BDSM - alles über SM-Sex und seine Spielarten

BDSM, S&M, Sadomaso - für die dunklere Seite von Sex gibt's viele Begriffe, die seit dem Sensationserfolg des Sexromans Shades of Grey in aller Munde sind, aber bereits vorher viele Menschen zu aufregenden Sex-Spielen inspiriert haben - abseits der Missionarstellung! Aber was bedeutet BDSM eigentlich? Was ist ein Sub? Was soll ein Switch sein und wieso sprechen alle von "Vanilla"? Wir erklären euch die wichtigsten Begriffe im BDSM! Und natürlich auch den Begriff BDSM selbst, der für Bondage/Discipline, Dominance/Submission und Sadism/Masochism steht.

bdsm

BDSM? Warum heißt Sadomaso-Sex jetzt BDSM? Hier gibt's die Antwort!

Was bedeutet BDSM?

Das sperrige Akronym BDSM vereint die drei Hauptbereiche des Sadomasochismus: Bondage/Discipline, Dominance/Submission und Sadism/Masochism.

Bondage und Discipline steht für Fesselungs- und Erziehungsspiele und kennzeichnet im Gegensatz zu den anderen Begriffspaaren nicht die Rollen innerhalb eines Spiels.

Dominanz und Unterwerfungsteht für die psychische Ebene im Sadomasochismus. Hierzu gehören Spiele, die darauf angelegt sind, ein ungleiches Machtverhältnis herzustellen. Das kann für die Dauer eines Spiels sein, kann aber auch in den kompletten Alltag integriert werden: in sogenannte 24/7-Beziehungen oder dem Total Power Exchange.

Sadismus und Masochismus ist wohl der Teilbereich, der in der Öffentlichkeit am stärksten wahrgenommen wird: das lustvolle Bereiten von Schmerzen und das ebenso lustvolle Empfinden von Schmerzen.

Auch wenn sich die drei Bereiche stark untereinander mischen, lohnt es sich, BDSM differenziert zu betrachten. Ein Masochist ist nicht zwangsläufig ein unterwürfiger Sub und manche Subs genießen Ihr Sklavendasein und lehnen Schmerzen aber ab. Das gleiche gilt für Tops: Der eine kneift gern und viel, der andere will eigentlich nur demütigen.

Sadomaso

Der in den Medien für die BDSM-Szene üblicherweise verwendete Begriff "Sadomaso" hat für Sadomasochisten einen anrüchigen und abwertenden Klang, vergleichbar mit dem Begriff "Schwuchtel" für Homosexuelle.

Politisch korrekt sind BDSM und Sadomasochismus, auch gegen SM haben die wenigsten Sadomasochisten (oder SMler) etwas einzuwenden. Beim SM wird eine härtere Gangart eingelegt mit Seilen zum Fesseln, Peitschen und anderen Sexspielzeugen.

Fesselungsspiele & Co. wurden vor allem durch den Roman 50 Shades of Grey von E. L. James in das Licht der Öffentlichkeit gerückt. Der Dreiteiler richtet sich vor allem an Frauen und beinhaltet viele pornöse Szenen mit BDSM-Praktiken. Der Roman war so erfolgreich, dass sogar Fifty-Shades-of-Grey-Sexspielzeug herausgebracht worden ist. 

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SSC: Safe, Sane & Consensual

"SSC" ist das Motto der BDSM-Szene und steht für Safe, Sane & Consensual. Übersetzt bedeutet dies etwa "Sicher, mit klarem Verstand und in gegenseitigem Einverständnis" und soll BDSM-Praktizierende vor Missbrauch und körperlichen oder geistigen Schäden schützen.

Sadomasochisten bekennen sich zu diesem Prinzip und betonen, dass Freiwilligkeit und Vertrauen die grundlegende Basis für die Ausübung von BDSM sind. Niemals soll ein Sadomasochist zu etwas gezwungen werden, das er nicht will.

Top, Dom, Dominant, Domme

Top heißt im Englischen "Spitze/Gipfel" und bezeichnet die dominante Rolle in einer SM-Konstellation. Ein anderer Begriff dafür ist Dom (von dominant). Weibliche Tops werden in Deutschland oft Domme oder Dommse genannt.