Das beste Kondom

Das beste Kondom ist eins, das perfekt passt und ein Gütesiegel trägt. Worauf ihr noch achten solltet, wenn ihr euch mit Kondomen schützen wollt, erfahrt ihr hier.

Kondome: Dass  ohne sie gar nichts geht ist eh klar, aber was ist eigentlich ein

Kondome: Dass ohne sie gar nichts geht ist eh klar, aber was ist eigentlich das beste Kondom?

Was ist das beste Kondom?

Kondome sind das einzige Verhütungsmittel, das euch nicht nur vor einer ungewollten Schwangerschaft, sondern auch vor AIDS und anderen Geschlechtskrankheiten schützt. Deshalb ist das Kondom bei Singles und zu Beginn einer neuen Beziehung die beliebteste Verhütungsmethode und kommt auch zum Einsatz, wenn Frauen bereits mit der Pille verhüten und – na klar – nicht nur bei "normalem" Sex, sondern auch bei Oralsex und Analsex.

Pille, Kondom & Co.: Alle Verhütungsmethoden im Überblick:

Kondomgröße berechnen?

Habt ihr euch auch schon mal ein Kleid gekauft, das zu eng sitzt, weil ihr dachtet, dass ihr da bald (wieder) reinpasst? Mit Männern und Kondomen ist es genau umgekehrt: Die Herren der Schöpfung kaufen sie gerne eine Nummer zu groß. Warum? Weil viele Männer Größe und Potenz gleichsetzen. Ein kleines Kondom kaufen? Nö, wie peinlich.

Doof nur, dass selbst das beste Kondom nichts bringt, wenn er die falsche Größe überstreift. Ist das Kondom zu klein, kann es reißen, ist es zu groß, kann es vom Penis rutschen. Am besten probiert ihr verschiedene Kondome aus. Denn auf den Verpackungen ist zwar die Breite (nicht der Umfang!) aufgedruckt; es gibt aber auch noch andere Unterschiede, zum Beispiel die Breite der Spitze.

Damit Mann die richtige Größe findet, gibt es im Internet zahlreiche Kondommaßbänder (geht natürlich auch mit einem stinknormalen Maßband) zum Ausdrucken und sogenannte Kondometer, die die passende Größe berechnen, wenn ihr Länge und Umfang eingebt.

Die ganze Wahrheit über sein bestes Stück:

Das beste Kondom: Material und Haltbarkeit

Die meisten Kondome sind aus Latex; für Allergiker gibt es auch latexfreie Kondome aus Polyurethan, Polyisopren oder Nitrilkautschuk.

Greift nur zu Qualitätskondomen. Die erkennt ihr am Haltbarkeitsdatum und dem Sicherheitszeichen "CE" auf der Verpackung. Viele Markenkondome tragen das DLF-Qualitätssiegel (steht für "Deutsche Latex Forschungsgemeinschaft Kondome e.V."), das noch strengere Qualitätsansprüche in Sachen Reißfestigkeit, Dehnungsfähigkeit, Dichtigkeit und Haltbarkeit an Kondome stellt. Achtet außerdem auf das Haltbarkeitsdatum. Wenn das überschritten ist, heißt es: ab in den Mülleimer.

Das beste Kondom: Tipps für die Anwendung

Auch das beste Kondom nützt nichts, wenn es Risse oder Löcher hat. Und auch beim Über- und Abstreifen kann man ein paar Fehler machen. Damit euch das nicht passiert, haben wir ein paar Tipps für euch, wie das beste Kondom auch für den besten Sex sorgt!

Tipp 1: Vorsicht Reißgefahr, wenn ihr lange, spitze Fingernägel habt und die Kondomverpackung öffnet.

Tipp 2: Auch wenn ihr oder euer Herzstück Intimpiercings tragt, könnt ihr das Kondom damit beschädigen.

Tipp 3: Rollt das Kondom nicht vorsichtshalber auf, um zu checken, ob es Löcher hat.

Tipp 4: Verwendet ein anderes Kondom, wenn die Verpackung ein Loch hat.

Tipp 5: Setzt das Kondom mit zusammengedrücktem Reservoir (so kann die Luft entweichen) auf den steifen Penis und rollt es dann vorsichtig ab.

Tipp 6:Streift das Kondom über, bevor es zwischen euch und seinem besten Stück zu Körperkontakt kommt.

Tipp 7: Rollt das Kondom nach dem Sex rechtzeitig ab, also bevor sein Penis erschlafft – am besten gleich nach dem Samenerguss.

Tipp 8: Öl- und fetthaltige Gleitmittel (auch Vaseline) können die Latex-Oberfläche des Kondoms angreifen. Verwendet am besten nur wasserlösliche Gleitmittel.

Tipp 9: Auch einige chemische Verhütungsmittel (Zäpfchen und Cremes) können das Kondom beschädigen. Unbedingt die Verpackungsbeilage lesen.

