Die richtige Kleidung für das Vorstellungsgespräch

"Was soll ich bloß anziehen?" Kurz vor dem Karriere-entscheidenden Job-Interview ist kaum etwas so wichtig wie die Frage nach der richtigen Kleidung beim Vorstellungsgespräch. Seriöses Kostüm oder legere Jeanskombi? Jolie.de hat die Dos und Don'ts für die angemessene Kleidung beim Vorstellungsgespräch.

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Unschlagbare Kombi: Blazer und Bluse (Blazer von H&M, Ledertasche von Liebeskind, College Pumps von Tod's, Bluse von Topshop)

Psychotest: Kann ich mich gut verkaufen?
Schuhe, Jacke, Jeans & Co. für das Bewerbungsgespräch

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Wie das angemessene Bewerbungsoutfit aussehen soll, hängt zum großen Teil davon ab, in welcher Branche man sich bewirbt. Klar, in Kreativberufen wie der Werbung oder dem Journalismus ist der Dresscode lockerer als im Bank- oder Versicherungswesen.
In der kleinen Grafik-Agentur ist ein edler Hosenanzug vermutlich overdressed, was aber nicht heißt, dass man zum Vorstellungsgespräch im Sommerkleidchen erscheinen kann.

Kleidung für das Bewerbungsgespräch: Tipps vom Profi
Valerie Schnell, Senior Personalreferentin bei der internationalen B2B-Agentur "Pepper GmbH" in München, sagt dazu:

"Das Gesamtbild ist entscheidend. Dazu gehört auf alle Fälle auch Kleidung. Wie sich eine Bewerberin bei solch einem wichtigen Termin anzieht, sagt etwas über ihre Fähigkeit zur Repräsentation aus. Kann sie in Zukunft unser Unternehmen professionell repräsentieren?

Natürlich kommt es auch auf die Position in der Firma an. Ich erwarte von Studentenjobbern nicht, dass sie in Maßanzügen zum Interview kommen. Dennoch sollte auf die richtige Auswahl der Kleidung Wert gelegt werden. Bewirbt sich aber jemand auf eine Festanstellung, ist ein gepflegtes Äußeres ein Muss.

Angemessene Kleidung beim Vorstellungsgespräch signalisiert: Ich habe mich auf diesen Termin vorbereitet, nehme das Gespräch ernst und bin in der Lage, mich einer professionellen Umgebung anzupassen. Natürlich wird kein Bewerber nur aufgrund seiner äußeren Erscheinung beurteilt. Wichtiger sind ganz klar Skills und auch Sympathie. Dennoch zeigt eine angemessene Garderobe, wie wichtig dem Bewerber dieses Vorstellungsgespräch ist."

Kleidung beim Vorstellungsgespräch: Die DOs & DON'Ts

DOs:

- Lieber overdressed als underdressed. Overdressed bedeutet, dass man zu elegant für einen bestimmten Anlass gekleidet ist.Auch für den Studentenjob lieber zur Stoffhose oder zum klassischen Rock, als zur Lieblingsjeans greifen.

-Lieber zu seriös als zu salopp. Dezente Farben tragen und auffällige Muster und schrille Farbkombis vermeiden.

- Wer auf Jeans nicht verzichten mag, sollte sich für klassisch-edle Modelle in dunklen Waschungen entscheiden und zu Bluse und Blazer kombinieren.

- Handtasche aus hochwertigen Materialien mit genug Platz für Dokumentenmappe tragen

- Das Outfit probetragen und auf guten Sitz achten

- Dezentes Make-up und Hairstyling, manikürte Hände

DON'Ts:

- Saloppe Kleidung. Ob für den Job als studentische Aushilfe oder Junior-Berater: Flip-Flops, Spaghettiträger und Wickelröcke sind ein No-Go.

- Zuviel Haut zeigen. Auch wenn frau hofft, durch ihre körperlichen Reize zu entzücken: Ein freizügiges Dekolleté mit Blick auf den Brustansatz und ein knapper Minirock sind tabu.

- Ausgewaschene, zerrissene und knallenge Hüftjeans.
- Knalliges Make-up, auffällige Frisuren und lange, falsche Fingernägel in grellen Farben

Valerie Schnells Tipp:
"Bei der Terminvereinbarung nachfragen! Keiner erwartet von Berufsanfängern perfekte Kenntnisse der Branche. Es ist völlig in Ordnung, sich nach dem im Unternehmen üblichen Dresscode zu erkundigen."