sich der Alltag eingeschlichen hat, vergeht die Lust. Auch frisch gebackene Eltern können eine zeitlang einfach keinen Bock aufeinander haben. Und wer ständig über sein Speckröllchen nachdenkt, ein schlechtes Körperbild und Minderwertigkeitskomplexe hat, tut seiner Libido nichts Gutes.

Schlafmangel, Alkohol und Medikamente können echte Lust-Killer sein.

Alles Gründe, die sich ändern lassen. Meist geht die Libidostörung wieder vorbei und der sexuelle Hunger kehrt zurück sobald man Kleinigkeiten verändert. Bleibt es aber über einen langen Zeitraum bei Lustlosigkeit, sollte man mal über einen Arztbesuch nachdenken, denn dann könnten auch Depressionen oder hormonelle Störungen die Ursache für sexuelle Unlust sein.