Networking - Kontakte knüpfen für Job & Karriere

Vitamin B erhöht bei der Jagd nach Ihrem Traumjob definitiv Ihre Erfolgaussichten! Die meisten Stellen werden nun mal weniger durch Stellenanzeigen, sondern mit bekannten Gesichtern besetzt.

Qualifikationen sind nicht alles - viele Jobs werden über Bekanntheit und Sympathie vergeben. (Bild: Thinkstock)

Qualifikationen sind nicht alles - viele Jobs werden über Bekanntheit und Sympathie vergeben. (Bild: Thinkstock)

Bestimmt habt ihr auch schon einmal den Spruch „es kommt weniger darauf an, was du kannst, sondern wen du kennst“ gehört! Auch wenn das übertrieben ist und man auch mit den besten Beziehungen als Controllerin keinen Job als Architektin bekommen wird, steckt doch ein Körnchen Wahrheit dahinter: Vitamin B erhöht bei der Jagd nach eurem Traumjob definitiv eure Erfolgaussichten!

Die meisten Stellen werden nun mal weniger durch Stellenanzeigen, sondern mit bekannten Gesichtern besetzt – nicht umsonst kann man sich z.B. oft durch ein Einstiegspraktikum einen Trainee-Platz sichern. Viele Chefs wollen nicht die Katze im Sack kaufen, sondern verlassen sich bei ihrer Entscheidung auf das Urteil ihrer Teamleiter. Wie praktisch, wenn ihr bei dem schon Diplomarbeit geschrieben oder euch auf der letzten Messe am Firmenstand vorgestellt habt. Wie die verschiedenen Networking-Strategien aussehen, verraten wir euch hier:

Der Headhunter

Headhunter sind Menschen, die im Auftrag von Arbeitgebern den idealen Kandidaten für eine zu besetzende Stelle suchen. Um einen Headhunter auf sich aufmerksam zu machen, könnt ihr beispielsweise ein detailliertes Profil auf einer Internetplattform oder in einer Jobbörse wie monster.de anlegen. Günstig wäre es, wenn ihr bereits einen Headhunter über einen gemeinsamen Bekannten kennt und euch mit diesem einfach mal unverbindlich unterhaltet.

Headhunter suchen Kandidaten für Jobs und keine Jobs für Kandidaten, sind jedoch selbst auf ein großes Netzwerk angewiesen. Ein Ansprechen lohnt sich daher alle Mal! Habt ihr bereits eine (leitende) Stelle bei einer größeren Firma und werdet von einem Headhunter kontaktiert, solltet ihr nicht sofort offensichtlich und überschwänglich eure Begeisterung zeigen. Erstens schwächt ihr damit eure eigene Position und zweitens soll es schon Arbeitgeber gegeben haben, die mit eigens engagierten Profis die „Motivation“ ihrer Mitarbeiter testen wollten.

Die Internet-Community

Beim Networking kommt es darauf an, möglichst viele brauchbare Kontakte zu knüpfen. Gerade für Freiberufler ist es unerlässlich, ein Sicherheitsnetz aus unterschiedlichsten Auftraggebern zu knüpfen. Der ideale Ort dafür sind Internetplattformen wie Xing, Successity, femity oder Academici.net. Hier erstellt jeder User ein Profil, mit dem er gezielt nach Kontakten suchen kann oder aufgrund von Schlüsselwörtern auch gefunden und dann kontaktiert wird. Wichtig ist, das Profil detailliert auszufüllen und mit einem professionellen Foto zu ergänzen. Wer mit anderen Usern in Kontakt treten möchte, sollte nie nur „Ich will Sie als Kontakt hinzufügen“ schreiben, sondern deutlich machen, welchen Nutzen auch der andere vom Kontakt haben könnte.

Macht hier den Test: Welcher Job passt zu mir?

Die Selbstempfehlung

Gerade Berufseinsteiger haben meist eher wenige Kontakte, auf die sie zurückgreifen können. Praktikum während des Studiums gemacht oder ein Projekt in Eigenregie angeleiert? Frischt die Beziehungen zu alten Kollegen wieder auf oder arrangiert ein ein „zufälliges“ Treffen. Nachfragen kostet nichts! Informiert euch über eure Wunscharbeitgeber und besucht Fachmessen und Vorträge. Kurz-Lebenslauf und Arbeitsproben nicht vergessen – dann habt ihr etwas in der Hand, wenn euer Gesprächspartner interessiert ist und bleibt außerdem länger im Gedächtnis. Sammelt eure eigenen Informationen und Visitenkarten in einer Kartei: Notiert Namen, Adressen, Telefonnummern, Arbeitgeber und Bekannte eurer Kontaktpersonen, damit ihr gleich auf den richtigen Ansprechpartner zugreifen könnt!

Hier findet ihr ein ähnliches Thema: Frauen auf dem Weg nach oben!

Buchtipp:

Andreas Lutz und Cornelia Rüping: Praxisbuch Networking. Linde-Verlag, 14,90 Euro.