Was denken Männer über den Valentinstag?

- Den Valentinstag vergessen? Wenn ein Mann das macht, kann er im Normalfall gleich nach Nordkorea auswandern und eine große USA-Flagge vor dem Denkmal des "geliebten Führers" schwenken. Schlimmer wird die Strafe zu Hause auch nicht. Dabei ist der 14. Februar für Männer nur ein Tag wie jeder andere. Aber mit Pragmatismus kommt man nicht weit, wenn große Gefühle im Spiel sind. Zum Glück muss ich keine mehr haben.

Es ist zum Heulen: Den Valentinstag gibt es gar nicht.

Es ist zum Heulen: Den Valentinstag gibt es gar nicht.

Ich lehne mich nicht zu weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass der Valentinstag für Männer ein einziges Missverständnis ist. Ein Tag, an dem die perfekte Liebe erwartet wird, egal was am Abend zuvor passiert ist. Ein Tag, an dem so viele Erwartungen hängen, dass man zwangsläufig scheitert. Irgendwas ist immer. Und genau das ist das Problem: Irgendwas ist immer gilt an jedem Tag.

Eine Litanei über den Kommerzcharakter des Valentinstages und von Hollywood ins popkulturelle Herz gepflanzte romantische Idealvorstellungen muss ich gar nicht anstimmen. Weiß eh jeder, dass Heike's Blumenladen (mit falschem Apostroph) den Tag erfunden hat, um das Bruttosozialprodukt in den harten Wintermonaten anzukurbeln. Und Hollywood. Ach Hollywood …

Alles Gejammer ist nicht nötig. Weil, und das wissen vielleicht nicht alle, der Valentinstag das Bielefeld unter den Tagen ist. Es gibt ihn schlichtweg nicht. Alles was man darüber liest, was man darüber hört, was man davon sieht – das alles ist fake. Eine Erfindung der Geheimdienste, ein Programmierfehler in der Matrix, ein einziges Missverständnis.

Ich jedenfalls habe noch nie ein Geschenk zu diesem angeblichen Valentinstag bekommen. Keine Blumen, keine Socken, nicht mal eine Armbanduhr. Ich habe auch noch nie ein Geschenk zu diesem angeblichen Valentinstag gemacht. Keine Blumen, keine Dessous, kein Collier. Und ich kenne auch – und das ist nichts als die Wahrheit – niemanden, der mir davon berichtete, am 14. Februar beschenkt worden zu sein und geschenkt zu haben. Wenn das mal kein Beweis für die Nichtexistenz des Valentinstages ist.

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