Woran merken Männer, dass sie sich mit ihrer Freundin ein Kind vorstellen können?

- Über kurz oder lang wird in fast jeder Beziehung die eine Frage gestellt: Wollen wir eine Familie gründen? Es kann freilich passieren, dass es die letzte Frage einer Beziehung gewesen sein wird. Dann war Hopfen und Malz aber wahrscheinlich ohnehin verloren. Es kann auch passieren, dass man sofort "Juchhu" schreit und sich an die Arbeit macht. Oder aber man denkt drüber nach, meistens braucht Mann dabei etwas länger. Was ich übrigens nicht schlimm finde, denn man soll sich schon sicher sein, das man das richtige tut, bevor man einen neuen Menschen in die Welt setzt. Aber woran merken Männer, dass sie sich mit ihrer Freundin ein Kind vorstellen können?

Uiuiui. Ein Schangerschaftstest. Womöglich positiv. Dann kommt ja nach dem Geschlechtsverkehr die Verantwortung ...

Uiuiui. Ein Schangerschaftstest. Womöglich positiv. Dann kommt ja nach dem Geschlechtsverkehr die Verantwortung ...

Schon als Teenager gelten Männer, oder Jungs in diesem Fall, als unreif. Was sie in diesem Alter auch sind. Frauen, oder Mädchen, sind hingegen immer reifer, erwachsener, vernünftiger. Das ist schlimm, wirklich schlimm, wenn man mit 14 in ein gleichaltriges Mädchen verliebt ist, das nur Augen für einen 17-Jährigen hat, weil der nicht mehr so ein Kindskopf ist. Aber es ist auch, das habe ich mittlerweile gelernt, ganz normal.

Als Mann brauche ich einfach mehr Zeit, um mich emotional zu entwickeln. So steht's in den Lehrbüchern und Internetforen. Das wird, glaubt man den Experten, immer so sein. Kein Wunder also, dass Männer mit überschaubarem Enthusiasmus an die Familienplanung gehen? Dass sie zögern, weil sie erst das Leben genießen wollen?

Ich kann das nicht bestätigen. Meistens liegt es einfach nur daran, dass es etwas länger dauert, bis man die Richtige gefunden hat. Als meine Freundin und ich die Ferne in unserer Beziehung überbrückten und in eine gemeinsame Wohnung zogen, war mir klar, dass sich die Zeiten ändern würden. Und ich hatte absolut nichts dagegen, Verantwortung für andere Menschen zu übernehmen, was sich zunächst einmal auf meine Freundin beschränkte.

Einen gemeinsamen Alltag meistern, hui, das ist eine Herausforderung. Aber wenn sich ein Mann darauf einlässt, dann ist das schon die halbe Miete. Und wenn Mann die gerne bezahlt, dann ist er auch bereit für mehr.

Es gibt kein Aha-Erlebnis: "Jetzt will ich unbedingt ein Kind haben." Die Erkenntnis, sich ein Kind mit der Freundin vorstellen zu können, ist ein Prozess. Ich weiß deswegen auch nicht mehr, wann mir klar war, dass ich ein Kind wollte. Ich weiß aber, das wir zusammen auf unserer ziemlich alten und ziemlich hässlichen orange-braunen Couch in unserer kleinen 2-Zimmer-Wohnung saßen, als wir ziemlich beiläufig feststellten, dass wir gemeinsam Kinder haben wollten. Das fühlte sich damals richtig an, und es fühlt sich jeden Tag noch richtiger an.

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