Sechs Geburts-Geheimnisse, die euch noch niemand verraten hat

Dass eine Geburt unter Umständen ein wenig anstrengend sein kann, haben die meisten von uns schon mitbekommen. Doch es gibt einige Geheimnisse des völlig natürlichen Vorgangs, über die kaum jemand spricht. Und das ist auch gut so - denn jede Geburt verläuft anders und es hilft keiner Frau, wenn sie den Kreißsaal oder das Geburtshaus voller Angst und mit Horrorstories im Hirn betritt. Aber ein paar Dinge passieren vielen Frauen während der Geburt und die wollen wir mir euch teilen. Schließlich hat uns das US-Model Chrissy Teigen mit ihrem Tweet zum Thema "Mütter in Windeln" wieder einmal schön die ganzen erstaunlichen Vorgänge des Körpers während und unmittelbar nach einer Geburt in Erinnerung gerufen... Achtung, die Autorin dieser Zeilen ist eher etwas pragmatisch veranlagt und möchte niemandem auf den Schlips treten. Das Thema Entbindung soll jede Frau so angehen, wie sie es für sich am passendsten empfindet - unsere Autorin ging klassisch ins Krankenhaus und hat mit Frauen gesprochen, die ebenfalls im Kreißsaal entbunden haben, manche mit, manche ohne PDA.

Geburtsgeheimnisse

Geburts-Geheimnisse gibt es viele - am Ende steht dann aber wirklich einer der schönsten Momente des Lebens, wenn das Baby da ist!

1. Ja, auch die Frau trägt Windeln

Der Wochenfluss nach der Geburt ist in den ersten Tagen etwas stärker als eine normale Monatsblutung. Dafür bekommt man im Krankenhaus schicke (NICHT!), riesige Einmal-Unterhosen aus wahrlich dehnbarstem Mesh-Material, in die die riesigen Binden (man kann sie im Drogeriemarkt unter dem Namen "Pelzys" erstehen) perfekt reinpassen...

2. Die Nachgeburt wird gefeiert

Als wäre das eigentliche Wunder der Geburt nicht das süße, knatschrote Baby, das einem nun bestensfalls auf der geschwollenen Brust liegt, sondern die Nachgeburt.  Im Kreißsaal freuen sich überproportional viele Menschen über die Plazenta, dieses darmähnliche Bündel aus Blut, Gewebe und noch so Zeugs. Die Plazenta wird dann auch stolz rumgezeigt, wie einst der kleine Simba, irgendwo ausgebreitet (wundert euch nicht, das Ding ist riesig) und man selbst ist wieder nur ein wenig verwundert, dass auch DAS eben noch im eigenen Körper war und unser Baby versorgt hat. Aber auch wenn du kacke aussiehst: Danke, Plazenta, good job!

3. Der Dammschnitt

"Der Dammschnitt war das schönste an der Geburt, denn da wusste ich, es geht voran!" Diesen Satz kann man von frisch entbundenen Frauen tatsächlich häufiger hören. Besser noch wäre es, der Damm wäre von selbst gerissen, statt geschnitten werden zu müssen - denn geht die Heilung schneller, weil wichtige Nervenbahnen beim "natürlichen" Riss meist nicht durchtrennt werden. Aber: Der Dammschnitt oder Dammriss  ist längst nicht so schlimm wie er klingt. Mit Damm-Massagen kann man vorbeugen, aber auch hier ist es von Geburt zu Geburt - oder von Damm zu Damm - unterschiedlich.

4. Augen zu beim Pressen

Denn sonst habt ihr danach geschwollene, rote Augen, vor allem wenn ihr "in den Kopf" presst statt nach unten! Hat euch noch keiner gesagt? Ist so! Achtet drauf und bittet vor allem auch euren Partner oder eure Begleitung, euch während der Geburt daran zu erinnern.

5. Die Verdauung während der Geburt

Da hört man im Geburtsvorbereitungskurs hin und wieder, man bekäme vor der Geburt einen Einlauf, um unfreiwilligen Stuhlabgang während des Pressens zu verhindern - und dann passiert dergleichen NICHTS. Aber, es sei euch versichert: Euch wird es während der Geburt völlig egal sein, was da unten alles rauskommt, Hauptsache, dass auch ein (oder zwei, oder drei) gesunde Babys dabei sind! Und der Hebamme sowie dem Arzt geht es übrigens genauso! Auf deutsch: Es ist scheißegal, ob ihr während der Geburt groß macht oder nicht!

6. Blähungen nach dem Kaiserschnitt

Auch das ist normal und wichtig. Oder, wie Omma immer sagt: "Wer keine Miete zahlt, muss raus!". Je früher ihr Bekanntschaft mit dem guten, alten Sab Simplex macht, desto besser!

Und? War doch gar nicht so schlimm? Oder wie der frisch gebackene Vater, der Mann einer Freundin, nach der 15 Stunden-härteste-Wehen-Geburt dereinst so schön meinte "War alles ganz easy!!!"