Tess Munster - Gr. 52 und Model

Ein Plus-Size Model will mit dem Hashtag #EffYourBeautyStandards die Mode-Industrie verändern. Tess Munster, eigentlich Tess Holliday, ist das erste Plus Size Model ihrer Statur - sie trägt in etwa Größe 52 - das einen Vertrag mit einer Agentur abstauben konnte. Und seither ruft die Amerikanerin, die sich selbst als "Body Positive Activist" sieht, dazu auf, sich nicht länger von gängigen Schönheitsidealen einschränken zu lassen. Alles zu Tess Munster und ihrem Anliegen hier.

Model Tess Holliday

Model Tess Holliday

Tess Munster polarisiert

Tess Munster ist übergewichtig, daran besteht kein Zweifel. Sie stammt aus einem Land, wo laut einer Statistik des Center for Disease Control mehr als 78 Millionen Menschen fettleibig sind, das entspricht jedem Dritten beziehungsweise 35 Prozent der US-Bevölkerung.

Und so polarisiert natürlich auch Model Tess Munster mit ihrem Körper in einer gleichzeitig so fitnessorientierten Gesellschaft wie der amerikanischen. Und dennoch ist es Quatsch, so zu tun, als gebe es nur dünne Menschen, als wären nur dünne Menschen dazu auserkoren, das Schönheitsbild zu manifestieren und repräsentieren. Dass eine Agentur Tess Holliday unter Vertrag nahm, ist ein wichtiges Signal!

#EffYourBeautyStandards

Ihr Übergewicht mag ungesund sein, dennoch finden wir die Kampagne #EffYourBeautyStandards einen wichtigen Schritt in Richtung mehr Toleranz und eines weiter gefassten Schönheitsbildes.

Und tatsächlich finden sich bei Twitter und Instagram, schon die ersten Einsendungen (siehe Bild hier oben) mit diesem Hashtag von Frauen , die berichten, sich seit zehn Jahren nicht getraut zu haben, Kleider zu tragen. Die ihren Körper in Szene setzen, auch wenn er nicht der "Norm" entspricht. Und die sich bei Tess bedanken, denn "Sie sieht aus wie ich und hat einen Model-Vertrag... Alles ist möglich!"

Alles ist möglich?

Nun, dass Tess Munster hellhäutig ist, keinen einzigen Pickel hat und perfekte Haare trägt, passt dann leider doch wieder nicht so in die Revolutionierung der Schönheitsideale, wo dunkelhäutige Models weiterhin stark unterrepräsentiert sind und Frauen mit Hautunreinheiten oder gar Krankheiten so gut wie gar nicht sichtbar sind. Es beweist leider doch nur wieder, dass eben nicht alles möglich ist. Aber ein erster Schritt ist getan...