Echter Name bei Facebook?

Wer sich bei Facebook anmelden will, der darf das nur unter seinem echten Namen tun. So sind die Regeln. Was aber, wenn der Name, der im Pass steht nichts mit dem Leben zu tun hat, das man führt? In San Francisco waren die Profile zahlreicher Dragqueens gesperrt worden, weil die nicht ihren "richtigen" Namen angaben. Das soziale Netzwerk versucht nun den Imageschaden zu begrenzen und rudert in einem Statement zurück. Doch nicht der Skandal um die Klarnamen-Regelung macht dem Unternehmen zu schaffen, auch ein neuer Konkurrent könnte dem sozialen Netzwerk zu schaffen machen. Was passiert ist und wie Facebook die Regelung nun lockern will, erfahrt ihr hier.

Dragqueen mit Regenschirm

Zahlreiche Dragqueens wurden von Facebook aufgefordert, sich mit ihren bürgerlichen Namen zu identifizieren.

Facebook hatte in den letzten Wochen mit einem handfesten Skandal zu kämpfen. Zahlreiche Dragqueens wurden aufgefordert sich auszuweisen und konnten ihre Facebook-Profile nur noch mit ihren "echten", also bürgerlichen, Namen weiternutzen.

Eine der Betroffenen: Sister Roma, die mit bürgerlichem Namen Michael Williams heißt. Die Dragqueen musste den Namen ihres Profils ändern, um weiter bei Facebook aktiv sein zu können. In einem offenen Brief an das soziale Netzwerk machte Sister Roma gemeinsam mit anderen auf die Probleme aufmerksam, die für Travestiekünstler oder Transgender entstehen können, wenn sie nur unter ihrem bügerlichen Namen auf Facebook präsent sein dürfen. Schließlich sei eine Änderung des Namens rechtlich oft schwierig, der Name, mit dem man sich identifiziere aber eben oft nicht der Name, der auch im Ausweis stehe.

#MyNameIs

Unter dem Hashtag #MyNameIs kämpften sie für das Recht der User, ihre Onlineidentität selbst bestimmen zu können. Nun scheinen sie mit ihrem Anliegen Erfolg gehabt zu haben. In einem Statement teilte Chris Cox, Produktchef bei Facebook mit, dass man die Klarnamen-Regelung nun lockern wolle.