Kegel-Übungen 2.0 - mit kGoal, einem Sportgerät für vaginale Fitnessübungen

- Nach Bauch, Beine, Po hat die Industrie ein weiteres Problemfeld des weiblichen Körpers entdeckt, das Geld bringen könnte. Und dringend etwas fitter sein sollte: der Beckenboden! Ein gestählter Beckenbodenmuskel beugt nämlich nicht nur Inkontinenz vor, er soll auch für mehr Freude am Geschlechtsverkehr sorgen. Nun: kGoal, ein neues Fitnessgerät, für das derzeit via Crowdfunding nach Investoren gesucht wird, soll dem Beckenbodenmuskel endlich die professionelle Aufmerksamkeit garantieren, die er spätestens nach einer Schwangerschaft verdient hat. Kegel-Übungen deluxe sozusagen, inklusive Smartphone-Kontrolle. Das sehen wir uns näher an...

Wie fit ist mein Beckenboden - der Test

Beckenbodenmuskeln trainieren aka Kegel Übungen

Ihr habt sicher alle schon von den Kegel-Übungen gehört: Dabei wird jener Muskel angespannt, der auch beim Wasserlassen dafür sorgt, dass wir den Strahl unterbrechen. Bei den Kegel-Übungen soll eben jener Muskel etwa 20 Mal hintereinander angespannt werden, am besten ein bis zweimal täglich. Man kann das Ganze dann auch bald schon auf 40 Mal erhöhen.

Kegel übungen

kGoal für Kegelübungen

Diese Übungen für den PC-Muskel soll man auch prima in den Alltag integrieren können, an der Ampel, auf der Arbeit, in der Bahn. Wem das komisch vorkommt oder wer dabei derart mit den Gedanken abschweift, dass er die nächste Grünphase verpasst, dem wird nun geholfen: Kegel-Übungen werden nun professionalisiert, mit dem an einen Vibrator erinnernden Fitnessgerät kGoal, sodenn sich genug Geldgeber auf der Plattform kickstarter.com finden.

Silikonballon für die Vagina

Die Kegelübungen mit dem neuen Gerät funktionieren folgendermaßen: Der kGoal, eine Art Ballon aus weichem Silikon, wird in die Vagina eingeführt und soll dort dann gedrückt und gequetscht werden. Die ganze vaginale Fitness-Einheit wird dann via App auch auf das Smartphone übertragen, wo die Anzahl der Beckenboden-Flexes gezählt werden. Der kGoal wird an die Crowdfunder ausgeliefert, die sich mit 99 Dollar (etwa 73 Euro) an dem Kickstarter-Projekt beteiligen.

Beckenboden-Übung via Smartphone oder einfach so?

Hört sich doch gar nicht so doof an, aber aus eigener Erfahrung mit neuartigen Fitness-Geräten wissen wir leider auch, dass man anfangs voll dabei ist und dann irgendwann die Lust verliert.

Außerdem muss man den Silikonball ja auch nach jedem Gebrauch reinigen und trocknen, und das ist bei dieser Körperregion ja vor allem in Wohngemeinschaften ("Hat jemand meinen Vaginaltrainer gesehen, den hatte ich im Bad zum Trocknen aufgehängt?") irgendwie unangenehm. Wir sagen: Macht eure Kegelübungen einfach weiter an der Ampel, ganz egal, wieviel Grünphasen ihr dadurch verpasst...