Verlobungsringe: So findet man den perfekten Ring

Verlobungsringe: Die Qual der Wahl. Eigentlich könnte es ganz einfach sein, denn erlaubt ist, was gefällt. Noch schöner ist es, wenn der Ring eine besondere Geschichte hat oder an ein gemeinsames Erlebnis erinnert. Kurz gesagt, mit unseren Tipps bekommt ihr dem passenden Verlobungsring bestimmt ein bisschen näher. 

Verzierter Verlobungsring

Gerne kann ein Verlobungsring auch ein klassisches Stück sein. Ein Erbstück oder ein Vintagering mit einer besonderen Geschichte.

Verlobungsringe von A bis Z:

Der perfekte Verlobungsring: Ob mit Diamant oder ohne, ob klassisch schlicht oder antik und verschnörkelt, ob Gold oder Silber - es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Verlobungsringen. Hauptsache der Verlobungsring entspricht der Vorstellung der Braut. Bloß, wie und wo findet man den? Und wie macht frau ihrem Mann klar, welchen Ring sie sich erträumt hat? Wir haben ein paar gute Tipps, wie ihr erfolgreich aus der Vielzahl an Verlobungsringen auswählt.

Verlobungsringe auswählen: Welcher Ring eignet sich zum Verlobungsring?

Grundsätzlich gilt natürlich auch in Sachen Verlobungsringe: Hauptsache er gefällt. Ob es nun ein sündhaft teurer Diamantring wird, der schlichte Silberring vom Lieblingsjuwelier oder ein antikes Fundstück vom Flohmarkt, Hauptsache der Verlobungsring kommt von Herzen und gefällt.

Klassische Verlobungsringe, wie sie vor allem in den USA üblich sind, tragen allerdings einen Diamanten und sind aus Gold, Weißgold oder Platin gefertig. Wir zeigen euch, wie man den richtigen Verlobungsring auswählt und worauf man bei Verlobungsringen mit Diamanten achten muss.

Verlobungsringe mit Diamanten - Worauf achten beim Diamantenkauf?

Die Qualität von Diamanten wird bestimmt durch die sogenannten "4C". Der Ausdruck kommt aus dem Englischen und steht als Abkürzung für Schliff (Cut), Farbe (Color), Reinheit (Clarity) und die Gewichtseinheit Karat (Carat). Wir erklären euch, wie man die 4C von Diamanten beurteilt und wie sie sich auf den Preis eures Verlobungsringes auswirken.

Verlobungsring in Gold

Es muss nicht immer Silber oder Platin sein. Auch Verlobungsringe in Gold sind wieder hoch im Kurs.

Verlobungsringe mit Diamanten: Der Schliff (Cut)
Verlobungsringe müssen üppig sein? Ein dicker Diamant macht noch keinen perfekten Verlobungsring! Und auch der Wert eines Diamanten berechnet sich nicht alleine aus der Größe und Farbe des Steins. Vielmehr kommt es auch auf den Schliff des Steins ab, denn der sorgt dafür, dass der Diamant erst so richtig funkelt. Wie viel ein Diamant wert ist, hängt sehr davon ab, wie perfekt er geschliffen ist. Ein guter Schliff sorgt dafür, dass das einfallende Licht optimal reflektiert wird und lässt den Stein in allen Farben funkeln.

Ob man als Verlobungsring nun einen runden oder ovalen Diamanten aussucht, ist dem persönlichen Geschmack überlassen. Die Form, ob nun klassischer Brillant-Schliff oder angesagte Tropfenform, sagt noch nichts über den Wert und Preis eines Diamantrings aus.

Die Formen bei Verlobungsringen: man unterscheidet im Allgemeinen zwischen Brillant-Schliff (Full Cut), Smaragd-Schliff (Emerald Cut), Tropfenform (Pear Shape), Navette (Marquise), Oval und Princess. Ganz selten findet man mittlerweile auch "modische" Schliffe wie die romantische Herzform.

Die Qualität des Schliffs wird von verschiedenen Komponenten beeinflusst: Höhe und Größe der sogenannten Tafel (der oberen, flachen Fläche des Steins) und Tiefe der Kalette (der unteren Spitze des Steins).
Ich will einen Brillant-Ring! Achtung: Diamant ist nicht gleich Brillant! Ein Brillant ist ein geschliffener Diamant im Brillantschliff. Brillantschliff bedeutet, dass der Stein rund geschliffen ist und mindestens 56 Facetten hat. Der Brillantschliff ist immer schon sehr beliebt als Verlobungsring und auch heute noch heiß begehrt. Eine zeitlose und gefällige Form unter den Verlobungsringen.

