Wie stehen wir Männer eigentlich zu verschiedenen Frauentypen?

- "Eigentlich bin ich doch gar nicht dein Typ, oder", ich war neulich ganz schön perplex, als ich auf der Couch rumlümmelte und mich meine Freundin mit der Wahrheit überrumpelte. Sie ist blond, selbstbewusst und ihren blauen Augen blieb nicht verborgen, dass ich eigentlich eher so auf den Rehtyp stehe. Braune Haare, große braune Kulleraugen, lieblicher "Du-musst-mich-beschützen"-Blick: mein Beuteschema von früher. Und trotzdem bin ich mit ihr zusammen, sehr lange schon. Wenn ich darüber nachdenke: Die Sache mit den Frauentypen kommt mir ziemlich spanisch vor ...

Arsch ist nicht alles: Worauf es uns Männern bei Frauen wirklich ankommt.

Arsch ist nicht alles: Worauf es uns Männern bei Frauen wirklich ankommt.

Klar hat jeder Mann einen bestimmten Frauentyp (die ganz tollen Männer haben sogar mehrere, aber die wollen nur ihren Spaß) auf den sie stehen, der sozusagen die basic instincts weckt. Das geht allen Männern so – wir sind geeicht, auch wenn es nicht alle wahrhaben wollen. Blond bleibt blond, ein Leben lang. Oder braun. Oder im Fall von Bruce Springsteen: "It takes a red headed woman, to get a dirty job done."

Ich freue mich auch heute noch, wenn ich einen alten Audrey-Hepburn-Film oder einen neuen Alicia-Vikander-Film sehe. Gelernt ist gelernt. Aber das bedeutet nicht, dass ich in einer Beziehung auf einen bestimmten Frauentyp festgelegt bin, nur weil ich schwärme. Oder um es mal drastisch zu formulieren: Arsch ist nicht alles. Meine Freundin weiß das zum Glück, ohne dass ich es ihr sagen müsste. Und ich sehe dafür Claudio Pizarro nicht als Konkurrenten.

Mir ist der Frauentyp dann doch recht schnuppe, manchmal befürchte ich, dass ich dieser Hinsicht ein komischer Kauz bin. Immerhin machen ständig irgendwelche Frauenmagazine, Partnerbörse oder Fitnessstudios irgendwelche Umfragen zum Thema "Welche Frauentypen kommen bei Männern besonders gut an?"

Die einen sagen, Männer stehen auf kurvige Frauen, die anderen behaupten, wir würden auf nette Frauen stehen. Glaubt ihnen kein Wort. Sie wollen euch alle nur verunsichern. Es ist völliger Quatsch, solche absoluten Behauptungen aufzustellen. Noch größerer Quatsch ist es, darauf reinzufallen. Die Gelackmeierten? Seid nämlich ihr! Weil ihr euch auf empirisch fragwürdige Daten verlasst, bei denen in den meisten Fällen nicht mal eine ordentliche Grundgesamtheit abgebildet ist.

Macht euch doch mal die Mühe, zehn Umfragen zu googeln und sie zu vergleichen. Am Ende kommt raus: Der typische Mann steht auf eine kurvige Frau mit schlanker Silhouette, die eine Tussi mit Kumpelattitüde ist, ziemlich klug, aber auch nicht wenig naiv. Na dann viel Spaß beim Optimieren eurer selbst. Hoffentlich kriegt ihr in der Klapse Besuch. Und falls ihr euch jetzt noch fragt, über welchen Frauentyp wir uns beim Männerabend lustig machen: Über keinen. Warum auch? Ist ein Männerabend, kein Frauenabend. Aber das habe ich ja schon hier erklärt.

Am Ende des Tages kommt es eigentlich nur auf eins an: euer Lächeln. Dann ist uns egal, welcher Frauentyp ihr seid. Meine Freundin kann ganz bezaubernd lächeln.

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