Somniloquie: Das sagen wir, wenn wir im Schlaf reden

- Somniloquie ist eine Verhaltensstörung, die sich dadurch äußert, dass Betroffene im Schlaf reden. Ob Reden im Schlaf bedenklich ist und therapiert werden sollte und was Betroffene nachts so von sich geben, wenn sie im Schlaf sprechen? Hier gibt’s alle Infos zu Somniloquie!

Frau schläft

So viel fluchen wir im Schlaf!

Was ist Somniloquie?

Im Schlaf reden wird von Experten auch Somniloquie genannt. In der Regel geben Betroffene nur unverständlichen Kauderwelsch von sich, da die zum Sprechen benötigten Muskeln im Schlaf inaktiv sind. Doch es gibt auch Personen, die schlafend vollständige Wörter und Sätze artikulieren können. Somniloquie, oder Reden im Schlaf, tritt meist während der Traumphase auf. Die Ursachen dafür sind noch relativ unbekannt, allerdings können Faktoren wie psychischer Druck, Fieber, Alkohol und Medikamente Somniloquie hervorrufen. Es wird zudem vermutet, dass im Schlaf reden vererbbar ist.

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Studie: Was sagen wir, wenn wir im Schlaf reden?

Circa 5 Prozent aller Erwachsenen reden im Schlaf. Bei Kindern bis zur Pubertät sind sogar 50 Prozent betroffen. Diese Menschen würden garantiert gerne wissen, was sie da von sich geben, wenn sie im Schlaf vor sich hin plappern. Diese Frage hat auch französische Wissenschaftler beschäftigt. Deshalb haben sie in einer Studie 232 Personen zwei Nächte lang beim Schlafen beobachtet und ihre Äußerungen aufgezeichnet. Was die schlafenden "Befragten“ gesagt haben? Das meist gesprochene Wort war "nein“. Außerdem fiel auf, dass die Schlafenden besonders viele Schimpfwörter und Beleidigungen verwendeten. So enthielten 10 Prozent aller Sätze vulgäre Ausdrücke, das Wort "Fuck“ ist sogar 800 Mal öfter als in regulären Gesprächen gefallen. Die Beleidigungen der Leute, die im Schlaf reden, richteten sich meist gegen bestimmte Personen, um sie zu verletzen oder zu verurteilen. Es stellte sich also heraus, dass wir im Schlaf ziemlich viel fluchen!

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Ist Reden im Schlaf gefährlich?

Ganz davon abgesehen, dass Betroffene ihren Bettpartnern fiese Schimpfwörter und Beleidigungen an den Kopf werfen könnten (und sie wahrscheinlich durch das ständige Reden im Schlaf um den eigenen Schlaf bringen), ist Somniloquie unbedenklich. Es handelt sich dabei weder um eine Krankheit, noch eine Schlafstörung oder ein sonstiges Schlafproblem. Viele Betroffene, die ohne einen Bettpartner schlafen, wissen zumeist gar nicht, dass sie im Schlaf reden. Eine Therapie ist deshalb nicht notwendig. Wer seinem Bettgenossen allerdings die nächtlichen Schlaf-Monologe ersparen will, kann es mit Meditation und autogenem Training probieren. Auch der Verzicht auf Alkohol und schwere Mahlzeiten zum Abendessen sowie ein regelmäßiger Schlafrhythmus können helfen, dem Reden im Schlaf ein Ende zu bereiten.

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