Das Geheimnis der Karten

Wissen Sie, was Harry Potter und James Bond gemeinsam haben? Sie kommen beide im Zuge eines ihrer „Abenteuer“ mit einer geheimnisvollen Macht in Berührung: dem Tarot! Jolie.de führt Sie in die mystische und farbenfrohe Welt des Tarots ein und erklärt Ihnen, wie Sie von der Macht der Karten profitieren können

Trumpf oder kariert?

Woher das Wort "Tarot" stammt, ist nicht vollständig belegt. Einige Wissenschaftler gehen davon aus, dass das Tarot dieselben sprachlichen Wurzeln hat wie das gleichnamige französische Kartenspiel, das auf italienisch "Tarocchi" oder auf deutsch "Tarock" heißt. Hierbei ist das Wort mit "Trumpf" gleichzusetzen, es gibt jedoch auch das französische "tarotée", das "kariert" heißt und auf die Kartenrückseite verweist.

Tarot – ein Zahlenspiel

Tarotkarten gibt es in vielen verschiedenen Formen. Ein Satz (auch Deck genannt) besteht in der Regel aus 78 Karten, da die Zahl 78 der Summe der ersten zwölf Zahlen (1+2+3+4+5+6+7+8+9+10+11+12 = 78) entspricht und die Zahl 12 für Vollständigkeit steht.

Die 78 Karten bestehen wiederum aus der großen und der kleinen Arkana (lat. Arcanum = Geheimnis). Die drei bekanntesten Sätze sind das Marseille-, das Rider-Waite- und das Crowley-Tarot.

Fragen und Antworten mit Tarot

1. Tarot lernen

Tarot ist eine Bildersprache, die jede und jeder erlernen kann. Empfehlenswert ist es, sich die Bedeutung der Karten mit Hilfe eines Ratgebers zu erschließen und zur Übung beispielsweise jeden Tag eine Tageskarte zu ziehen, deren Bedeutung dann im Alltag offenbar wird.

Blutige Anfänger können sich zunächst auf die überschaubare Kartenzahl der 22 Trumpfkarten (Große Arkana) beschränken und damit die ersten Legungen machen. Prinzipiell ist es immer einfacher, einer fremden Person die Karten zu legen, da wir bei uns selbst nicht nur den gesamten Hintergrund der Frage kennen, sondern auch alle Ängste oder Wünsche, die damit verbunden sind. So kann schnell etwas hineingedeutet werden, dass in den Karten vielleicht gar nicht zu sehen ist. Das heißt jedoch nicht, dass man sich nicht selbst die Tarot Karten legen kann – es ist nur wichtig, eine gesunde „Distanz“ zur Frage herzustellen und sie vielleicht einmal zu überschlafen.

2. Eine Legung vorbereiten

Es gibt keine festen Regeln oder Rituale vor einer Kartenlegung. Wichtig ist jedoch eine gewisse Portion Ernsthaftigkeit und die nötige Konzentration. Wer sich dabei wohl fühlt, kann natürlich auf die Lieblingsmusik, Kerzen oder Meditation zurückgreifen.

Wer nicht nur eine einzelne Karte auswählen und interpretieren möchte, braucht ein Legesystem, also ein System, in denen den gezogenen Karten ein bestimmter Platz zugewiesen wird. Ein sehr einfaches System ist das der drei Karten, die in ihrer gezogenen Reihenfolge einfach nebeneinander gelegt werden.

Dabei können die erste Karte beispielsweise die Vergangenheit, die zweite Karte die Gegenwart und die dritte Karte die Zukunft symbolisieren. Oder die Tarot Karten stehen, wenn die Frage dementsprechend anders gestellt wird, beispielsweise für das „Ich“, den „Partner“ und die „Umwelt“ oder für „Was spricht dafür?“, „Was spricht dagegen?“ und „Was passiert, wenn ich es tue?“. Ein weiteres Legesystem ist das so genannte „Keltische Kreuz“, bei dem insgesamt zehn Karten gezogen und gelegt werden.

3. Die Karten befragen

Prinzipiell können alle Fragen gestellt werden, die sich mit mehr als bloß „Ja“ oder „Nein“ beantworten lassen. Das können zum Beispiel Fragen nach dem gegenwärtigen Stand einer Angelegenheit oder Entwicklung sein, nach zukünftigen Tendenzen oder Perspektiven, nach Ursachen oder nach einem Ratschlag. Was ihr von Tarot erhaltet ist dabei Folgendes: Eine bildhafte Darstellung der gefragten Thematik, die euch bei euren Entscheidungen helfen können und ihre Konsequenzen aufzeigen. Entscheiden müsst ihr aber letztendlich immer noch selbst!

Die wichtigsten Decks

Das so genannte Marseille-Tarot geht auf das Jahr 1760 zurück und stammt aus der Kartenmanufaktur von Nicolas Conver aus Marseille. Die Bilder sind von Holzstichen inspiriert und nur sparsam bemalt. Die Farben blau, rot, gelb und grün stehen dabei für die Elemente Wasser, Feuer, Luft und Erde.

Der Name des Rider-Waite-Tarots geht auf Arthur Edward Waite, der das Tarot kreiert hat und auf das Londoner Verlagshaus Rider & Son zurück. Dieses Deck wirkt in Zügen wie ein Comic und benutzt ebenfalls wenige Farben.

Das teilweise ägyptisch anmutende Crowley-Tarot schließlich wurde von der Künstlerin Frieda Harris illustriert und von Aleister Cowley 1944 detailliert beschrieben. Crowleys Ruf als Schwarzmagier hat dazu geführt, dass dem Tarot häufig der Vorwurf des Werkzeugs von Magiern und Satanisten gemacht wird.

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