Stress im Job? Das hilft sofort

- Stress im Job kann richtig krank machen. Eine Studie hat gezeigt, dass die Stresshormone dabei nicht nur den Körper beeinflussen, sondern sogar das Gehirn verändern können! Höchste Zeit etwas dagegen zu tun

Stress im Job? Das hilft sofort!

Stress in der Arbeit kann viele Ursachen haben: Ärger mit Kollegen, ungerechte Behandlung oder schlichtweg ein hohes Arbeitspensum. Und auch wer mit solchen Widrigkeiten bisher prima klar gekommen ist, fühlt sich irgendwann gestresst – dann nämlich, wenn private Probleme dazu kommen oder die Gesundheit angeschlagen ist. Da sich Stress in der Arbeit sehr negativ auf die Gesundheit und die Lebenserwartung auswirken kann, ist es sehr wichtig, den Ursachen für Stress auf den Grund zu gehen. Etliche Studien haben den Zusammenhang zwischen Bezahlung und Stress im Job und der Gesundheit und Lebenserwartung erforscht und sind zu dem Schluss gekommen: Wer einem hohen Grad von Stress ausgesetzt ist, lebt ungesünder, ist unzufriedener und stirbt früher.

Dabei gibt es einige Strategien, die Stress vermeiden helfen oder den Umgang mit ihm erleichtern. Gewusst, wie!

Mit diesen Strategien bekämpft ihr Stress sofort:

Step 1: Panik und Ärger vermeiden
Viele Situationen sehen auf den ersten Blick bedrohlicher aus, als sie sind. Wenn es nicht gerade die drohende Kündigung ist, dann hilft es meistens zunächst schon, sich zu beruhigen und genau zu reflektieren, was euch denn eigentlich Angst macht oder was euch verärgert hat: Die kritischen Bemerkungen eines Kollegen heute in der Konferenz? Reflektiert ganz rational die Stresssituation: Ist die Kritik begründet? Wurden auch andere Kollegen oder nur ihr kritisiert? Bezieht die negativen Äußerungen auf die Umstände und nicht auf eure Person! So oder so muss der schwierige Part folgen: Ihr müsst das Gespräch suchen. Das ist vor allem dann schwierig, wenn ihr euch sonst nicht so viel mit euren Kollegen oder der Chefetage unterhaltet. Ist das Verhältnis schon gut, sollte ein Gespräch beim Mittagessen oder auf dem Flur schon möglich sein. Andernfalls müsst ihr euren inneren Schweinehund überwinden und bei ernsthaften Streitpunkten den Weg ins Büro der Kollegen suchen, euren Standpunkt vernünftig und diplomatisch klar machen und eine Lösung erarbeiten. Das ist nicht leicht, aber Übung macht den Meister - und Konfrontation muss man lernen, das kommt immer wieder im Leben auf euch zu! 

Step 2: Ausgleich schaffen
Stresshormone werden nicht nur durch die gedankliche Auseinandersetzung mit der Stress-Situation, sondern auch durch Körpertraining abgebaut. Entspannungsübungen (schon täglich 5 Minuten reichen!) könnt ihr auch am Arbeitsplatz durchführen. Setzt euch dazu bequem hin und schließt die Augen. Spannt dann bewusst eure Muskeln an und lockert sie wieder. Dabei ruhig und regelmäßig atmen. Tipp: Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft (Mittagspause nutzen!) macht den Kopf frei und baut Stresshormone ab. Sport am Morgen kann Wunder bewirken: Ihr seid ausgelastet, motiviert und voller Energie. So lassen sich kleine Herausforderungen viel leichter meistern, als wenn ihr noch schlaftrunken im Büro erscheint und ohne Umschweife mit negativem Stress beladen werdet (ja, es gibt auch positiven, motivieren Stress, wenn unter Zeitdruck Dinge getan werden müssen, die der Mensch für erstrebenswert hält oder an deren Ausführung Spaß empfunden wird).

Step 3: Plan erstellen
Könnt ihr vor Arbeit nicht mehr über den Schreibtisch sehen? Dann hilft es oftmals, einen einfachen Plan auszuarbeiten. Und das am besten am frühen Morgen, noch bevor ihr das Haus verlasst - vielleicht bei einer Tasse Tee nach einer Runde Yoga oder Gymnastik? Dann könnt ihr euch ordnen und schauen: Was muss sofort oder besonders zügig erledigt werden, was kann warten? Könnt ihr Aufgaben delegieren? Was ist wirklich so wichtig, dass ihr euch dafür stressen wollt? 
Wichtig: Verplant nie eure ganze Arbeitszeit, sondern haltet kleine Zeitpuffer für unvorhergesehene Arbeiten frei. Falls ihr diese Zeit nicht braucht, könnt ihr immer noch Liegengebliebenes aufarbeiten.