Tipp 10: Jedes Kondom nur einmal benutzen.

Die schönsten Synonyme für Kondom: Präservativ, Lümmeltüte, Gummi, Präser, Pariser, Verhüterli oder auch mal Nahkampfsocke. Das Kondom ist ein klassisches Verhütungsmittel und das einzige, das auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Es besteht aus einem extrem dünnen Gummi, der über den steifen Penis gezogen wird und die Samenflüssigkeit auffängt. Um unschöne Überraschungen zu vermeiden, sollte das Kondom immer auf seine Haltbarkeit (Datum!) und Unversehrtheit geprüft werden. Das Ding jahrelang im Geldbeutel aufzubewahren, ist also nicht gerade der Hit. Achja, und die Herren mit der Latexallergiesind generell mit einem feuchten Händedruck zu verabschieden.

Hassobjekt Kondom

Männer beschweren sich regelmäßig über die Liebestöter mit den Argumenten, sie würden weniger spüren, hätten weniger Spaß am Sex oder gar eine Latexallergie (die übrigens gerade einmal jeder 50. Mann hat!). Und auch wenn man es als emanzipierte Frau eigentlich besser wüsste, ist es dann doch irgendwie unangenehm, mitten im schönsten Vorspiel aufzuhören und in der Nachttischschublade zu kramen. Dabei sind Kondome zur Verhütung eigentlich bestens geeignet: Sie sind unkompliziert anzuwenden und einfach zu bekommen – ohne Rezept und ohne Arztbesuch, sogar ganz anonym am Automaten oder im Internet.
Wenn wegen Vergesslichkeit oder Magen-Darm-Beschwerden die Pille zum Unsicherheitsfaktor wird, ist ein Kondom der ideale Lückenbüßer, oder natürlich, wenn man auf Hormone lieber verzichtet bzw. natürlich verhütet und an den fruchtbaren Tagen von der Lust überfallen wird. Mal ganz abgesehen vom dem wichtigen Faktor, dass allein ein Kondom vor ansteckenden Krankheiten schützen kann! Wenn man wirklich will, kann man (oder frau) mit kleinen Kniffs ein Kondom sogar ohne Substanzverlust ins Liebesspiel einbauen.

Sex-Expertin Anne West, Autorin von "Warum Männer so schnell kommen und Frauen nur so tun als ob" (Knaur Verlag, 7,95€), rät: "Helfen Sie ihm: Beißen Sie ihm leicht in den Hals. Zwirbeln Sie an seinen Brustwarzen. Geben Sie ihm etwas zu gucken und spielen Sie an sich selbst herum." Und wenn Sie lieber eigenhändig zur Sache kommen wollen, dann sagen Sie im Befehlston "Leg dich hin!". Wetten, er bekommt ganz große Augen? Einfacher Trick: Geben Sie etwas Gleitgel auf Wasserbasis (Öl kann das Latex angreifen) in die Spitze des Kondoms – so fühlt es sich für ihn extra feucht an und er wird sich nicht über zuwenig Gefühl beklagen können ...
Wer es in Sachen Präservativ nicht ganz neutral mag, der hat außerdem die Auswahl zwischen verschiedenen Geschmacksrichtungen (Klassiker: Erdbeere), Farben und Oberflächen (z.B. mit Noppen). Von seltsamen Spaßkondomen mit Hörnern sollten Sie jedoch die Finger lassen, häufig sind diese nicht auf ihre Sicherheit getestet!
Allgemein ist es wichtig bei jedem Kondom zu überprüfen, ob auf der Packung ein Prüfsiegel und ein Haltbarkeitsdatum aufgebracht sind – das natürlich nicht überschritten werden darf. Dann kann mit den kleinen Verhüterli im Großen und Ganzen nichts mehr schief gehen! Warten Sie nach dem Sex jedoch nicht zu lange mit der Entsorgung, denn wenn ER schlapp macht, sitzt auch das Kondom nicht mehr richtig fest. Nach einer kurzen Verschnaufpause sollten Sie für eine neue Runde natürlich auch ein neues Kondom aus der Schublade zaubern – Sie haben ja jetzt immer welche drin, oder?

Es gibt übrigens auch ein Kondom für die Frau!
Das Femidom ist seit 1990 auf dem Markt. Es ist das einzige Verhütungsmittel für die Frau, das zugleich einen Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bietet. Es ist rund 18 Zentimeter lang und besteht aus einem dünnen, reißfesten Kunststoff. Ein größerer, äußerer Ring liegt außerhalb der Scheide vor den großen Schamlippen, ein innerer wird wie ein Pessar in die Scheide eingeführt. Das Femidom kann bis zu zehn Stunden vor dem Geschlechtsverkehr angebracht werden. Die Handhabung erfordert etwas Übung.