Verlobungsringe von Tiffany

Hier eine Auswahl, für diejenigen, die auf einen klassischen Verlobungsring von Tiffany & Co. bestehen. Von links nach rechts: Tiffany Legacy, ab 16.300 Euro, Tiffany Setting, ab 12.800 Euro und Tiffany Soleste, ab 3.700 Euro.

Verlobungsringe mit Diamanten: Die Größe (Karatgewicht)

Der Schliff ist ausgewählt, jetzt muss die Steingröße des Verlobungsrings entschieden werden. Natürlich träumt fast jede Braut in spe von einem möglichst prächtigen und großen Diamanten. Doch wie wird die Größe des Steins gemessen?

Das Gewicht eines Diamanten wird in Karat gemessen. Ein Karat entspricht 0,20 Gramm. Das Gewicht eines Diamanten ist jedoch nicht alleine entscheidend für den Wert. Zwischen zwei Diamanten gleichen Karatgewichts können aufgrund von Qualitätsunterschieden erhebliche Unterschiede bestehen. So kann ein kleinerer Diamant auch größere Schönheit aufweisen, wenn Schliff, Reinheit und Farbe hochwertiger sind.

Diamant

Ein lupenreiner Diamant ist äußerst selten.


Bei zwei Verlobungsringen mit Steinen in gleicher Qualität ist natürlich der größere Diamant erheblich wertvoller. Ein Diamant mit zwei Karat etwa ist üblicherweise mehr als doppelt so teuer als ein Stein mit einem Karat. Es kommt eher selten vor, dass große Steine auch sehr hochwertig in den anderen Merkmalen sind, daher sind diese umso teurer.

Vorsicht: es gibt auch unseriöse Händler, die Steine so schleifen, dass ein höheres Karatgewicht erreicht wird, obwohl der Stein dadurch Schönheit und Qualität einbüßt.
Verlobungsringe vom Fachhändler: Wer einen Verlobungsring aussucht, sollte schon mal eine ungefähre Vorstellung davon haben, was er gerne ausgeben will. Ein guter Fachhändler für Diamanten- und Verlobungsringe wird dann eine passende Auswahl zusammenstellen. Auf keinen Fall sollte man sich drängen oder sich etwas aufschwatzen lassen, schließlich soll dieser Ring fürs ganze Leben bleiben...

Verlobungsring auf Blütenbett

Verlobungsringe mit Diamanten: Die Farbe (Color)

Der klassische Verlobungsring trägt meist einen farblosen Diamanten in der Mitte. Diamanten gibt es aber nicht nur farblos, sondern auch in Farben wie Gelb und Rosa. Verlobungsringe mit farbigen Diamanten sind seit einigen Jahren besonders angesagt. Spätestens seit Ben Affleck seiner damaligen verlobten Jennifer Lopez einen pinkfarbenen 6,1-Karäter geschenkt hat. Und auch Topmodel Heidi Klum bekam von Ehemann Seal einen gelben Diamanten zur Verlobung.

Farblose Diamanten bleiben aber die gefragteste Variante von Verlobungsringen. Wer sich für einen farblosen Diamanten entscheidet, kann je nach Farbeinstufung des Steins ein kleines Vermögen mehr oder weniger ausgeben.
Bei perfektem, absolut farblosem Stein durchdringt weißes Licht den Stein mühelos und tritt in Regenbogenfarben, dem sogenannten feuer, wieder aus.
Wer kein Diamantenkenner ist und kein Vermögen zur Verfügung hat, ist mit den Diamanten der Farbengruppe G bis J gut bedient. Mit bloßem Auge erkennen Nicht-Geschulte kaum einen Farbunterschied zu den wesentlich teureren Steinen der perfekten Farbvarianten D bis F.

Farbeinteilung bei Diamanten:

D, E, F Farblos (Weiß)

G bis J Fast farblos

K, L, M Sehr leicht gelblich

N bis R Leicht gelblich
S bis Z Hellgelb

Z+ Ausgefallene Farben (Blau, Rosa, Gelb, Braun, Lila...)

Verlobungsringe mit Diamanten: Die Reinheit (Clarity)

Die meisten Diamanten haben kleine, natürliche Einschlüsse, die das Feuer und den Preis des Diamanten beeinflussen. Je weniger Einschlüsse, desto teurer ist der Stein.

