Macht Facebook unglücklich?

- Eine Studie der Universität Kopenhagen hat herausgefunden, ob Facebook uns unglücklich macht. Ob unsere Newsfeeds, Timelines, Nachrichten und Posts uns wirklich unglücklich machen und ob wir jetzt alle unsere Profile löschen werden, erklären wir euch hier!

Facebook Studie

Macht Facebook unglücklich? Eine neue Studie aus Dänemark kennt die Antwort auf diese Frage.

Morten Trombolt, Autor der Studie „Quitting Facebook Leads to Higher Levels of Well-Being“ hat für sein Experiment 1.095 Teilnehmer in zwei Gruppen unterteilt. Die erste Gruppe hat sich dabei eine Woche lang nicht mehr bei Facebook angemeldet, während die zweite Gruppe, die sogenannte Kontrollgruppe, Facebook wie gewohnt genutzt hat.

Studie: Facebook-Nutzer sind unglücklicher

Das erste Ergebnis der Studie: Von den Leuten, die eine Woche lang Digital Detox machen sollten, haben nur 87 Prozent durchgehalten. Doch der Rest, der tatsächlich eine Woche lang ohne Facebook leben konnte, war nach Ablauf der sieben Tage glücklicher, als die Teilnehmer aus der Kontrollgruppe. So gaben in der Befragung nach dem Experiment 88 Prozent der Personen, die eine Woche lang Facebook fasten mussten, an glücklich zu sein. Bei den Probanden, die Facebook ganz normal genutzt haben, waren dies nur 81 Prozent.

Zugegeben: auch wir waren schon manchmal frustriert, wenn wir auf Facebook gesehen haben, wie gut es unseren Freunden geht, während wir mit Ben & Jerry Eiscreme im Bett liegen und unseren Ex stalken. Mal ganz abgesehen von der ganzen Zeit, die dafür drauf geht, in der wir hätten produktivere Dinge tun können … doch ganz ohne Facebook möchten wir trotzdem nicht leben.

Facebook ruft Stressgefühle in Nutzern hervor

Aber vielleicht bewegen euch (und uns) ja die weiteren Ergebnisse der Studie zum Facebook-Exit: So kam Morten Trombolt zu dem Schluss, dass die Wahrscheinlichkeit von Facebook-Nutzern 55 Prozent höher ist, sich gestresst zu fühlen. Erklärung: 40 Prozent der Befragten User gaben an, den angeblichen Erfolg ihrer Facebook-Freunde zu beneiden, während 39 Prozent von ihnen zudem eine größere Wahrscheinlichkeit haben, unglücklicher als ihre Mitmenschen zu sein. Wir gehen ja davon aus, dass das am Vergleich zu den Mitmenschen liegt, die auf Facebook natürlich nur ihre Erfolge und Leistungen veröffentlichen und Niederlagen oder Ausrutscher in den meisten Fällen für sich behalten … also wir bleiben trotzdem erst mal auf Facebook. Und wenn wir unsere Ex-Freunde genug gestalked haben, können wir ja immer noch süße Tiervideos oder Kochtutorials anschauen.

Facebook Studie: Leute mit vielen Freunden leben länger

Solltet ihr allerdings euer Profil jetzt löschen wollen, lasst uns euch noch raten, dass solche Studien immer etwas differenziert betrachtet werden sollten. So kam eine andere Studie der University of California in San Diego auf das Ergebnis, dass Leute mit vielen Facebook-Freunden länger leben als andere. Viele Freundschaftsanfragen auf Facebook zu erhalten wird laut der Untersuchung, die in dem amerikanischen Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht wurde, mit einem längeren Leben verbunden. Aha!