We Are Scientists: Brain Thrust Mastery

Große Erwartungen sind dann doch immer ein Problem. Und so ist es freilich für eine Band, die so einen Knaller wie "Nobody Move, Nobody Gets Hurt" auf dem Debüt hatte, schwierig, einen respektablen Folge-Erfolg abzuliefern. We Are Scientists, die sympathischen musizierenden Akademiker aus New York, kämpfen genau da mit.

Doch siehe da: Das neue Album der beiden Oberwissenschaftler Keith Murray und Chris Cain "Brain Thrust Mastery" ist durchaus respektabel. Beginnen wir mit der ersten Single-Auskopplung, die schon wieder direkt ohne Umwege in die Beine geht: "After Hours". Schönes Lied zum sich auf der Tanzfläche im Kreise drehen. Und genau diesen Anspruch hatten wir ja auch an die Band mit dem schönen Namen.

Die anderen Songs verteilen sich gekonnt auf einem weiten Feld zwischen 80er-Jahre Pop ("Lethal Enforcer") und, nun ja, Lausbubenrock ("Tonight") wie man ihn besonders aus Schweden kennt. Es ist ein schönes Album und wirkt längst nicht so selbstreferentiell, wie man es beim Hören des Openers "Ghouls" vermuten mag, wo Herr Murray selbstkritisch anmerkt, nun zu wissen, dass er das eigentliche Problem ist. "Brain Thrust Mastery" geht prima rein und könnte für die tanzenden Indie-Mädchen hier ein schöner neuer Schatz im CD-Regal werden.