Das Urinal für Frauen ist da!

Stadtplaner aus Berlin haben verkündet, öffentliche Toiletten in der deutschen Hauptstadt revolutionieren zu wollen … und zwar mit einem Pissoir für Frauen. Was hinter dem Damenurinal steckt, lest ihr hier!

Dixie-Klos

In Berlin sollen laut Stadtplanern nach Geschlechtern getrennte Toiletten zwar nicht abgeschafft werden, aber um mehr geschlechtsneutrale öffentliche Toiletten ergänzt werden.

Ein Pissoir für Frauen? Hört sich verrückt an, könnte in Berlin aber schon bald Realität sein. So haben Stadtplaner aus Berlin verkündet, künftig eine vollkommen neue Form von öffentlichen Toiletten errichten zu wollen … und zwar mit dem Damenurinal!

Dahinter steckt aber eigentlich kein Pissoir für Frauen, sondern ein Pissoir für ALLE: Den Stadtplanern geht es nämlich darum, in Berlin geschlechtsneutrale Toiletten anbieten zu können.  In dem Bericht Toilettenkonzept, den die Stadt Berlin Ende Juli 2017 veröffentlicht hat, heißt es: „Aus Sicht der Gleichstellung sind Pissoirs allein nicht akzeptabel. In Zukunft sollten Urinale, die von allen Geschlechtern benutzt werden können, angeboten werden.“

Bravo, Berlin für so viel Gleichberechtigung! Endlich können auch Frauen auf öffentlichen Toiletten im Stehen – das heißt BERÜHRUNGSLOS! – pinkeln. Aber wie soll das funktionieren? Das Frauenpissoir, beziehungsweise das Pissoir für alle, ist keine neue Erfindung. Das Design dafür gibt es schon seit Jahrzehnten, in einigen Ländern wie China, Japan oder der Schweiz sind sogar schon Pissoirs für Alle im Einsatz … samt Infografik mit Bedienungsanleitung:

In die Hocke gehen, Wasser lassen, fertig. Das Pissoir für alle könnte für Frauen eine etwas hygienischere Möglichkeit sein, in der Öffentlichkeit das stille Örtchen aufzusuchen, da sie sich dadurch erleichtern können, ohne sich auf eine Keim-verseuchte Toilette sitzen zu müssen. Außerdem könnten dadurch lange Kloschlangen reduziert werden und Wasser sowie Toilettenpapier gespart werden, da sich Frauen keine DIY-Toilettensitzabdeckungen mehr basteln müssten.