Moneybrother "Mount Pleasure"

Nehmen wir mal an, es besteht eine ausgeprägte Liebe für schwedische Poprocker gepaart mit einer persönlichen Schwäche für Schluffis mit jenem "Ich mache für dich das beste Omelett der Welt, habe aber leider nie Geld"-Blick. Dann besteht förmlich keine Chance, das neue Moneybrother Album "Mount Pleasure" zu ignorieren. Aber auch für alle Schweden-Schluffi-resistenten Musikfreunde ist das Teil wärmstens zu empfehlen.

Moneybrother: Der Mann mit dem Lausbubencharme, Anders Wendin, hat mit

Moneybrother: Der Mann mit dem Lausbubencharme, Anders Wendin, hat mit "Mount Pleasure" ein tolles neues Album herausgebracht (Bild: SonyBMG / Claudia Grassl)

Denn Anders Wendin, der Kopf hinter der tollen Band, hat auf seinem vierten Album für die Rocker, die Romantiker, die Folker und natürlich auch für die Popper einiges im Gepäck. So knallt der Opener "Guess Who' Gonna Get Some Tonight" richtig schön tanzbare Beats aus der Box, während es bei "It Might As Well Be now" melancholisch ins Duett mit der schwedischen Sängerin Ane Brun geht. Dazwischen haben wir viele fröhliche Popsongs mit ordentlichen Gitarren, die sogar eine Zeile wie "It Is Time For Falling Apart" locker-charmant rüberbringen.

Allen Tracks gemein ist diese Leichtigkeit, die Herr Wendin schon früher bewies und ihn gemeinsam mit H&M und Ikea jetzt garantiert zu unserem Lieblingsschweden macht. Moneybrother setzt auf dem Cover nicht auf zu enge Lederjäckchen und Schmollmund, sondern inszeniert sich als leicht verletztes, hemdsärmeliges "Ich scher mich nicht um meine Frisur"-Nordlicht. Das ist schön und darum wird diese CD gekauft!

Anders Wendin führt uns in "Hit the City" durch seine Heimatstadt Ludvika. Einfach mal nach Mittelschweden klicken ...