Ein Wochenende in Prag

Die tschechische Metropole ist beliebt wie nie zuvor und eignet sich super für einen spontanen Kurztrip übers Wochenende. Egal, ob man ein romantisches Wochenende mit dem Liebsten plant oder ein Partywochenende mit allen Freunden: Prag bietet für jeden Besucher das Richtige.

Prag

Die Stadt an der Moldau kann bequem zu Fuß erkundet werden, am besten überlegt man sich zuvor eine Spazierroute, in der man alle wichtigen Sehenswürdigkeiten streift. Als Startpunkt für die Tour eignet sich der Wenzelsplatz, der dank zwei U-Bahnhöfen nicht zu verfehlen ist. Am nördlichen Ende des 750 Meter langen und nur 60 Meter breiten Platz prankt das Nationalmuseum und das mächtige Reiterdenkmal des Landespatrons Wenzel. Auf dem langen Boulevard wimmelt es nur so von Touristen: Tagsüber tummeln sie sich in den zahlreichen Geschäften und Cafés, abends in den Diskotheken und Kinos. Am südlichen Ende des Platzes geht es direkt weiter durch romantische Altstadtgässchen auf den Altstädter Ring, der Hauptanziehungspunkt für alle Besucher. Auch wenn der Platz meist von Touristen überfüllt ist und die umliegenden Restaurants viel zu teuer sind, sollte man sich das stündliche Glockenspiel der Astronomischen Uhr am Rathaus ansehen. Die nächste Touristenattraktion – die Karlsbrücke - liegt nicht weit vom Rathausplatz entfernt. Die Brücke ist immer brechend voll und hat alles, was das Touri-Herz höher schlagen lässt: Karikaturisten, tschechische Straßenmusiker, selbst gemachte Souvenirs und Puppenspieler mit ihren Marionetten. Wer es stressfreier mag, sollte eine der Nachbarbrücken für den Spaziergang nutzen, um den Blick über die Moldau genießen zu können. Weiter geht’s steil bergauf: Die Prager Burg, der Hradschin, liegt hoch über der Stadt und garantiert eine tolle Sicht über die Altstadtdächer. Und wer genau hinsieht, kann von hier aus auch das Gewusel auf der Karlsbrücke entdecken. Direkt neben der Burg ist das süße Goldmachergässchen, in dessen Nummer 22 Franz Kafka für kurze Zeit lebte. Allein das ist schon Grund genug für die Prager, den Besuchern extra Eintritt abzuknöpfen.

Nachtleben in Prag

Prag

Wer eine Pause vom Flanieren braucht, sollte unbedingt in eines der Kaffeehäuser gehen. Apropos trinken und essen: Das kann man in Prag sehr gut, sehr viel und sehr preiswert. Die leckere böhmische Küche macht vor allem eins: satt.

Auch das Nachtleben kommt in Prag nicht zu kurz, was unter anderem an den vielen Studenten der Stadt liegt: Neben der bekannten Karlsuni am Moldauufer befinden sich in der Stadt noch elf weitere Universitäten. 

Die musikbegeisterten Tschechen lieben es zu feiern und überall sind Pubs mit Livebands - z.B. das irische James Joyce Pub - oder schrille Diskotheken wie das Duplex, in dem schon Mick Jagger feierte, zu finden.

Was man sich auch noch ansehen sollte

  • Das tanzende Haus: Frank O. Gehry und Vlado Milunic sind für diese witzige Architektonik, bei der sich eine Gebäudeteil zärtlich an den anderen anzuschmiegen scheint, verantwortlich, die von den Pragern liebevoll Fred & Ginger genannt wird.
  • Die jüdischen Friedhöfe: Auf dem alten jüdischen Friedhof befinden sich rund 200000 Gräber, die in neun Schichten übereinander liegen. Franz Kafka hingegen liegt auf dem neuen jüdischen Friedhof begraben.
  • Die John-Lennon-Gedenkmauer: Die Gedenkstätte wurde 1980 nach der Ermordung Lennons heimlich am Velkopřevorské-Platz  errichtet, inzwischen hat sich dort sogar Yoko Ono verewigt.
  • Bars und Clubs: Chateau: Oben gemütliche Bar, unten ein funky Club.
  • Tretter's Cocktail Bar: Eine Cocktailbar im New Yorker Stil, geführt von einem Münchner.
  • U Fleků: Die bekannte, urige Bierkneipe ist Anziehungspunkt für alle Touristen.
  • Rock Café: Hier treten die tschechischen Lokalhelden auf.

Vorsicht: Da es in Prag nur so von Touristen wuselt, sollte man sich nicht über's Ohr hauen lassen: Bei den Wechselstuben und Straßenhändlern vorher nach dem Preis fragen, ein Vergleich lohnt sich.