4 Vorteile von Beziehungen für die "Generation Beziehungsunfähig"

- Menschen sind soziale Wesen. Wir suchen Kontakt, wollen geliebt werden und nicht alleine sein. Aber irgendwie scheinen wir das Ganze nicht mehr so wirklich auf die Reihe zu bekommen. Als "beziehungsfähig" beschreibt uns Autor Michael Nast in seinem Buch "Generation Beziehungsunfähig". Und obwohl ich ihm damit Recht gebe, möchte ich nicht akzeptieren, dass jede Hoffnung für die Liebe in unserer Generation verloren ist. Ein Plädoyer für Beziehungen.

Frau vor Sonnenuntergang

Beziehungsstatus Dauersingle - dabei spricht so viel dafür, der Liebe eine Chance zu geben!

Für seinen Artikel "Generation Beziehungsunfähig" und das gleichnamige darauffolgende Buch hat Autor Michael Nast viel Zuspruch erhalten … vollkommen zu Recht. Er zeichnet ein sehr wahrheitsgetreues Bild vom Liebesleben der Millennials. Er schreibt über die ständige Selbstoptimierung, den Drang nach Selbstverwirklichung und die Selbstbezogenheit, die unsere Generation so ausmacht. Er stellt dabei fest, dass bei so viel Egomanie Zwischenmenschliches und vor allem die Liebe ein bisschen auf der Strecke geblieben sind und unsere Generation beziehungsunfähig geworden ist. Und er hat Recht damit. Dabei gibt es so viele Gründe, die dafür sprechen, an unserer Beziehungsfähigkeit zu arbeiten. Zum Beispiel:

Beziehungen machen uns glücklich

Mit einem geliebten Partner gemeinsam durchs Leben zu gehen, macht glücklich. Das ist nicht nur meine eigene Erfahrung mit Beziehungen, sondern auch der Konsens diverser Studien (z.B. diese Studie). So wirkt sich Verliebtsein positiv auf die Oxytocinwerte im Körper aus. Das Hormon dient vor allem zur Stressregulierung und sorgt bei Ausschüttung für Wohlbefinden und Glück. Gerade als einsamer Single beneide ich deshalb Menschen, die diese Glücksquelle haben. Denn obwohl ich mein eigenes Seelenheil nicht von anderen Menschen abhängig machen möchte, finde ich es dennoch schön, eine Person in meinem Leben zu haben, die mich durch ihre bloße Anwesenheit happy macht. 

Menschen in festen Beziehungen sind gesünder

Darüber hinaus haben Wissenschaftler auch in verschiedenen Studien (z.B. diese Studie) herausgefunden, dass Menschen, die einen festen Partner haben, gesünder leben. So hatten sie beispielsweise eine geringere Wahrscheinlichkeit, eine Herzerkrankung zu erleiden, um nur einen der gesundheitlichen Vorteile von Beziehungen hervorzuheben. In einer Beziehung zu sein ist also nachweislich gesund. Mir zumindest leuchtet das ein, denn eine feste Partnerschaft ist vor allem auch ein Indiz für Stabilität. Dadurch kehrt Ruhe ins Leben ein.  

Beziehungen reduzieren Stress

Tatsächlich konnten Forscher der University of Chicago sogar beweisen, dass Beziehungen Stress reduzieren. So wiesen verheiratete Versuchspersonen in ihrer Studie geringere Werte des Stresshormons Kortisol auf. Daraus schließen die Wissenschaftler, dass die Unterstützung, die wir durch Beziehungen bekommen, dabei hilft mit stressigen Situationen umzugehen. Gerade für dauergestresste Millennials ist es wichtig, sich auch helfen zu lassen, um mit den Herausforderungen des Alltags umgehen zu können.

Glückliche Beziehungen sind gut für die Psyche

Außerdem sind glückliche Beziehungen auch wie Balsam für die Seele. Es gibt kein schöneres Gefühl, als einen Menschen an seiner Seite zu haben, den man liebt. Dass das positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit hat, konnte sogar durch eine Studie des Gesundheitsamts in Kalifornien belegt werden. Demnach haben Menschen, die in einer festen Beziehung sind, eine geringere Wahrscheinlichkeit an einer psychischen Störung zu erkranken als Singles.