Eisprung - Alle Infos und Anzeichen

Monat für Monat bereitet sich euer Körper darauf vor, schwanger zu werden. Aber was genau passiert während des Eisprungs? Wann findet er statt? Und was kann ihn beeinflussen? Wir haben für euch die wichtigsten Fakten zum Thema Eisprung gesammelt.

Um den Eisprung besser ermitteln zu können, gibt es z.B. im Drogeriemarkt sogenannte Ovulationsstäbchen ...

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Was passiert beim Eisprung?

Jeden Monat bereitet sich euer Körper auf eine mögliche Schwangerschaft vor. Eine hochkomplexe Angelegenheit, bei der verschiedene Hormone zusammenwirken. Sie sorgen dafür, dass mehrere Eibläschen (Follikel) in euren beiden Eierstöcken heranreifen und es zum Eisprung kommt.

Beim Eisprung platzt das feine Häutchen des Follikels, dessen Eizelle am besten entwickelt ist. (Das Eibläschen springt quasi auf und setzt die reife Eizelle frei – daher auch der Name "Eisprung"). Der Eileiter fängt die Eizelle auf. Danach ist die Eizelle etwa acht bis zwölf Stunden befruchtungsfähig. Verschmilzt sie in dieser Zeit mit einem Spermium, wandert sie zur Gebärmutter und nistet sich dort in die Gebärmutterschleimhaut ein. Wenn sie nicht befruchtet wird, stirbt sie ab.

Wie ermittelt man fruchtbare Tage? Erfahrt noch mehr zum Thema Fruchtbarkeit in unserem Experten-Interview mit Frau Dr. Nina Rogenhofer von der Uni-Klinik München-Großhadern. Deine fruchtbare Tage kannst Du mit dem Eisprungrechner bestimmen!

Wie schnell kommen die Tage?

In der Regel findet der Eisprung in der Mitte eures Zyklus statt. Der Zyklus beginnt am ersten Tag eurer Periode und endet am letzten Tag vor eurer nächsten Periode. Bei einem regelmäßigen Zyklus von 28 Tagen habt ihr euren Eisprung eigentlich am 14. Tag, also in der Mitte eures Zyklus. Bei vielen Frauen ist der Zyklus länger oder kürzer. Dann verschiebt sich der Eisprung.

Eisprung durcheinander?

Es gibt viele Faktoren, die euren Hormonhaushalt durcheinanderwirbeln und somit euren Eisprung beeinflussen können, zum Beispiel eine Schilddrüsenüber- oder –unterfunktion, heftiger Stress und extremes Über- oder Untergewicht. Nicht in jedem Zyklus kommt es zu einem Eisprung. Das müsst ihr gar nicht merken, weil eure Periode am Ende des Zyklus trotzdem ganz normal einsetzen kann. Mit zunehmendem Alter ist es völlig normal, dass der Eisprung ab und zu ausbleibt.

Wenn ihr wissen wollt, ob und wann euer Eisprung stattfindet, könnt ihr das mit sogenannten Ovulations- oder Eisprungtests (gibt’s in der Apotheke) tun. Die haben eine hohe, aber keine hundertprozentige Sicherheit. Oder ihr lasst euren Frauenarzt eine Ultraschall- oder eine Blutuntersuchung machen.

Ab wann Schwangerschaftstest?

Körperliche Anzeichen für den Eisprung

Es gibt auch einige körperliche Anzeichen für den Eisprung, doch nicht alle Frauen haben sie oder empfinden sie gleichstark. Manche Frauen spüren ihren Eisprung als Ziehen in der Leiste oder als Unterbauchschmerzen (sogenannter "Mittelschmerz"). Auch Zwischenblutungen, empfindliche, spannende Brüste, verstärkter Ausfluss (der sogenannte Zervixschleim) und der Anstieg eurer Körpertemperatur bis zu einem halben Grad können Hinweise auf den Eisprung sein.

Zervixschleim - Fruchtbarkeitsanzeige

Der vom Gebärmutterhals abgesonderte Zervixschleim ist ein weißliches Sekret. Seine Konsistenz verändert sich im Laufe eines Menstruationszyklus. Anhand der Konsistenz lässt sich die Fruchtbarkeit anzeigen (als Sicherheit für unverhüteten Geschlechtsverkehr sollte diese Methode aber keine Verwendung finden!).

Zervixschleim Konsistenz

Zervixschleim eiweißartig - fruchtbar: Bereits kurz nach der Monatsblutung nimmt die Menge des Zervixschleims zu. Ist die Konsistenz eiweißartig und der Schleim dehnbar, ist die Fruchtbarkeit sehr hoch.

Zervixschleim wässrig - fruchtbar: Um den Zeitpunkt des Eissprungs wird der Zervixschleim wässriger, fast durchsichtig und dünnflüssig. Spermien gelangen jetzt besonders leicht in die Gebärmutter. Die Fruchtbarkeit ist jetzt am höchsten.

Zervixschleim cremig - nicht fruchtbar: Nach dem Eisprung wird der Zervixschleim dann cremiger und erhält eine perlweiße bis cremige Farbe. Cremiger Zervixschleim ist ein Zeichen dafür, nicht fruchtbar zu sein.

Zervixschleim klumpig & klebrig - nicht fruchtbar: Unmittelbar vor der nächsten Monatsblutung ist man nicht fruchtbar. Das zeigt der Zervixschleim mit seiner klebrigen Konsistenz an.

Wie merke ich, dass ich schwanger bin? Hier findet ihr die häufigsten  Schwangerschaftssymptome

Pro Zyklus habt ihr nur einen Eisprung. Einen doppelten Eisprung gibt es nur sehr, sehr selten. Er kann die "Geburtsstunde" von zweieiigen Zwillingen sein. Sie entstehen, wenn zwei Eizellen von zwei verschiedenen Spermien befruchtet werden. Deshalb sehen die Kinder auch nicht gleich aus, sondern ähneln sich nur so wie "normale" Geschwister das tun. Ganz im Gegensatz zu eineiigen Zwillingen: Wie der Name schon sagt, entstehen eineiige Zwillinge aus nur einer befruchteten Eizelle. Sie haben das identische Erbgut und sehen sich zum Verwechseln ähnlich.