Wildseide: Vom Naturprodukt zum edlen Stoff

Hier erfahrt ihr alles über das Naturprodukt, das von Raupen gesponnen wird. Den edlen Stoff, seine Entstehung und mit was sich Wildseide kombinieren lässt, findet ihr hier im Überblick.

Fühlt sich toll an auf der Haut: Seide gehört zu den edelsten Stoffen.

Fühlt sich toll an auf der Haut: Seide gehört zu den edelsten Stoffen.

Wildseide ist ein besonders edler Stoff und ein reines Naturprodukt. Neben Wildseide ist auch der Name Dupionseide für Wildseide des Maulbeerspinners oder Tussahseide für die des Eichenspinners gebräuchlich. Sie stammt aus Indien und China und besteht aus den Fäden der Seidenraupe, die sich damit in einen Kokon einspinnt, bevor sie daraus als Schmetterling wieder schlüpft.

Im Gegensatz zur Seide von gezüchteten Raupen sind bei den wild lebenden Tieren nur Ernten von einem Kokon pro Tier möglich und die Raupen werden nicht getötet, sondern befreien sich auf natürliche Weise aus dem Kokon.

Charakteristisch für den Stoff ist der seidige Glanz - hier sind sich die Seide von gezüchteten Raupen und die von wilden ähnlich, allerdings weist die Wildseide im Unterschied zur gezüchteten typischer Weise unregelmäßige Verdickungen auf, denn die Raupen beißen sich durch den Kokon. Deshalb ist der Faden der Wildseide nicht unendlich und muss zusammengesponnen werden, so kommen die Verdickungen und strukturellen Ungleichmäßigkeiten zustande. Außerdem ist der Faden der Wildseide auch breiter als der zuchtseidene Faden.

Die natürliche Farbe der Wildseide hängt vom Futter der wild lebenden Seidenraupen und damit vom Herkunftsgebiet der Kokons ab. Je mehr Gerbstoff in der Nahrung der Raupen enthalten ist, desto dunkler wird die Wildseide.