Nie mehr frieren: Tipps für alle Frostbeulen

- Ständig kalte Hände oder Füße, ständiges frieren, ständig Gänsehaut - besonders viele Frauen können ein Lied davon singen, wie es sich anfühlt immer zu frösteln. Denn dass Frauen schneller frieren als Männer, ist eine biologische Tatsache. Das ständige Frieren kann viele Ursachen haben. Wir klären auf, was es bedeuten kann und haben die besten Anti-Kälte-Tipps bei kalten Händen und Füßen.

frierende Frau

Bei kalten Temperaturen ist es ganz normal, dass wir frieren.  Doch Frieren kann auch ein Warnsignal des Körpers sein, dass ein Mangel oder eine Erkrankung besteht.

Warum friere ich immer?

Frieren hat oft harmlose Ursachen, wie Müdigkeit, kalte Aussentemperaturen oder ein niedriger Blutzuckerspiegel. Unser Körper reagiert dann mit Gänsehaut und Zittern - Mechanismen, um den Körper wieder zu erwärmen. Die Gänsehaut ist ein Überbleibsel aus der Entwicklungsgeschichte des Menschen. Der Körper versucht damit das inzwischen nicht mehr vorhandene Fell aufzurichten, um die Isolierung gegenüber der Umgebungskälte zu verbessern. Zittern oder Schüttelfrost entstehen, weil der Körper mittels Muskelbewegung versucht, Wärme zu erzeugen. Ständiges Frieren kann allerdings auch Symptom einer Krankheit sein, zum Beispiel bei Fieber, oder auf einen Mangel hinweisen. So friert man besonders häufig, wenn man unter Eisenmangel leidet. Denn Eisen ist wichtig für die Durchblutung und Sauerstoffversorgung unseres Körpers. Sind wir unterversorgt äußert sich das beispielsweise durch Müdigkeit, Blässe und ständiges Frieren. Gute Eisenlieferanten sind Hülsenfrüchte, Haferflocken, Pfifferlinge, Fleisch, Meeresfrüchte oder Hirse. Doch nicht nur Eisenmangel kann ein Grund sein, dass ihr ständig friert. Auch das könnten mögliche Ursachen sein:

Mögliche Ursachen für ständiges Frieren

  • zu niedriger Blutdruck
  • Schilddrüsenunterfunktion
  • Vitaminmangel - z.B. Vitamin B12
  • akuter Eisenmangel
  • Diabetes
  • allgemein schlechte Durchblutung (z.B. aufgrund mangelnder Bewegung, Flüssiglkeitsmangel oder als Folge vom Rauchen)
  • hormonelle Umstellungen
  • Einnahme von Medikamenten, die Frieren als Nebenwirkung haben (z.B. Beta-Blocker)
  • Raynaud-Syndrom – Weißfingerkrankheit

Solltet ihr den Verdacht haben, dass sich mehr hinter eurem ständigen Frieren verbirgt als harmlose Ursachen, dann solltet ihr das von eurem Hausarzt abklären lassen. Es könnten organische oder auch psychische Ursachen dahinterstecken, die an nicht mit einfachen Hausmitteln in den Griff zu bekommen sind! Seid ihr einfach nur Frostbeulen, dann könnten euch diese Tipps gegen Kälte weiterhelfen:

Tipps gegen ständiges Frieren

  • warme Getränke und warme Speisen (Tee und Suppen, kein Kaffee!)
  • Bewegung (am besten an der frischen Luft). Dadurch wird die Durchblutung wird angeregt, was den Körper erwärmt. Zudem baut ihr so Muskelmasse auf, die ebenfalls vor Kälte schützt (und mitunter ein Grund ist, dass Männer weniger schnell frieren - sie haben einen höheren Muskelanteil als Frauen).
  • warmes Bad nehmen
  • Wechselduschen
  • Fußbäder
  • Füße eincremen
  • regelmäßige Saunagänge

Vitamin D Mangel: Anzeichen, dass ihr unter akutem Vitaminmangel leidet

Gerade in der dunklen Jahreszeit leiden viele unter einem Vitamin D Mangel, denn das Vitamin kann von unserem Körper nur unter Einfluss von Sonnenlicht gebildet werden. Fatal, denn im Winter ist die Sonneneinstrahlung meist nicht ausreichend. Es gibt zahlreiche Symptome, die für einen Vitamin D3 Mangel sprechen: Wir klären auf, welche das sein können und verraten, wie ihr einem Vitaminmangel entgegenwirken könnt!
Bei diesen Symptomen solltet ihr hellhörig werden!
Artikel lesen

Warum frieren Frauen schneller als Männer?

Es ist tatsächlich so, dass Frauen schneller frieren als Männer. Und das hat mehrere Gründe. So haben Frauen eine dünnere Haut als Männer. Die männliche Oberhaut ist um 15 Prozent kräftiger als die weibliche. Zudem haben Frauen weniger Muskeln, die als Wärmekraftwerke in unserem Körper fungieren. Statistisch gesehen besteht der Körper des Mannes durchschnittlich zu 40 Prozent aus Muskeln, bei Frauen sind das nur 25 Prozent. Ein klarer Nachteil was die Wärmebildung betrifft! Dazu kommt, dass unser gängiges Schönheitsideal besonders bei Frauen Untergewicht fördert - und das führt wiederum dazu, dass man schneller friert!

Sport ist ein hilfreiches Mittel, um den Organismus anzuregen, Muskeln aufzubauen und so weniger zu frieren: Besonders HIIT Training ist geeignet. Oder ihr versucht es mal mit Kettlebell Training