Ein geschliffener Diamant ist "lupenrein", wenn er sich für den geübten Fachmann bei zehnfacher Vergrößerung mit einer Diamantenlupe als absolut transparent und frei von Einschlüssen erweist.

Wir listen euch die verschiedenen Reinheitsgrade bei Diamanten auf, so dass ihr eure Wahl für den perfekten Verlobungsring treffen könnt. Auch hier ist der Preis natürlich nach oben offen, allerdings reicht es für die meisten Menschen, wenn man Einschlüsse mit bloßem Auge nicht erkennen kann, das wäre dann etwa bei Reinheitsgrad VS (Very small inclusions, also sehr kleine Einschlüsse) der Fall.

Reinheitsgrade bei Diamanten:

IF (Internally Flawless) Lupenrein: keine Einschließungen bei zehnfacher Vergrößerung erkennbar, extrem selten und entsprechend teuer

VVS (Very very small inclusions) Sehr, sehr kleine Einschlüsse: bei zehnfacher Vergrößerung schwer erkennbar, extrem gute Qualität

VS (Very small inclusions) Sehr kleine innere Merkmale: bei zehnfacher Vergrößerung nicht allzu schwer zu erkennen, sehr gute Qualität

SI (Small inclusions) Kleine innere Merkmale: bei zehnfacher vergrößerung leicht zu erkennen, gute Qualität

P1 (1st Piqué) Deutliche Einschlüsse: mit bloßem Auge schwer zu erkennen

P2 (2nd Piqué) Große Einschlüsse: mit bloßem Auge nicht allzu schwer zu erkennen

P3 (3rd Piqué) Grobe Einschlüsse: mit bloßem Auge leicht zu erkennen

Verlobungsringe: Alternativen zum Diamanten

Diamantringe als Verlobungsringe sind mittlerweile nicht nur in den USA und England sehr angesagt, sondern auch in Deutschland. Wem aber Diamanten gar nicht gefallen oder wenn sie nicht ins Budget passen, gibt es auch reichlich schöne Alternativen. Geburtssteine zum Beispiel symbolisieren den Geburtstmonat der Trägerin und sind eine schöne, individuelle Lösung für Verlobungsringe.

Geburtssteine nach Monaten:

Edelsteine

Januar Granat

Februar Amethyst

März Aquamarin

April Diamant

Mai Smaragd

Juni Perle, Mondstein

Juli Rubin

August Peridot

September Saphir

Oktober Opal, Turmalin

November Topas

Dezember Türkis

Verlobungsringe mit Diamanten: Die Fassung

Natürlich werden Verlobungsringe nicht allein nach dem Stein, sondern auch ihrer Fassung wegen ausgewählt. Dabei, und das richtet sich ganz besonders an den werten Bräutigam, soll darauf geachtet werden, dass das Design der Fassung der Braut wirklich gefällt. Es macht keinen Sinn, einer romantisch verträumten Braut einen modernen Verlobungsring mit klarem Design zu präsentieren oder einer klassisch-schlichten Braut einen verschnörkelten Verlobungsring mit viel Firlefanz. Der Verlobungsring muss zur Persönlichkeit der Braut passen.

Unser Tipp: Lieber Bräutigam, stellen Sie sich bitte die verschiedenen Verlobungsringe am Finger Ihrer Braut vor. Was mag sie? Was steht ihr? Trägt sie eher Gold oder Silber? Je ausgefallener der Ring, desto schwieriger ist es, ihn täglich zu tragen. Passt die Hand Ihrer Liebsten dann noch in einen Handschuh? Ragt der Stein zu weit heraus, bleibt sie damit leicht hängen?

Wie viel müssen Verlobungsringe kosten?

Da gibt es wirklich keine Regel! Natürlich bestimmt sich der Preis, den man für einen schönen Verlobungsring ausgeben will, in erster Linie nach den finanziellen Möglichkeiten des Bräutigams. In den USA gilt die Faustregel, ein Verlobungsring soll soviel kosten, wie der Bräutigam in 3 Nettmonatsgehältern verdient. Das kann aber auch ganz schön unterschiedlich ausfallen und nicht jede Braut wird sich dabei wohlfühlen einen Verlobungsring um zigtausende Euros jeden Tag ins Büro, die Tram und das Fitness-Studio zu tragen. So ein teures Teil kann schließlich auch mal verloren gehen oder gar gestohlen werden. Und dann?

Am besten entscheidet man also individuell und ein gemeinsam gefundener, toller Flohmarkt-Fund aus Rom kann schließlich mehr Freude machen, als der teuerste Diamantring aus dem schicksten Laden der Stadt.