Zehn "gute" Ratschläge unserer Eltern, an die wir immer noch glauben

Selbst der subversivste Jugendliche kommt im Erwachsenenalter nicht umhin, sich zu ertappen, wie er Ratschläge der Eltern völlig unreflektiert wiederkäut. Wir haben hier mal die unfundiertesten Eltern-Ratschläge gesammelt, die wir alle auch heute noch befolgen und niemals zu hinterfragen wagten. Vermutlich geben wir den Quatsch wie "Nach Steinobst kein Wasser trinken" auch noch an die eigenen Kinder weiter... Na, wer fühlt sich ertappt?

Elternsätze absurd: Nicht 45 Minuten, nicht 67 Minute, nein! Genau EINE Stunde wartet man, bis man nsch dem Essen wieder ins Wasser darf...

Elternsätze absurd: Nicht 45 Minuten, nicht 67 Minute, nein! Genau EINE Stunde wartet man, bis man nach dem Essen wieder ins Wasser darf...

1. "Nach dem Essen eine Stunde warten, bevor man ins Wasser geht!"

Wie unsere Eltern genau auf die 60 Minuten kamen? Keine Ahnung, Wissenschaftlich bestätigt ist dieser gute Ratschlag übrigens nicht: Man bekommt keine Magenkrämpfe, wenn man nach dem Essen schwimmt. Und wer eben erst eine Weihnachtsgans verputzt hat, will danach meistens eh keinen Sport machen. Auch wer Kreislaufprobleme hat und sich "vollgefuttert" fühlt, sollte nicht schwimmen gehen - also horcht hier auf euren Körper und setzt den gesunden Menschenverstand vor die "Eine Stunde warten!"-Regel!

2. "Nach Steinobst nichts trinken!"

Sonst gibt's Schnaps im Magen? Ist totaler Quatsch - bis heute rätseln Wissenschaftler, woher dieser Ratschlag seine Legitimation bezieht. Und dennoch. Wir trauen uns bis heute nicht an das Glas Wasser, nachdem wir Kirschen gegessen haben... Hat die Mama gut gemacht!

3. "Wer warmen Kuchen isst, bekommt Bauchschmerzen!"

Ebenfalls Quatsch - ihr könnt soviel warmen Kuchen essen, wie ihr auch kalten Kuchen essen könnt. Lasst's euch schmecken!

4. "Silberbesteck darf nicht in die Spülmaschine!

Das Silberbesteck von heute ist meist spülmaschinenfest - also rein damit! Allerdings solltet ihr das Silberbesteck extra sortieren - und nicht mit dem Edelstahlbesteck zusammen, weil es sonst Kratzer geben kann. Und tatsächlich: Geerbtes Silberbesteck oder versilbertes Besteck ist meist nicht ganz rostfrei - und sollte daher tatsächlich von Hand gespült werden.

5. "Männer mit Hut können nicht Autofahren!"

Isso!

6. "Nimm auf Reisen deinen Brustbeutel mit!"

Denn so ein Brustbeutel ist praktisch das Leatherman-Tool des internationalen Zahlungsverkehrs. Damit kann einem nichts passieren! Nichts! Kein Dieb wird jemals den Brustbeutel von unserem Nacken reissen, keine ungeschickte Bewegung wird es jemals schaffen, den Brustbeutel an ungewollte Orte zu bugsieren. Und das ist gut so, denn in dem Brustbeutel sind schließlich immer all unsere wichtigen Dokumente, all das Bargeld und ja, bei Fernreisen auch noch Traveler Cheques ("Hast du schon deine Traveler -Cheques beantragt, Kind?")...

7. "Halte immer deinen Nieren warm!"

Der Horrorsatz von Menschen, die Unterhemden nicht mögen! Und dann, wenn man plötzlich alt genug ist, selbst zu entscheiden, was man anzieht, und das verhasste Unterhemd weglässt, stellt man fest: Nichts passiert! Das Risiko einer Blasenentzündung steigt eher durch kalte Füße.

Ganz ähnlich: "Setz dich nicht auf kalte Steine!"

Denn das gibt wahlweise a) eine Blasenentzündung. Oder b) Hämorrhoiden. Und beides ist Quatsch - eine Blasenentzündung entsteht durch Baktieren - nicht durch Kälte. Und auch Hämorrhoiden haben nichts mit Kälte zu tun.

8. Zecken fallen von den Bäumen

Tun sie nicht! Sie sitzen im Gras und warten dort auf Opfer!

9. "Wer abends feiern kann, kann am nächsten Tag auch arbeiten."

Öhem, nöö. Stimmt nicht!

10. "Beim Schielen können die Augen stehen bleiben"

Nein, stimmt nicht. Wer schielen möchte, kann das so oft tun, wie er mag. Nur leider nimmt die Lust am Schielen mit dem Alter ab, was ziemlich schade ist, denn man sollte generell mehr Grimassen ziehen. Jedenfalls wurde bislang noch kein einziger Fall dokumentiert, in dem das kurzzeitige Spaß-Schielen zum sogenannten Strabismus (also dem dauerhaften Schilen) geführt hätte.

Wir hoffen, ihr habt jetzt den Durchblick.