Gibt es gute Dating-Apps für Frauen?

Wird diese Dating-App für uns Frauen alles verändern? Bumble ist eine Dating-App, die sich an die Bedürfnisse von Frauen richtet und ihre Entscheidungen in den Mittelpunkt rückt. Die Gründerin Whitney Wolfe hatte damals Tinder mitgegründet, war später aus persönlichen Differenzen mit ihrem Kollegen ausgestiegen und geht jetzt mit Bumble ihren eigenen Weg. Wie Bumble funktioniert und welche Unterschiede es zu Tinder und Co. gibt, erklärte sie uns im Interview

Bumble Dating App

Bumble ist eine frauenfreundliche Dating-App

Von sich selbst behauptet das Unternehmen, die Spielregeln des Online-Datings neu erfunden zu haben: Bei Bumble sind es die Frauen, die den Ton angeben und bestimmen: Dich will ich kennenlernen und dich finde ich uninteressant. Und damit ist auch schon der Hauptunterschied zu anderen Seiten und Apps genannt.

Wie gut ist die Dating-App Bumble

Zu Beginn funktioniert Bumble wie Tinder: Man wischt, bis ein Match zustande kommt (die Personen wurden von uns anonymisiert)

Bumble gibt Userinnen eine höhere Sicherheit und mehr Behaglichkeit, weil plumpe Anmachsprüche oder despektierliche Ansprachen nicht mehr (so leicht) möglich sind. Die Frauen allein sind in der Position aus einfachen Likes, die sich bei Bumble Verlinkungen nennen, Gespräche zu beginnen.

Wie funktioniert Bumble?

Bei Bumble können sich beide Geschlechter nacheinander umsehen und sowohl um Dates als auch um Freundschaften bitten. Es entstehen Verlinkungen. Nur die Frauen können diese zusagen. Hierzu haben sie 24 Stunden Zeit, andernfalls verfällt die Verlinkung wieder. Bei gleichgeschlechtlichen Freundschaften und Anfragen haben beide Seiten 24 Stunden Zeit, ehe die Verlinkung verfällt. Sollte der Mann sein besonderes Interesse bekunden wollen, ist eine Verlängerung der Anfrage um 24 Stunden möglich. "Verwischt" man sich (Bumble funktioniert da ganz ähnlich wie Tinder), hat man 3 "Rückhol"-Möglichkeiten, wie im Bild oben zu sehen.

Bumble Gründerin Whitney Wolfe

Bumble Gründerin Whitney Wolfe

Jolie.de: Frau Wolfe, was ist Ihrer Meinung nach der Hauptunterschied zu allen anderen Dating-Apps?

Whitney Wolfe: Wir haben alles dafür getan, dass es sich nicht nach einer männlich-dominierten Plattform anfühlt. Bevor ein Mann und eine Frau auf Bumble chatten können, müssen sie zunächst matchen. Die Frau muss den ersten Schritt machen und die Konversation starten. Wenn sie nicht innerhalb der ersten 24 Stunden antwortet, verschwindet die Verbindung. Der Mann kann sein Interesse ein einziges Mal mehr bekunden, indem er die Verbindung um weitere 24 aufrecht erhält. Doch er kann ihr nicht schreiben. Es wird also keine nervigen Nachrichten von Männern geben, mit denen man nicht reden will. 

Jolie.de: Man kann sich bei Bumble auch einfach nur anfreunden. Wer macht sowas?

Whitney Wolfe: Ja, mit Bumble-for-Friends haben wir eine weitere Plattform geschaffen, um Menschen freundschaftlich zusammenzubringen. Bumble verbindet Menschen. Egal, ob es für die Liebe ist, für Freundschaft oder Karriere.

Jolie.de: Aber ist für Freundschaften nicht Facebook viel sinnvoller?

Whitney Wolfe: Facebook hat dafür gesorgt, dass wir alle verbunden bleiben. Bumble soll das Facebook für Menschen sein, die sich nicht kennen.

Wie gut ist Bumble wirklich?

Da derzeit (Stand März 2017) erst sehr wenige Singles im deutschsprachigen Raum Bumble nutzen, sind die Entfernungen teilweise noch falsch eingestellt. Es werden einem - auf der wirklich gut designten App - Dates in sehr weiter Entfernung vorgeschlagen. Es könnte also noch eine Weile dauern, bis die App für uns wirklich Erfolg versprechen könnte. Die App ist derzeit noch kostenlos. 

Was ist eigentlich mit der anderen Tinder-Alternative, Once? Hier wird den Usern nur einmal täglich eine neue Person vorgestellt.