Das sind die 5 häufigsten Gründe für Streits in Beziehungen - und so könnt ihr sie vermeiden

Psychologen und Forscher haben den häufigsten Grund für Streits in Beziehungen herausgefunden: Unbefriedigte Bedürfnisse! Was sich genau dahinter verbirgt, und wie ihr Streits mit eurem Partner vermeiden könnt, lest ihr hier!

Beziehungsstreit

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Eins steht fest: Wenn ihr lange genug in einer Beziehung seid, werdet ihr euch früher oder später auch mal in die Haare kriegen – und das ist auch gut so! Denn Streiten bedeutet nicht, dass ihr mit der falschen Person zusammen seid, oder dass die Beziehung gar zum Scheitern verurteilt ist. Konflikte sind ganz klar ein unausweichlicher Teil jeder langjährigen menschlichen Beziehung, schließlich sind wir alle Individuen mit einem eigenen Kopf und eigenen Ansichten.

Dennoch hat die Häufigkeit und sagen wir mal "Qualität" der Streits mit eurem Partner viel damit zu tun, wie zufrieden ihr tatsächlich in eurer Beziehung seid. Klar, die meisten Paare würden es vorziehen, so wenig wie möglich zu streiten. Trotzdem kommt es häufig vor, dass über unbedeutende Dinge gestritten wird oder ein schöner Abend in Wut und verletzte Gefühle übergeht.

Wenn wir große Streitthemen also grundsätzlich am liebsten vermeiden wollen, warum kommt es dann trotzdem dazu? Zwei neue Studien eines belgischen Forscherteams geben Antworten. Gaëlle Vanhee und ihre Kollegen konzentrierten sich auf die Rolle unbefriedigter Bedürfnisse als Auslöser von Konflikten.

Diese unbefriedigte Bedürfnisse führen zu Konflikten

Die Forscher fanden heraus, dass Paare deutlich mehr stritten, wenn die folgenden grundlegenden Bedürfnisse nicht erfüllt wurden:

1. Verbundenheit

Natürlich haben wir ein grundlegendes Bedürfnis nach enger Verbundenheit zu unserem Partner/ unserer Partnerin. Die Grundlagen für unseren "Bindungsstil" werden dabei schon im Kindesalter gelegt - durch die Verbindung zu unserer primären Bezugsperson. Dieser Grundstein entwickelt sich dann mit anderen Beziehungen weiter. Diese Bindungsbedürfnisse mit einem Partner zu matchen ist einer der wichtigsten Pfeiler einer langfristigen Beziehung. Denn Verbindungen, in denen man sich sicher und geborgen fühlt, setzen eine sehr vertraute Basis voraus - auf die wir uns verlassen können und die wir auch stets wertschätzen sollten.

2. Akzeptanz

Natürlich ist es sehr Vorteilhaft, wenn wir uns in einer Beziehung grundsätzlich akzeptiert fühlen. Das heißt natürlich nicht, dass man immer harmonisch einer Meinung sein sollte, sondern vielmehr, dass man die Fehler des jeweils anderen akzeptiert - und das diese Akzeptanz auf Gegenseitigkeit beruht.

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3. Positive Wertschätzung

Na klar: Die meisten von uns würden sich nicht einfach damit zufrieden geben, dass sie von ihrem Partner bloß akzeptiert werden. Wir wollen auch wissen, dass sie uns wirklich mögen. Wir müssen Wärme und Zuneigung empfinden, nicht nur "Ich akzeptiere deine vielen, vielen Fehler", sondern vielmehr ein "du bist besser als du denkst". Laut den Psychologen kann die Wärme eines Partners einem Menschen helfen, mehr positive Gefühle für sich selbst zu entwickeln. 

4. Eigenständigkeit

Seine Eigenständigkeit nicht zu verlieren ist ein sehr wichtiger Punkt in Beziehungen. Wir müssen spüren, dass wir ein gewisses Maß an Kontrolle darüber haben, was wir tun und dass wir unser eigenes Leben schreiben. Es überrascht nicht, dass Vanhee und ihre Co-Autoren feststellten, dass die Menschen mit ihren Beziehungen unzufriedener waren, wenn sie sich in ihnen übermäßig kontrolliert und weniger autonom fühlten. Außerdem fanden sie mehr ungesunde Kommunikationsmuster, wenn es den Partnern (insbesondere den Männern) an Autonomie fehlte.

5. Kompetenz

Natürlich braucht der Mensch Bestätigung. Für uns ist es wichtig, dass wir uns so fühlen, als wären wir gut in dem, was wir tun. Dieses Gefühl der Kompetenz hängt mit allen möglichen positiven Ergebnissen zusammen und macht uns glücklich. Wie bei unserem Bedürfnis nach Autonomie stellen Vanhee und Kollegen fest, dass ein geringeres Gefühl von Kompetenz in der eigenen Beziehung (für den männlichen Partner) mit schlechterer Kommunikation verbunden war. Die Studie stellte fest, dass sich ein Partner sich zurückzog und Konflikte vermied, wenn das Thema Unzufriedenheit mit dem Partner aufkam. Ein Punkt, an dem die positive Wertschätzung zum Tragen kommt. Denn ist am Ende nicht wichtiger, dass wir uns in einer Beziehung gegenseitig wertschätzen und die positiven Aspekte viel mehr wahrnehmen, als die negativen. Falls nicht, solltet ihr euch dringend diesen Artikel durchlesen:

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