Batiken - Die einfachste Batik-Anleitung im Netz

Batik-Shirts selbermachen - wir haben die einfache Anleitung zum Batiken und zeigen euch, wie man superschöne Sommeroutfits, coole Tischdecken oder gebatikte Kissenbzüge ganz einfach selbst kreiert! Ein Sommertrend der immer wiederkehrt, Step by Step erklären wir euch, wie's geht! Plus: Lasst euch von unserem Pinterest-Board inspirieren!

batiken

Batiken DIY - vergesst die Gummihandschuhe nicht!

Batiken - so geht's

Was ihr zum Batiken braucht:

► ein Kleidungsstück eurer Wahl

►► Klebeband (Kreppband eignet sich gut) oder Paketschnur

►►► Textilfarbe nach Wahl plus Fixiersalz (z.B. Textilechtfarbe von Simplicol, circa fünf Euro - plus Fixierer für etwa 3 Euro)

►►►► einen großen Eimer mit circa vier Liter Wasser

►►►►► Einweghandschuhe

Batik

Auch im Sommer und Herbst 2017 ist Batik Trend - wie man auf den Runways sehen konnte (bei Toga und Burani)

Welche Stoffe eignen sich zum Batiken?

Perfekt zum Batiken geeignet sind Stoffe wie Baumwolle, Leinen, oder andere Naturmaterialien. Was ihr batiken wollt, bleibt euch überlassen. Kleider, T-Shirts, aber auch Tücher oder Bettwäsche, erlaubt ist, was gefällt! Bevor es losgehen kann, sollten die Stoffe einmal gewaschen werden.

Wirklich easy ist Batiken mit nur einer Farbe! Etwas komplizierter wird es mit verschiedenen Farben, die ineinander übergehen.

Batiken - Step by Step

1. Verknotet, umwickelt oder umklebt euer Kleidungsstück, wie es euch gefällt. Im Bild seht ihr eine komische Wurst, die dann aber das sogenannte Bulls Eyeergibt. Die Stellen, die abgedeckt sind, bleiben später heller oder ganz weiß. Je straffer das Band, desto größer der Farbunterschied! Wir haben es mit Kreppband probiert - das lief super.

2. Füllt einen Eimer mit circa vier Liter Wasser - ihr könnt euch am besten an den Mengenangaben eurer Textilfarbe orientieren. Gebt das Farbpulver (beispielsweise von Simplicol) dazu. Gut umrühren! Zur Not müsst ihr eure Kleidungsstücke mit Steinen beschweren, damit sie unten bleiben. Ihr könnt natürlich auch mehrere Textilstücke gleichzeitig mit einer Packung Farbe batiken.

3. Das Teil eurer Wahl sollte jetzt für circa eine Stunde baden gehen. Je länger es der Farbe ausgesetzt ist, desto intensiver wird natürlich das Farbergebnis. Danach kommt es noch in ein Fixierbad! Um den Aufwand möglichst gering zu halten, haben wir das Fixierbad im selben Eimer wie die Farbe angerührt - davor muss natürlich das Farbbad weggekippt werden.

4. Befreit danach das Kleidungsstück von Klebeband oder Paketschnur und wascht es gut aus, so lange bis das Wasser klar ist.

5. Trocknen lassen, fertig ist das neue Lieblingsteil!

selbst batiken

Tadaa! Unsere selbst gebatikten Bulls Eyes (die komische Wurst ergibt die vier Kreise in den Ecken) auf einer alten Tischdecke

Am besten ihr versucht euch erstmal an einem Stück Stoff. So wisst ihr wie ihr die besten Ergebnisse erziehlt und falls etwas schief geht, ist nicht gleich das neue T-Shirt im Eimer!

Im Video zeigen wir euch noch einmal das Batiken im Schnelldurchlauf:

Batik Muster

Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, spezielle Batik Muster zu erstellen. Wollt ihr beispielsweise schräg über das Kleidungsstück verlaufende Farbstreifen, faltet ihr das Kleidungsstück schräg von der rechten oder linken unteren Ecke bis zur oberen Ecke. Bindet das zusammengefaltete Teil nun ab. Wer mit mehreren Farben arbeiten möchte, färbt jede "Abteilung" in einer anderen Farbe ein. Ansonsten färbt man das Kleidungsstück wie oben beschrieben in einem Eimer mit Farbe.

Wenn ihr ein sogenanntes "Bulls Eye" batiken wollt, bindet auf dem Kleidungsstück zuerst den Mittelpunkt des "Bulls Eye" ab. Dazu greift ihr ein Stück Stoff, zieht es zusammen (je größer der Radius, desto mehr Stoff sollte dafür abgebunden werden) und bindet es ab. Fahrt im gleichen Prinzip mit dem Rest des Kleidungsstücks fort, bis ihr eine abgebundene Wurst (siehe oben) habt. Mit mehreren Farben ergibt sich ein buntes "Bulls Eye", mit einer Farbe werden später Kreise in Weiß und der Farbe eurer Wahl zu sehen sein.

Shibori - die japanische Batik-Methode

Aus Japan kommt die beliebte Shibori Technik, die beim Batiken besonders feine Muster kreieren lässt. Dazu werden die Stoffe gefaltet und extrem fest abgebunden, damit die Muster später nicht verschwimmen und feine Linien besonders gut zu sehen sind. Auf unserem Pinterest-Board seht ihr einige wunderschöne Shibori-Beispiele.

Batik - was ist das?

Für Batiken gibt es viele verschiedene Begriffe. Man kann diese spezielle Färbetechnik zum Beispiel auch als Dip Dye, oder Ombré bezeichnen. Im Englischen wird der Begriff Tie Dye benutzt.

Ursprünglich stammt die Batik-Technik aus Indonesien. Mit Wachs wurden die Stellen markiert, die später keine Farbe annehmen sollten. So sind richtige Kunstwerke entstanden.

Durch knoten, umwickeln, oder abbinden könnt ihr ganz easy tolle Ergebnisse erzielen!

Habt ihr schon mal gebatikt?