In Island gibt es jetzt ein Gesetz gegen Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen

- Island gilt schon lange als Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung der Geschlechter. Kein Wunder also, dass das kleine Land im Nordatlantik jetzt für großen Jubel unter Frauenrechtlern gesorgt hat, als es ein Gesetz gegen Gehaltsunterschiede bei Männern und Frauen erlassen hat!

Rosie the Riveter

"Rosie the Riveter", eine amerikanische Werbefigur, ist eine Ikone für Frauen, die für mehr Gleichberechtigung kämpfen

In Deutschland erhalten Frauen laut dem Statistischen Bundesamt für die gleiche Tätigkeit bei gleicher Qualifikation im Schnitt zwischen 2 bis 7 Prozent weniger Gehalt, als ihre männlichen Kollegen. Bei diesem Phänomen handelt es sich um das sogenannte bereinigte Gender Pay Gap. Wenn man sich die reale, also unbereinigte Zahl der geschlechtsspezifischen Gehaltsunterschiede ansieht, dann steigt diese Zahl laut OECD sogar auf 17 Prozent!

Diese schiere Ungerechtigkeit lässt sich nicht nur in Deutschland feststellen, sondern fast auf der ganzen Welt … FAST. So hat die Regierung Islands zum 1. Januar 2018 ein Gesetz erlassen, das ein Gender Pay Gap verbietet. Das Gesetz fordert einen Nachweis von Unternehmen mit mehr als 25 Mitarbeitern, dass Männer und Frauen für die gleiche Arbeit auch das gleiche Gehalt verdienen. Firmen, die keine Gehaltsgerechtigkeit nachweisen können, müssen sich auf Bußgelder gefasst machen.

Obwohl es auch in Island noch Probleme mit der Gleichberechtigung von Mann und Frau gibt, gilt das Land als Vorreiter in Sachen Gleichstellung. Und nicht nur das: Island möchte nicht nur Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen beseitigen, sondern ein gänzlich faires Gehaltssystem einführen. So sollen Menschen bis 2022 unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Herkunft, ihrer Nationalität und ihrer sexuellen Orientierung für gleiche Arbeit gleich bezahlt werden.

Was eigentlich logisch klingen sollte, ist vielerorts – also überall außer in Island – leider noch laaaaaaaange nicht die Realität. Doch Islands Entscheidung, das Problem jetzt endgültig bekämpfen zu wollen, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Schritt, den hoffentlich künftig auch bald die restlichen 194 Länder dieser Welt gehen werden!